Produktbeschreibung
PCI Frostschutzmittel ist ein bauchemisches Zusatzmittel (Betonzusatzmittel bzw. Mörtelzusatzmittel) für zementgebundene Baustoffe, das dem Anmachwasser oder der Trockenmischung von Mörtel und Beton beigegeben wird, um deren Erhärtungsverhalten gezielt zu steuern. Anders als eine Farbe, ein Lack oder eine Grundierung bildet PCI Frostschutzmittel keinen eigenständigen Anstrich und keine sichtbare Oberflächenschicht, sondern wirkt ausschließlich im Inneren des Zement-Wasser-Systems. Je nach Produktvariante beschleunigt, verzögert oder frostsichert PCI Frostschutzmittel den Abbinde- und Erhärtungsprozess von Mauermörtel, Putzmörtel, Estrich und Beton. Zusatzmittel dieser Art fallen fachlich unter die Gruppe der Betonzusatzmittel nach DIN EN 934-2 bzw. der Mörtelzusatzmittel nach den einschlägigen Mörtelnormen und ergänzen damit Zement, Sand bzw. Zuschlag und Wasser als vierte, funktionale Komponente. PCI Frostschutzmittel liefert selbst keine tragende, deckende oder dekorative Funktion; es verändert stattdessen Reaktionsgeschwindigkeit, Verarbeitungszeit und Frostwiderstand des Gesamtsystems, ohne dessen grundsätzliche Rezeptur zu ersetzen. Am Markt werden solche Additive sowohl als Flüssigkonzentrat in Kanistern als auch als Pulver in Beuteln oder Säcken angeboten – die konkrete Darreichungsform von PCI Frostschutzmittel entnehmen Sie bitte dem technischen Merkblatt bzw. der Produktverpackung. Wichtig für die Einordnung: PCI Frostschutzmittel ersetzt keinen Zement, keinen Mörtel und keine Grundierung, sondern wird diesen Baustoffen lediglich in geringer, genau bemessener Menge zudosiert.
Der Wirkmechanismus bauchemischer Zusatzmittel beruht darauf, gezielt in den Hydratationsprozess des Zements einzugreifen. Je nach Hersteller kommen dafür anorganische Salze, organische Verbindungen oder Kombinationen daraus zum Einsatz, die entweder die Kristallbildung beschleunigen, die Reaktionsgeschwindigkeit verzögern oder den Gefrierpunkt des Anmachwassers absenken. Welche Wirkstoffbasis PCI Frostschutzmittel konkret enthält, ist ausschließlich dem Sicherheitsdatenblatt und dem technischen Merkblatt des Herstellers zu entnehmen. Für den Verarbeiter auf der Baustelle ist vor allem die praktische Wirkung entscheidend: schnellere, langsamere oder frostsichere Erhärtung des eingesetzten Mörtels oder Betons.
Einsatzbereiche
PCI Frostschutzmittel kommt überall dort zum Einsatz, wo das Erhärtungsverhalten von zementgebundenem Mörtel oder Beton an die jeweiligen Baustellenbedingungen angepasst werden muss. Die vier wichtigsten Einsatzsituationen sind Mauer- und Putzarbeiten mit angepasstem Abbindeverhalten, Betonier- und Verlegearbeiten bei niedrigen Temperaturen, große Mischchargen mit langen Transport- oder Wartezeiten sowie Eilarbeiten mit engem Zeitfenster.
- Mauermörtel und Putzmörtel: Beim Vermauern von Steinen oder beim Auftrag von Putz sorgt PCI Frostschutzmittel je nach Variante dafür, dass der Mörtel schneller ansteift und früher belastbar ist oder länger offen verarbeitbar bleibt, etwa bei großflächigen Putzfassaden mit mehreren Gewerken auf einer Baustelle.
- Betonieren und Verlegen bei Kälte: Sinken die Temperaturen in Richtung Gefrierpunkt, verlangsamt sich die Zementhydratation erheblich und kann bei ungeschütztem Frischbeton vollständig zum Erliegen kommen. Ein frostschützend eingestelltes PCI Frostschutzmittel unterstützt die Hydratationswärme-Entwicklung und den Erhärtungsfortschritt in der kritischen Frühphase, ersetzt dabei aber keine grundsätzlichen Frostschutzmaßnahmen wie Abdeckung, Beheizung oder Bauzeitenplanung.
