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Bodenfarben & Beschichtungen
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Betonfarben und Beschichtungen – unsere Auswahl
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Schritt-für-Schritt-Anleitung
So beschichten Sie den Boden
Eine dauerhaft belastbare Bodenbeschichtung steht und fällt mit der Vorbereitung. Mit diesen vier Schritten beschichten Sie Ihren Boden fachgerecht und erzielen ein gleichmäßiges, strapazierfähiges Ergebnis.
Untergrund reinigen und prüfen
Reinigen Sie den Boden gründlich und entfernen Sie Öl, Fett, alte Beschichtungsreste und losen Zement. Fräsen oder schleifen Sie glatte oder verunreinigte Stellen an, damit die Oberfläche griffig wird, und saugen Sie den Staub restlos ab. Prüfen Sie die Tragfähigkeit mit einer Kratz- oder Ritzprobe und messen Sie die Restfeuchte mit einem CM-Gerät. Der zulässige Feuchtegehalt und die Mindestdruckfestigkeit stehen im technischen Merkblatt. Reparieren Sie Risse und Löcher vor dem nächsten Schritt.
Boden grundieren
Tragen Sie die Grundierung gleichmäßig mit Rolle oder Flächenstreicher auf und arbeiten Sie sie in offenporige Untergründe satt ein, damit keine Pfützen stehen bleiben. Die Grundierung bindet Reststaub, verfestigt den Untergrund und sichert die Haftung der späteren Beschichtung. Bei stark saugenden Böden kann ein zweiter Auftrag nötig sein. Halten Sie Verbrauchsmenge und Verdünnung laut technischem Merkblatt ein. Lassen Sie die vorgeschriebene Trockenzeit ablaufen, bevor Sie mit dem Beschichten beginnen.
Beschichtung auftragen
Rühren Sie das Material gründlich auf; bei einem 2K-System mischen Sie Stammkomponente und Härter im vorgegebenen Verhältnis exakt an und beachten Sie die begrenzte Topfzeit. Gießen Sie die Beschichtung in Bahnen aus und verteilen Sie sie zügig mit Rakel oder Rolle, nass in nass, um Ansätze zu vermeiden. Entlüften Sie selbstverlaufende Systeme mit der Stachelwalze. Halten Sie Schichtdicke, Mischungsverhältnis und Verarbeitungstemperatur laut technischem Merkblatt ein. Arbeiten Sie zügig und mit ausreichend Personal an großen Flächen.
Aushärten und versiegeln
Lassen Sie die Beschichtung staubgeschützt und zugfrei aushärten; die begehbare und die voll belastbare Aushärtezeit entnehmen Sie dem technischen Merkblatt. Möchten Sie eine rutschhemmende Oberfläche, streuen Sie in die noch frische Schicht Quarzsand ein und versiegeln Sie nach dem Ablüften mit einer Deckversiegelung. Belasten Sie den Boden erst, wenn er vollständig durchgehärtet ist, damit die Chemikalien- und Abriebfestigkeit erreicht werden. Halten Sie in den ersten Tagen die vorgegebene Mindesttemperatur ein und lüften Sie ausreichend.
Was ist Betonfarbe – und wofür eignet sie sich?
Betonfarbe ist eine pigmentierte Beschichtung für mineralische Untergründe wie Beton, Zementestrich oder zementgebundene Spachtelmassen. Sie verschließt die offenporige Oberfläche, bindet Staub und schützt den Untergrund vor Abrieb, Feuchtigkeit und – je nach Produkt – auch vor Ölen und Reinigungsmitteln. Gleichzeitig entsteht eine geschlossene, deutlich leichter zu reinigende Fläche. Typische Einsatzbereiche sind:
- Garagenböden, die durch Reifen, Streusalz und Öltropfen stark beansprucht werden
- Kellerböden und Hauswirtschaftsräume, in denen Staubfreiheit und Reinigungsfähigkeit im Vordergrund stehen
- Balkone und Terrassen – hier nur mit Produkten, die ausdrücklich für den Außenbereich ausgewiesen sind
- Werkstätten und Industrieböden mit hoher mechanischer Belastung durch Geräte, Regale oder Flurförderzeuge
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Produktgruppen: 1K-Betonfarben (einkomponentig, meist auf Acrylat- oder Polyurethan-Basis, häufig wasserverdünnbar) und 2K-Beschichtungen auf Epoxidharz-Basis, bei denen Stammkomponente und Härter vor der Verarbeitung gemischt werden. 1K-Produkte sind einfacher zu verarbeiten und für normal beanspruchte Flächen eine gute Wahl. 2K-Epoxidharzbeschichtungen härten chemisch aus und erreichen eine deutlich höhere Abrieb- und Chemikalienbeständigkeit – sie gelten als Standard für befahrene Garagen und gewerblich genutzte Böden. Farblich dominieren Grautöne wie Kiesel- oder Lichtgrau; viele Betonfarben lassen sich darüber hinaus im Wunschfarbton nach RAL oder NCS anmischen.
