Caparol Capalac Aqua Metallschutz RAL 1005 Honiggelb
Lacke & Rostschutz
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Schritt-für-Schritt-Anleitung
So lackieren Sie Metall
Metall lässt sich mit der richtigen Vorbereitung dauerhaft und rostfrei lackieren. Diese Anleitung führt Sie in vier Schritten von der Entrostung bis zum ausgehärteten Endanstrich.
Entrosten und reinigen
Entfernen Sie zunächst losen Rost und alte, blätternde Farbe mit Drahtbürste, Schleifpapier (Körnung 120–180) oder einem Schwingschleifer, bis Sie tragfähiges, blankes Metall erreichen. Rauen Sie glatte Flächen leicht an, damit die Grundierung später besser haftet. Wischen Sie anschließend Staub, Fett und Silikonreste gründlich mit Silikonentferner ab und lassen Sie die Fläche vollständig trocknen. Kleben Sie angrenzende Bereiche mit Kreppband ab. Nur ein sauberer, trockener und gut angeschliffener Untergrund sichert ein dauerhaftes, rostfreies Ergebnis.
Rostschutzgrundierung auftragen
Rühren Sie die Rostschutzgrundierung gründlich auf und tragen Sie sie dünn und gleichmäßig mit Pinsel, Rolle oder als Spray auf das blanke Metall auf. Achten Sie besonders auf Kanten, Ecken und Schweißnähte, da hier Rost zuerst ansetzt. Halten Sie die laut technischem Merkblatt angegebene Schichtdicke und Trockenzeit genau ein, bevor Sie weiterarbeiten. Bei stark rostgefährdeten Teilen empfiehlt sich eine zweite Grundierungsschicht. Die Grundierung schützt vor Feuchtigkeit und schafft die Haftbrücke für den späteren Lack.
Metalllack auftragen
Schleifen Sie die getrocknete Grundierung bei Bedarf leicht mit feinem Papier (Körnung 240–320) an und entstauben Sie die Fläche sorgfältig. Rühren Sie den Metalllack auf und tragen Sie die erste Schicht dünn und gleichmäßig auf – mit der Rolle in Kreuzgängen, beim Sprühen in gleichmäßigem Abstand. Arbeiten Sie zügig nass in nass, um sichtbare Ansätze zu vermeiden. Verdünnen Sie den Lack nur, wenn das technische Merkblatt es vorsieht. Vermeiden Sie einen zu dicken Auftrag, da sonst Läufer und Nasen entstehen.
Zweiter Anstrich und Aushärten
Lassen Sie die erste Lackschicht laut technischem Merkblatt ablüften und tragen Sie danach die zweite Schicht für vollständige Deckkraft und gleichmäßigen Glanz auf. Halten Sie das angegebene Überarbeitungsintervall exakt ein – zu frühes Überstreichen führt zu Runzeln. Ziehen Sie das Kreppband ab, solange der Lack noch leicht feucht ist, damit keine Kanten ausreißen. Lassen Sie das Werkstück anschließend vollständig durchhärten; die Endfestigkeit ist oft erst nach mehreren Tagen erreicht. Belasten Sie die Fläche vorher nicht mechanisch.
Worauf kommt es beim Metall-Lackieren an?
Metall unterscheidet sich grundlegend von Holz oder Putz: Die Oberfläche ist glatt, nicht saugend und bei Eisen und Stahl dauerhaft durch Korrosion gefährdet. Zwei Dinge entscheiden deshalb über das Ergebnis: die Haftung des Lacks auf dem Untergrund und ein wirksamer Korrosionsschutz. Beides erreichen Sie nur mit einem sauberen Beschichtungsaufbau aus Untergrundvorbereitung, Rostschutzgrundierung und ein bis zwei Deckanstrichen.
Wichtig ist außerdem, um welches Metall es sich handelt. Eisen und Stahl rosten und brauchen deshalb in aller Regel einen Rostschutzgrund. Verzinkte Bauteile, Aluminium oder Kupfer rosten zwar nicht klassisch, sind aber schwierig zu beschichten und benötigen meist einen speziellen Haftgrund. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert, dass der Lack schon nach kurzer Zeit abblättert. Planen Sie für die Vorbereitung mindestens so viel Zeit ein wie für das eigentliche Lackieren, denn sie entscheidet maßgeblich über die Haltbarkeit der Beschichtung.