- Große Mischchargen und lange Wege: Bei größeren Baustellen, langen Förderwegen oder Pumpbetrieb muss der Mörtel oder Beton über einen längeren Zeitraum hinweg verarbeitbar bleiben. Ein verzögernd wirkendes PCI Frostschutzmittel verlängert die offene Verarbeitungszeit, ohne die spätere Endfestigkeit negativ zu beeinflussen.
- Eilarbeiten und rasche Belastbarkeit: Bei Reparaturarbeiten, Anschlussarbeiten im Verkehrsbereich oder engen Bauzeitenplänen ist eine schnelle Ansteifzeit gefragt. Ein beschleunigend wirkendes PCI Frostschutzmittel verkürzt die Zeit bis zur Begehbarkeit oder weiteren Bearbeitung des Bauteils.
Gerade in der kälteren Jahreszeit zwischen Herbst und Frühjahr, wenn Baustellen nicht unterbrochen werden sollen, gewinnt die gezielte Steuerung des Erhärtungsverhaltens an Bedeutung. Auch bei Arbeiten unter Zeitdruck – etwa wenn ein Bauabschnitt noch am selben Tag begehbar sein muss – oder bei Großbaustellen mit mehreren gleichzeitig laufenden Mischchargen zeigt sich der praktische Nutzen von PCI Frostschutzmittel deutlich gegenüber einer unveränderten Standardrezeptur ohne Zusatzmittel.
Darüber hinaus wird PCI Frostschutzmittel häufig in Fug-, Verlege- und Reparaturmörteln im Garten- und Tiefbau eingesetzt, etwa bei Pflasterfugen, Bordsteinverlegung oder kleineren Ausbesserungsarbeiten an zementgebundenen Bauteilen. In all diesen Anwendungen bleibt PCI Frostschutzmittel ein Hilfsstoff, der die Eigenschaften des jeweiligen Grundbaustoffs gezielt ergänzt, jedoch die grundsätzliche Eignung des verwendeten Mörtels oder Betons für den vorgesehenen Zweck nicht verändert.
Eigenschaften & Vorteile
Die folgende Tabelle fasst zusammen, was PCI Frostschutzmittel als bauchemisches Zusatzmittel leistet und worauf Verarbeiter bei der Anwendung achten sollten. Konkrete technische Kennwerte wie exakte Dosiermengen, Wirkzeiten oder Grenztemperaturen sind produktspezifisch und ausschließlich dem technischen Merkblatt zu entnehmen.
| Eigenschaft | Hinweis |
|---|---|
| Wirkprinzip | Beeinflusst gezielt Abbinde-, Erhärtungs- und Verarbeitungsverhalten von Zementmörtel/Beton |
| Produktklasse | Bauchemisches Zusatzmittel (Additiv), kein eigenständiger Anstrich, kein Ersatz für Zement oder Mörtel |
| Wirkrichtung | Je nach Variante frostschützend, beschleunigend oder verzögernd |
| Dosierung | Laut technischem Merkblatt, üblicherweise als Prozentsatz vom Zementgewicht angegeben |
| Zugabeart | Einmischen in das Anmachwasser oder direktes Einarbeiten in die Trockenmischung |
| Darreichungsform | Flüssig (Kanister) oder pulverförmig (Beutel/Sack), siehe Produktverpackung |
| Verträglichkeit | Für zementgebundene Systeme ausgelegt, Kombination mit anderen Zusatzmitteln nur nach Herstellerfreigabe |
| Gebindegröße | 5 Kg |
Der zentrale Vorteil von PCI Frostschutzmittel liegt darin, dass Verarbeiter ihre bewährte Mörtel- oder Betonrezeptur nicht komplett wechseln müssen, um auf veränderte Witterung, größere Chargen oder enge Zeitfenster zu reagieren. Stattdessen wird die vorhandene Rezeptur durch eine kontrollierte, kleine Zugabemenge angepasst. Das spart Material, reduziert Fehlerquellen gegenüber selbst improvisierten Lösungen (etwa dem Einsatz von Streusalz oder unkontrollierter Wassermenge) und sorgt für ein reproduzierbares Ergebnis, sofern die Dosierangaben des Herstellers eingehalten werden.