| Kriterium | 1K-Betonfarbe | 2K-Epoxidharzbeschichtung |
|---|---|---|
| Verarbeitung | direkt aus dem Gebinde, kein Mischen | Mischen von Harz und Härter, begrenzte Topfzeit |
| Abriebfestigkeit | gut für begangene Flächen | sehr hoch, auch für befahrene Flächen |
| Beständigkeit | Wasser, übliche Haushaltsreiniger | zusätzlich Öl, Benzin und viele Chemikalien (produktabhängig) |
| Typischer Einsatz | Keller, Lager, Abstellräume | Garage, Werkstatt, Industrieboden |
Betonfarbe auswählen und richtig anwenden: die wichtigsten Punkte
Ob die Beschichtung dauerhaft hält, entscheidet sich weniger am Farbton als am Untergrund und an der sauberen Verarbeitung. Die folgenden drei Punkte sollten Sie vor dem Kauf klären.
Untergrund prüfen und vorbereiten
Beton muss tragfähig, trocken, sauber und frei von Öl, Fett und Trennmitteln sein. Lose Altbeschichtungen, Zementschlämme und Sinterschichten werden abgeschliffen oder abgefräst, damit sich die neue Beschichtung im Untergrund verankern kann. Ein einfacher Test: Kleben Sie ein Stück Klebeband fest auf den Boden und reißen Sie es ab – bleiben Sandkörner oder Reste der Altbeschichtung daran hängen, ist eine gründlichere Vorbereitung nötig. Neue Betonflächen sollten vor der Beschichtung ausreichend ausgehärtet sein – üblich sind mehrere Wochen; die genaue Wartezeit und die zulässige Restfeuchte nennt das technische Merkblatt des jeweiligen Produkts. Auf saugenden oder leicht sandenden Flächen sorgt eine zum System passende Grundierung für gleichmäßige Saugfähigkeit und verbesserte Haftung. Bei erdberührten Kellerböden sollten Sie vorab klären, ob Feuchtigkeit von unten ansteht – hier sind nicht alle Beschichtungen geeignet.
Verarbeitung: Werkzeug, Schichtaufbau, Klima
Betonfarbe wird in der Regel mit einer kurzflorigen, lösemittelbeständigen Rolle in zwei Schichten aufgetragen; Ecken und Ränder streichen Sie mit dem Pinsel vor. Bei 2K-Produkten mischen Sie Stammkomponente und Härter exakt im angegebenen Verhältnis und verarbeiten die Mischung innerhalb der Topfzeit – danach beginnt das Material im Gebinde auszuhärten. Achten Sie auf die im Merkblatt genannten Verarbeitungstemperaturen für Luft und Untergrund und lüften Sie während der Trocknung gut. Für Rampen oder häufig nasse Bereiche kann die frische Beschichtung mit Quarzsand abgestreut werden, um eine rutschhemmende Oberfläche zu erhalten. Die Wartezeit zwischen den Anstrichen sowie die Zeit bis zur Begehbarkeit und vollen Belastbarkeit entnehmen Sie ebenfalls dem technischen Merkblatt.
