Produktbeschreibung
PCI Quarzsand DM 1-4 ist ein mineralischer Quarzsand bzw. Zuschlagstoff auf Quarzbasis, der als rutschhemmende Einstreuung für Bodenbeschichtungen sowie als körniger Zuschlagstoff für Mörtel, Vergussmassen, Fugenmörtel und Estriche eingesetzt wird. Der Sand besteht überwiegend aus Siliziumdioxid (SiO₂) und wird für die Verwendung im Bauwesen gewaschen, getrocknet und nach Korngröße klassiert (gesiebt), sodass eine gleichmäßige, definierte Körnung entsteht. PCI Quarzsand DM 1-4 ist keine Farbe, kein Anstrichmittel und kein Bindemittel, sondern ein rein mineralischer Baustoff, der erst im Verbund mit einem Bindemittel – etwa Epoxidharz, Polyurethanharz oder Zementmörtel – seine eigentliche Wirkung entfaltet.
Quarzsand für Bauanwendungen stammt in der Regel aus Natursand- oder Sandsteinvorkommen und wird durch Waschen, Trocknen und mehrfaches Sieben von Ton-, Schluff- und Fremdanteilen befreit. Dieser Aufbereitungsprozess unterscheidet Bau-Quarzsand deutlich von ungewaschenem Rohsand, wie er beispielsweise als einfacher Füllsand verwendet wird, und ist die Voraussetzung für eine zuverlässige, reproduzierbare Verarbeitung in Bindemittelsystemen.
In der Praxis wird zwischen zwei grundsätzlichen Einsatzweisen unterschieden: zum einen als Einstreumaterial, das nass in nass auf eine frisch aufgetragene, noch klebrige Beschichtung gestreut wird und dort für dauerhafte Rutschhemmung sorgt, zum anderen als Zuschlagstoff, der bereits vor der Verarbeitung in ein Bindemittel eingerührt oder eingemischt wird, um Konsistenz, Kornstruktur und Festigkeit des ausgehärteten Materials gezielt zu beeinflussen. Aufgrund seiner chemischen Neutralität, hohen Härte und Witterungsbeständigkeit hat sich Quarzsand als Standardzuschlag im Bodenbau, Fugenbau und in der Bautenschutzbeschichtung etabliert. PCI Quarzsand DM 1-4 wird im Gebinde 25 Kg geliefert.
Einsatzbereiche
PCI Quarzsand DM 1-4 kommt überall dort zum Einsatz, wo Oberflächen rutschfest, tragfähig oder strukturiert ausgeführt werden müssen. Die drei wichtigsten Anwendungsfelder sind die Einstreuung in Epoxidharz- und Polyurethanbeschichtungen, die Verwendung als Zuschlagstoff in zementären und reaktionsharzgebundenen Mörteln sowie der gezielte Einsatz zur Herstellung rutschhemmender Oberflächen in Innen- und Außenbereichen. Da Quarzsand rein mineralisch und weitgehend chemisch neutral ist, eignet er sich sowohl für Innenanwendungen mit hohen Anforderungen an Sauberkeit und Optik als auch für stark beanspruchte, witterungsexponierte Außenflächen.
Einstreuung in Epoxidharz- und PU-Bodenbeschichtungen
In Werkstätten, Industriehallen, Lagerräumen, Parkhäusern, Kellern, Balkonen und Terrassen mit reaktionsharzgebundenen Beschichtungssystemen wird PCI Quarzsand DM 1-4 nass in nass in die frisch aufgetragene Grundbeschichtung eingestreut. Dadurch entsteht eine griffige, rutschhemmende Oberflächenstruktur, die auch bei Nässe, Öl- oder Fettfilmen einen sichereren Stand ermöglicht als eine glatte Beschichtung ohne Einstreuung. Nach dem vollständigen Aushärten wird die eingestreute Fläche in der Regel mit einer transparenten Versiegelung überzogen, die den eingebundenen Sand dauerhaft fixiert und die Fläche zusätzlich reinigungsfreundlich macht. Besonders in gewerblich genutzten Bereichen mit Stapler-, Hubwagen- oder Fahrzeugverkehr trägt die Einstreuung außerdem zu einer erhöhten Abriebfestigkeit der Beschichtungsoberfläche bei.