Neben der reinen Zeitsteuerung trägt PCI Frostschutzmittel auch zur Planungssicherheit auf der Baustelle bei: Wer die Verarbeitungszeit und den Erhärtungsfortschritt kalkulierbar macht, kann Personaleinsatz, Gerüststandzeiten und Folgegewerke besser koordinieren. Das reduziert Leerlaufzeiten und vermeidet kostspielige Verzögerungen im Bauablauf.
Verarbeitung & Anwendung
Die fachgerechte Anwendung von PCI Frostschutzmittel entscheidet maßgeblich darüber, ob die gewünschte Wirkung – Frostschutz, Beschleunigung oder Verzögerung – zuverlässig eintritt. Grundsätzlich gilt: PCI Frostschutzmittel wird nicht pur verarbeitet, sondern immer in ein bestehendes Zement-Wasser-System eingebracht. Umgebungstemperatur, Untergrundfeuchte und Wettervorhersage sollten vor Arbeitsbeginn eingeschätzt werden, da diese Faktoren zusätzlich zur Wirkung von PCI Frostschutzmittel auf das Erhärtungsverhalten einwirken. Bei stark schwankenden Temperaturen zwischen Tag und Nacht kann es sinnvoll sein, die Dosierung anzupassen oder zusätzliche bauliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Dosierung
Die exakte Dosiermenge von PCI Frostschutzmittel richtet sich nach dem technischen Merkblatt des Herstellers und wird in aller Regel als Prozentsatz vom Zementgewicht angegeben – nicht vom Gesamtgewicht der fertigen Mischung. Vor dem ersten produktiven Einsatz empfiehlt sich eine kleine Probemischung, insbesondere bei neuen Rezepturen, ungewohnten Untergründen oder Grenztemperaturen. Die Dosiermenge sollte mit einer Waage oder einem geeigneten Dosiergefäß abgemessen werden; eine Zugabe nach Augenmaß führt zu schwankender Wirkung und im schlimmsten Fall zu Rissbildung, ungleichmäßiger Erhärtung oder verminderter Festigkeit. Eine Überdosierung kann bei beschleunigend eingestelltem PCI Frostschutzmittel zu einem zu schnellen Ansteifen führen, das die Verarbeitungszeit unpraktikabel verkürzt; eine Unterdosierung kann bei frostschützend eingestelltem PCI Frostschutzmittel dazu führen, dass der gewünschte Schutz nicht ausreicht.
Einmischen ins Anmachwasser bzw. in die Trockenmischung
Je nach Darreichungsform wird PCI Frostschutzmittel entweder im Anmachwasser gelöst, bevor dieses mit dem Trockenmörtel oder Zement vermischt wird, oder direkt in die Trockenmischung eingearbeitet. In beiden Fällen ist auf eine homogene, klumpenfreie Verteilung zu achten, da lokale Konzentrationsunterschiede zu ungleichmäßigem Abbindeverhalten und optischen Unregelmäßigkeiten führen können. Für Kleinmengen eignet sich ein Handrührer mit Mischeraufsatz, für größere Chargen ein Zwangsmischer oder Freifallmischer. Die fertige Mischung ist innerhalb der angegebenen Verarbeitungszeit vollständig zu verarbeiten; ein nachträgliches Verdünnen mit zusätzlichem Wasser nach beginnendem Ansteifen ist zu vermeiden, da dies die Endfestigkeit reduziert.
Wirkung & Verarbeitungszeit
Beschleunigend eingestellte Varianten von PCI Frostschutzmittel verkürzen die Ansteifzeit und die Entwicklung der Anfangsfestigkeit, sodass Bauteile früher belastet, überarbeitet oder freigegeben werden können. Verzögernd eingestellte Varianten verlängern die offene Verarbeitungszeit, was besonders bei großen Chargen, warmer Witterung oder langen Transportwegen vorteilhaft ist. Frostschutzvarianten unterstützen die Hydratation des Zements bei niedrigen Temperaturen und verringern das Risiko, dass Anmachwasser im Bauteil gefriert, bevor eine ausreichende Anfangsfestigkeit erreicht ist. Bei Temperaturen im Grenzbereich – laut technischem Merkblatt – ist grundsätzlich eine Probemischung sowie eine zusätzliche Absicherung durch Abdecken oder Beheizen der Bauteile empfehlenswert, da ein Zusatzmittel bauliche Frostschutzmaßnahmen ergänzt, aber nicht vollständig ersetzt.