Metall lackieren Schritt für Schritt: Anleitung und Kaufberatung
Untergrund vorbereiten: Rost entfernen und entfetten
Entfernen Sie losen Rost und abblätternde Altbeschichtungen gründlich mit Drahtbürste, Schleifvlies oder Schleifpapier. Je blanker und tragfähiger der Untergrund, desto länger hält die Beschichtung. Festhaftende Altlacke müssen Sie nicht komplett entfernen, sollten sie aber anschleifen, damit der neue Lack Halt findet. Anschließend entstauben und entfetten Sie die Fläche, denn Fett, Öl und Trennmittel zählen zu den häufigsten Ursachen für Haftungsprobleme. Welcher Reiniger geeignet ist, steht im technischen Merkblatt des jeweiligen Lacks. Verzinkte Flächen sollten Sie besonders sorgfältig reinigen und mit einem passenden Haftgrund vorbehandeln.
Rostschutzgrund und Deckbeschichtung richtig aufbauen
Auf blanke Eisen- und Stahlflächen kommt zuerst eine Rostschutzgrundierung. Sie bildet eine Barriere gegen Feuchtigkeit und sorgt für die Haftung der Folgebeschichtung. An Kanten, Schweißnähten und Schraubenköpfen lohnt sich ein zusätzlicher Auftrag, weil dort die Schichtdicke konstruktionsbedingt am geringsten ist. Halten Sie die vom Hersteller angegebenen Trocknungszeiten ein, bevor Sie weiterarbeiten. Danach folgt die Deckbeschichtung: Innen genügt oft ein Anstrich auf gut vorbereitetem Grund, im Außenbereich sind zwei Deckanstriche der bewährte Standard. Für Profile, Ecken und Streben eignet sich ein Lackierpinsel, für glatte Flächen eine kurzflorige Lackwalze, die ein feines, gleichmäßiges Bild hinterlässt. Verarbeiten Sie Grundierung und Lack nur innerhalb der im technischen Merkblatt genannten Temperatur- und Feuchtebereiche, draußen weder in praller Sonne noch bei drohendem Regen. Ein feiner Zwischenschliff mit Schleifvlies verbessert die Haftung des Folgeanstrichs und sorgt für eine glatte, geschlossene Oberfläche.
Acryllack oder Kunstharzlack: Auswahl und Verbrauch
Für Metall kommen vor allem zwei Lackarten infrage. Wasserbasierter Acryllack ist geruchsarm, trocknet schnell, vergilbt kaum und lässt sich mit Wasser vom Werkzeug waschen. Das macht ihn zur ersten Wahl für Innenräume und helle Farbtöne; für Heizkörper wählen Sie einen speziell ausgewiesenen Heizkörperlack. Lösemittelhaltiger Kunstharzlack punktet mit sehr gutem Verlauf, hoher Oberflächenhärte und Robustheit und hat sich deshalb im Außenbereich an Geländern, Toren und Metalltüren bewährt. Der Verbrauch hängt von Produkt, Untergrund und Auftragsart ab; verbindliche Werte finden Sie in den Herstellerangaben. Kalkulieren Sie Grundierung und Decklack getrennt und planen Sie bei kantigen Bauteilen wie Gittern und Geländern einen Zuschlag ein.
| Kriterium | Acryllack | Kunstharzlack |
|---|---|---|
| Basis | wasserbasiert | lösemittelhaltig |
| Geruch | gering | deutlich wahrnehmbar |
| Trocknung | schnell | langsamer, dafür sehr guter Verlauf |
| Vergilbung | sehr gering | bei Weißtönen innen möglich |
| Oberfläche | elastisch, strapazierfähig | hart, sehr glatt |
| Typischer Einsatz | Innenräume, helle Farbtöne, Heizkörper (als Heizkörperlack) | Außenbereich, Geländer, Tore, Türen |
Heizkörper, Geländer und Türen: die häufigsten Projekte
Heizkörper lackieren Sie grundsätzlich kalt und nur mit einem Heizkörperlack, der laut Herstellerangabe hitze- und vergilbungsbeständig ist. Bei Geländern und Zäunen im Außenbereich ist der komplette Aufbau aus Rostschutzgrund und zwei Deckanstrichen dringend zu empfehlen, sonst kann sich der Rost unter der Beschichtung weiterarbeiten. Metalltüren und Tore profitieren von einem feinen Zwischenschliff zwischen den Anstrichen, damit die Fläche glatt und geschlossen wirkt. Bei Proma Farben erhalten Sie über 29.000 Profi-Produkte aus dem Fachhandel; auf Wunsch mischen wir Ihren Farbton nach RAL oder NCS an. Wir liefern per DPD innerhalb von ein bis drei Werktagen, ab 35 Euro Bestellwert versandkostenfrei. Wenn Sie unsicher sind, welcher Aufbau zu Ihrem Bauteil passt, beraten wir Sie persönlich unter 040 897 562 82.