Verbrauch und Menge kalkulieren
Der Verbrauch hängt von Saugfähigkeit und Rauheit des Betons ab; als Orientierung nennen viele Merkblätter Werte im Bereich von etwa 150 bis 250 ml pro Quadratmeter und Anstrich. Für eine 30 m² große Garage mit zwei Anstrichen ergibt das überschlägig 9 bis 15 Liter. Planen Sie eine kleine Reserve für Ausbesserungen ein und rechnen Sie bei stark saugendem Untergrund die Grundierung hinzu. Wenn Sie unsicher sind, welches System und welche Menge zu Ihrer Fläche passen, beraten wir Sie im Fachgeschäft in Hamburg-Bahrenfeld oder telefonisch unter 040 897 562 82 – viele Betonfarben mischen wir zudem im Wunschfarbton nach RAL oder NCS.
Unsicher bei der Auswahl? Wir beraten Sie persönlich.
Fachberatung vom Farben-Fachhandel Hamburg — telefonisch, per WhatsApp oder direkt im Malerfachgeschäft (Bahrenfelder Chaussee 80, 22761 Hamburg).
Gut zu wissen
Häufige Fragen: Betonfarbe
01Welche Betonfarbe eignet sich für den Garagenboden?
Für befahrene Garagen empfehlen sich 2K-Epoxidharzbeschichtungen: Sie sind sehr abriebfest, lassen sich gut reinigen und sind laut technischem Merkblatt meist beständig gegen Öl sowie gegen die Weichmacher warmer Autoreifen. 1K-Betonfarben genügen, wenn die Garage vor allem als Lager- oder Abstellfläche dient. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob das Produkt ausdrücklich für befahrene Flächen freigegeben ist, und bereiten Sie den Untergrund gründlich vor.
02Brauche ich vor dem Streichen eine Grundierung auf Beton?
In den meisten Fällen ja: Beton ist saugfähig und oft leicht sandend. Eine zum Beschichtungssystem passende Grundierung bindet Staub, gleicht die Saugfähigkeit aus und verbessert die Haftung der Betonfarbe deutlich. Ob eine Grundierung bei Ihrem Produkt zwingend erforderlich ist und welche geeignet ist, entnehmen Sie dem technischen Merkblatt – bei 2K-Systemen wird häufig eine Epoxidharz-Grundierung desselben Herstellers empfohlen.
03Was ist besser für den Kellerboden: 1K-Betonfarbe oder 2K-Beschichtung?
Für normal genutzte Keller- und Abstellräume reicht eine 1K-Betonfarbe meist aus – sie ist einfacher zu verarbeiten und günstiger. Wird der Raum stark beansprucht oder als Werkstatt genutzt, lohnt sich eine 2K-Epoxidharzbeschichtung. Wichtig bei erdberührten Böden: Steht Feuchtigkeit von unten an, sind nicht alle Systeme geeignet. Im Zweifel beraten wir Sie persönlich unter 040 897 562 82.
04Wie viel Betonfarbe brauche ich für 30 m²?
Als Orientierung nennen viele technische Merkblätter einen Verbrauch von etwa 150 bis 250 ml pro Quadratmeter und Anstrich, abhängig von Saugfähigkeit und Rauheit des Untergrunds. Bei zwei Anstrichen auf 30 m² entspricht das überschlägig 9 bis 15 Litern. Planen Sie eine kleine Reserve ein und prüfen Sie den konkreten Wert Ihres Produkts vor dem Kauf im Merkblatt.
05Kann ich Betonfarbe auch auf Balkon oder Terrasse verwenden?
Nur, wenn das Produkt ausdrücklich für den Außenbereich ausgewiesen ist: Die Beschichtung muss UV-beständig, wetterfest und frostbeständig sein. Bei Balkonen ist zudem der Aufbau entscheidend – auf Abdichtungen oder dauerhaft feuchte Untergründe darf nicht jede Betonfarbe aufgebracht werden. Prüfen Sie das technische Merkblatt oder lassen Sie sich vorab zu einem geeigneten System für Ihre Fläche beraten.
06Wie lange muss Betonfarbe trocknen, bevor der Boden belastbar ist?
Das ist produktabhängig: Viele Betonfarben sind laut technischem Merkblatt nach etwa 12 bis 24 Stunden begehbar. Die volle mechanische und chemische Belastbarkeit – etwa für das Befahren mit dem Auto – erreichen insbesondere 2K-Epoxidharzbeschichtungen oft erst nach mehreren Tagen Durchhärtung. Halten Sie die angegebenen Zeiten unbedingt ein, sonst leiden Haftung und Oberflächenhärte.