Reinigung
Werkzeuge, Mischbehälter und Anmischgefäße sollten unmittelbar nach der Verarbeitung mit klarem Wasser gereinigt werden, solange der Mörtel oder Beton noch frisch ist. Bei beschleunigend eingestellten Varianten von PCI Frostschutzmittel ist besondere Eile geboten, da Restmaterial durch die verkürzte Ansteifzeit rascher aushärtet und sich dann nur noch mechanisch entfernen lässt. Ausgehärtete Rückstände in Mischbehältern oder auf Werkzeugen lassen sich in der Regel nicht mehr chemisch lösen und müssen abgeklopft oder abgeschliffen werden.
Verbrauch & Mengenberechnung
Die benötigte Menge an PCI Frostschutzmittel hängt unmittelbar von der eingesetzten Zementmenge und der produktspezifischen Dosierrate ab, nicht vom Gesamtgewicht des fertigen Mörtels oder Betons. Grundlage für die Berechnung ist immer die im technischen Merkblatt angegebene Dosierrate in Prozent vom Zementgewicht.
Zusatzmittelmenge (kg) = Zementmenge (kg) × Dosierrate laut technischem Merkblatt (%) ÷ 100
Beispielhafte Anwendung der Formel: Werden für eine Mischung 50 kg Zement verwendet und beträgt die Dosierrate laut technischem Merkblatt beispielsweise X Prozent, ergibt sich die benötigte Menge PCI Frostschutzmittel durch Einsetzen des herstellerseitig angegebenen Prozentwerts in die obige Formel. Da die tatsächliche Dosierrate je nach Produktvariante (Frostschutz, Beschleuniger, Verzögerer), Zementart und gewünschter Wirkstärke unterschiedlich ausfällt, sollte für die konkrete Baustelle immer der aktuelle Wert aus dem technischen Merkblatt von PCI Frostschutzmittel verwendet werden.
Da der Zementgehalt je nach Mörtel- oder Betonrezeptur unterschiedlich ausfällt – etwa bei Mauermörtel, Putzmörtel oder Fundamentbeton –, sollte die Zementmenge stets aus der jeweils verwendeten Rezeptur oder der Herstellerangabe des eingesetzten Trockenmörtels übernommen und nicht geschätzt werden. Bei werkseitig vorgemischten Trockenmörteln ist der Zementanteil in der Regel im technischen Merkblatt des Trockenmörtels selbst angegeben und lässt sich daraus für die Berechnung übernehmen.
Für die Praxis empfiehlt es sich, die benötigte Gesamtmenge vorab für die komplette Tagesmischung zu berechnen, statt bei jeder Charge einzeln nachzudosieren – so lässt sich eine gleichbleibende Wirkung über die gesamte Baustelle sicherstellen. Bei größeren Mengen oder mehreren Gewerken empfiehlt sich zusätzlich ein kleiner Sicherheitsaufschlag auf die berechnete Menge, um Verschnitt, Anhaftungen im Mischbehälter und geringfügige Dosierungenauigkeiten auszugleichen. Wird PCI Frostschutzmittel volumetrisch statt gravimetrisch dosiert, also über ein Dosiergefäß statt über eine Waage, ist zusätzlich die Dichte des Produkts laut technischem Merkblatt zu berücksichtigen, um von Litern auf Kilogramm umzurechnen.
Varianten / Gebinde
PCI Frostschutzmittel wird im Gebinde 5 Kg angeboten. Innerhalb der Produktfamilie bauchemischer Zusatzmittel für zementgebundenen Mörtel und Beton werden üblicherweise drei Wirkrichtungen unterschieden: frostschützende Varianten für die kalte Jahreszeit, beschleunigende Varianten – häufig auch als Stellmittel bezeichnet – für rasche Belastbarkeit sowie verzögernde Varianten für verlängerte Verarbeitungszeiten. Je nach Hersteller werden diese Wirkrichtungen als eigenständige Produkte oder als unterschiedlich eingestellte Varianten derselben Produktlinie angeboten.
In der Darreichungsform unterscheiden sich die am Markt verfügbaren Zusatzmittel zwischen Flüssigkonzentraten, die in Kanistern unterschiedlicher Größe abgefüllt sind, und pulverförmigen Produkten, die in Beuteln oder Säcken angeboten werden. Flüssige Zusatzmittel lassen sich in der Regel einfacher exakt dosieren und direkt ins Anmachwasser einrühren, während pulverförmige Varianten häufig bereits werkseitig auf bestimmte Trockenmörtel abgestimmt sind. Welche Gebindegröße und Darreichungsform für PCI Frostschutzmittel vorgesehen ist, entnehmen Sie bitte der Produktverpackung sowie dem technischen Merkblatt.