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Gut zu wissen
Häufige Fragen: Metall lackieren
01Welcher Lack ist besser für Metall: Acryllack oder Kunstharzlack?
Das hängt vom Einsatzort ab. Acryllack ist geruchsarm, schnell trocknend und vergilbungsarm – ideal für Innenräume und helle Farbtöne. Kunstharzlack bietet einen besseren Verlauf sowie eine höhere Oberflächenhärte und bewährt sich im Außenbereich an Geländern, Toren und Türen. Wichtig ist in beiden Fällen ein zum Lack passender Rostschutz- oder Haftgrund, damit das System dauerhaft hält.
02Muss ich Rost vollständig entfernen, bevor ich Metall lackiere?
Losen Rost und abblätternde Altbeschichtungen müssen Sie vollständig entfernen – mit Drahtbürste, Schleifvlies oder Schleifpapier. Je sauberer und tragfähiger die Fläche, desto haltbarer das Ergebnis. Fest anhaftender Flugrost kann je nach Produkt überarbeitet werden; was zulässig ist, regelt das technische Merkblatt der Grundierung. Entstauben und entfetten Sie die Fläche danach und grundieren Sie zeitnah, damit sich kein neuer Rost bildet.
03Brauche ich auf Metall immer eine Grundierung?
Auf rostenden Eisen- und Stahlflächen ist eine Rostschutzgrundierung in aller Regel unverzichtbar, denn sie übernimmt den eigentlichen Korrosionsschutz des Systems. Auf verzinkten Bauteilen, Aluminium oder Kupfer brauchen Sie einen speziellen Haftgrund, da herkömmliche Lacke dort oft schlecht haften. Nur bei intakten, festhaftenden Altbeschichtungen können Sie nach dem Anschleifen direkt mit dem Decklack arbeiten – sofern das technische Merkblatt des Herstellers dies vorsieht.
04Womit lackiere ich Heizkörper, ohne dass sie vergilben?
Verwenden Sie einen ausgewiesenen Heizkörperlack, der laut Herstellerangabe hitze- und vergilbungsbeständig ist. Normale Weißlacke können an warmen Heizkörpern schnell gelblich werden. Lackieren Sie immer bei kaltem, ausgeschaltetem Heizkörper; Roststellen schleifen Sie vorher an und behandeln sie mit Rostschutzgrund vor. Die genauen Temperatur- und Trocknungsangaben entnehmen Sie dem technischen Merkblatt des gewählten Produkts.
05Wie lackiere ich verzinkte Geländer oder Tore richtig?
Verzinkte Oberflächen sind glatt und oft mit Fett- oder Trennmittelresten belegt; normaler Lack kann dort schnell abblättern. Reinigen und entfetten Sie die Fläche gründlich, schleifen Sie sie fein an und tragen Sie einen für Zink geeigneten Haftgrund auf. Erst danach folgen ein bis zwei Deckanstriche mit Acryl- oder Kunstharzlack. Welche Kombination freigegeben ist, steht im technischen Merkblatt des Herstellers.
06Bekomme ich Metalllack auch im Wunschfarbton nach RAL?
Ja. Bei Proma Farben mischen wir viele Metall- und Lackprodukte im Wunschfarbton nach RAL oder NCS – zum Beispiel passend zu Fassade, Tor oder Firmenfarben. Sie bestellen den Farbton einfach online mit, wir mischen ihn im Fachhandel in Hamburg an. Der Versand erfolgt per DPD in ein bis drei Werktagen, versandkostenfrei ab 35 Euro Bestellwert.