Für kleinere Reparaturarbeiten oder Fugenarbeiten im Garten- und Tiefbau reichen häufig kleinere Gebindegrößen aus, während auf größeren Baustellen mit durchgängigem Mischbetrieb größere Gebinde wirtschaftlicher sind, da sie den Verpackungsanteil pro Kilogramm reduzieren und seltener nachbestellt werden müssen. Bei der Auswahl der passenden Gebindegröße empfiehlt es sich, den voraussichtlichen Gesamtbedarf der Baustelle anhand der im Abschnitt „Verbrauch & Mengenberechnung“ beschriebenen Formel vorab zu ermitteln, um weder unnötig viel Material anzubrechen noch während der Arbeiten nachbestellen zu müssen.
Vergleich zu verwandten Produkten
Frostschutzmittel, Beschleuniger und Verzögerer verfolgen alle das Ziel, das Erhärtungsverhalten von Zementmörtel oder Beton zu steuern, unterscheiden sich jedoch grundlegend in Wirkrichtung und typischem Einsatzzweck. Die folgende Tabelle stellt die drei Produktarten gegenüber und hilft bei der Auswahl des passenden Zusatzmittels für die jeweilige Baustellensituation.
| Produktart | Wirkung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Frostschutzmittel | Unterstützt die Zementhydratation und Erhärtung bei niedrigen Temperaturen, mindert das Risiko von Frostschäden am frischen Bauteil | Bauarbeiten in der kalten Jahreszeit, Baustellen mit unbeheizten Bereichen |
| Stellmittel/Beschleuniger | Beschleunigt das Ansteifen und die Entwicklung der Frühfestigkeit | Enge Zeitfenster, Reparaturarbeiten, rasche Belastbarkeit gefordert |
| Verzögerer | Verlängert die offene Verarbeitungszeit, ohne die Endfestigkeit zu mindern | Große Mischchargen, lange Transportwege, warme Witterung, Pumpbetrieb |
In der Praxis überschneiden sich die Einsatzsituationen mitunter: Bei kalter Witterung und gleichzeitig langen Transportwegen kann beispielsweise eine Kombination aus Frostschutz- und Verzögerungswirkung sinnvoll erscheinen. Solche Kombinationen sollten jedoch grundsätzlich nicht ohne ausdrückliche Freigabe des Herstellers vorgenommen werden, da sich Zusatzmittel unterschiedlicher Wirkrichtung in ihrer Wirkung gegenseitig aufheben oder unerwünscht verstärken können. Wer sich unsicher ist, welche Wirkrichtung für das eigene Vorhaben passend ist, orientiert sich an der vorherrschenden Außentemperatur (Frostschutz), am verfügbaren Zeitfenster bis zur nötigen Belastbarkeit (Beschleuniger) sowie an der Chargengröße und den Wegezeiten auf der Baustelle (Verzögerer). PCI Frostschutzmittel deckt dabei die für seine jeweilige Variante beschriebene Wirkrichtung ab; die genaue Zuordnung ist der Produktbezeichnung und dem technischen Merkblatt zu entnehmen. Im Zweifel gilt: Lieber vorab eine kleine Probemischung ansetzen und deren Verhalten beobachten, als auf der laufenden Baustelle eine falsch gewählte Wirkrichtung zu korrigieren.
Sicherheit & Lagerung
PCI Frostschutzmittel ist trocken, kühl und in der gut verschlossenen Originalverpackung zu lagern, geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit und Frost. Insbesondere flüssige Zusatzmittel können bei Frosteinwirkung während der Lagerung ihre Wirksamkeit verlieren oder ausfallen; pulverförmige Produkte reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit und können verklumpen. Angebrochene Gebinde sollten möglichst zeitnah verbraucht werden, da sich Wirkstoffkonzentration und Wirksamkeit über eine längere Lagerzeit verändern können.
Beim Umgang mit PCI Frostschutzmittel sind grundsätzlich Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille zu tragen, da bauchemische Zusatzmittel je nach Konzentration reizend oder hautreizend wirken können. Hautkontakt, Augenkontakt und Kontakt mit Kleidung sind zu vermeiden. Weitere produktspezifische Sicherheitshinweise, Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie Angaben zu Gefahrenklassen entnehmen Sie bitte dem Sicherheitsdatenblatt des Herstellers. PCI Frostschutzmittel ist außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren und nicht in Lebensmittelbehältern zu lagern oder umzufüllen.
Für den Transport größerer Mengen sind gegebenenfalls zusätzliche Kennzeichnungs- und Gefahrgutvorschriften zu beachten; die entsprechenden Angaben zu Transportklasse und Kennzeichnung sind ebenfalls dem Sicherheitsdatenblatt von PCI Frostschutzmittel zu entnehmen. Reste und leere Gebinde sind nicht über den Hausmüll, sondern entsprechend den örtlichen Entsorgungsvorschriften zu entsorgen.
Häufige Fragen
Was ist PCI Frostschutzmittel und wofür wird es verwendet?
PCI Frostschutzmittel ist ein bauchemisches Zusatzmittel, das dem Anmachwasser oder der Trockenmischung von Zementmörtel und Beton beigegeben wird, um deren Erhärtungsverhalten gezielt zu steuern – je nach Variante frostschützend, beschleunigend oder verzögernd.
Ist PCI Frostschutzmittel ein eigenständiger Anstrich oder eine Farbe?
Nein, PCI Frostschutzmittel ist kein Anstrich und keine Farbe, sondern ein Additiv, das anderen zementgebundenen Baustoffen in geringer Menge beigemischt wird und selbst keine sichtbare Oberflächenschicht bildet.
Wie wird PCI Frostschutzmittel dosiert?
PCI Frostschutzmittel wird in Prozent vom Zementgewicht dosiert, nicht vom Gesamtgewicht der Mischung. Die genaue Dosierrate ist dem technischen Merkblatt des Produkts zu entnehmen, ebenso Hinweise zu einer eventuell erforderlichen Mindest- oder Höchstdosierung.
Kann PCI Frostschutzmittel bei Frost verwendet werden?
Ob PCI Frostschutzmittel für den Einsatz bei Frost geeignet ist, hängt von der jeweiligen Produktvariante ab. Frostschützend eingestellte Varianten sind für Kälteeinsatz vorgesehen; die angegebenen Mindesttemperaturen und Einsatzgrenzen entnehmen Sie bitte dem technischen Merkblatt.
Wird PCI Frostschutzmittel ins Anmachwasser oder in die Trockenmischung gegeben?
Je nach Darreichungsform kann PCI Frostschutzmittel sowohl im Anmachwasser gelöst als auch direkt in die Trockenmischung eingearbeitet werden; die passende Zugabeart ist dem technischen Merkblatt zu entnehmen.
Wie berechne ich die benötigte Menge PCI Frostschutzmittel?
Die benötigte Menge ergibt sich aus der Formel Zementmenge (kg) multipliziert mit der Dosierrate laut technischem Merkblatt (%) geteilt durch 100. Die Zementmenge entnehmen Sie der verwendeten Rezeptur oder der Herstellerangabe des Trockenmörtels.
Wie lange ist ein angebrochenes Gebinde PCI Frostschutzmittel haltbar?
Ein angebrochenes Gebinde PCI Frostschutzmittel sollte trocken und dicht verschlossen gelagert und möglichst zeitnah verbraucht werden, da sich die Wirksamkeit über eine längere Lagerzeit verändern kann.
Kann ich PCI Frostschutzmittel mit anderen Zusatzmitteln kombinieren?
Eine Kombination von PCI Frostschutzmittel mit anderen Zusatzmitteln sollte nicht ohne ausdrückliche Freigabe des Herstellers erfolgen, da sich unterschiedliche Wirkrichtungen gegenseitig beeinflussen oder aufheben können.
Welche Schutzausrüstung sollte ich beim Umgang mit PCI Frostschutzmittel tragen?
Beim Umgang mit PCI Frostschutzmittel sollten Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille getragen werden, da bauchemische Zusatzmittel je nach Konzentration reizend wirken können; weitere Hinweise liefert das Sicherheitsdatenblatt.
Für welche Baustoffe eignet sich PCI Frostschutzmittel?
PCI Frostschutzmittel eignet sich für zementgebundene Baustoffe wie Mauermörtel, Putzmörtel, Estrich und Beton; für kalk- oder gipsgebundene Systeme ist die Eignung gesondert laut technischem Merkblatt zu prüfen.
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