Zuschlagstoff für Mörtel, Vergussmassen und Estrich
Als Zuschlag wird PCI Quarzsand DM 1-4 in Fugenmörtel für Pflaster- und Plattenbeläge, in Vergussmassen für Naturstein- und Betonwerksteinverlegung sowie in Estrichmischungen eingesetzt. Der Sand sorgt für eine definierte Kornverteilung, verbessert die Verarbeitbarkeit des Mischguts und trägt zur mechanischen Festigkeit und Formstabilität des ausgehärteten Materials bei. Auch beim Verfugen von Naturstein- oder Betonplatten mit wasserdurchlässigen Fugenmörteln übernimmt der Sand eine wichtige Funktion, da er die Kornstruktur der Fuge und damit ihre Wasserdurchlässigkeit maßgeblich mitbestimmt. Typische Einsatzorte sind Terrassen, Wege, Einfahrten, Hofflächen und der klassische Garten- und Landschaftsbau. Da die Kornverteilung direkten Einfluss auf Verarbeitbarkeit und Endfestigkeit hat, geben viele Mörtel- und Vergussmassenhersteller in ihren technischen Merkblättern eine empfohlene Körnungsklasse für den optimalen Zuschlag vor.
Rutschhemmende Oberflächen im Innen- und Außenbereich
Überall dort, wo Personen- oder Fahrzeugverkehr auf glatten, beschichteten Flächen stattfindet, reduziert eine Einstreuung mit PCI Quarzsand DM 1-4 die Rutschgefahr spürbar. Das betrifft insbesondere Fluchtwege, Rampen, Treppenpodeste, Balkone, Terrassen, gewerbliche Küchen, Sanitär- und Nassbereiche sowie Freiflächen mit erhöhtem Nässe- oder Laubaufkommen. Die tatsächlich erzielte Rutschhemmstufe hängt von der eingesetzten Körnung, der Einstreumenge und dem verwendeten Beschichtungssystem ab und ist im technischen Merkblatt des jeweiligen Systems dokumentiert. In öffentlichen und gewerblichen Gebäuden ist eine ausreichende Rutschhemmung häufig auch aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht relevant, etwa auf Fluchtwegen oder in Bereichen mit erhöhter Unfallgefahr; die konkreten Anforderungen richten sich nach den jeweils geltenden berufsgenossenschaftlichen bzw. baurechtlichen Vorgaben.
Weitere Einsatzfelder
Darüber hinaus wird PCI Quarzsand DM 1-4 als dekorativer und funktionaler Zuschlag in Sichtestrichen, als Sandbett für Pflasterarbeiten und als Füllstoff für Fugen im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt. Wegen seiner mineralischen, chemisch weitgehend inerten Zusammensetzung ist der Sand gegenüber den meisten gängigen Baustoffen unkritisch und daher vielseitig mit unterschiedlichen Bindemittelsystemen kombinierbar. Auch im Hobby- und Heimwerkerbereich wird Quarzsand gerne für kleinere Ausbesserungsarbeiten an Garagenböden, Kellerräumen oder Werkstattböden eingesetzt, bei denen eine einfache, robuste und rutschsichere Oberfläche gewünscht ist.
Eigenschaften & Vorteile
Die Qualität eines Quarzsands für den Bodenbau bemisst sich vor allem an Reinheit, Kornform und Gleichmäßigkeit der Körnung. PCI Quarzsand DM 1-4 wird gewaschen, getrocknet und klassiert, damit von Charge zu Charge ein reproduzierbares Verarbeitungsergebnis entsteht. Neben der reinen Optik beeinflussen diese Faktoren auch, wie gut sich der Sand mit dem jeweiligen Bindemittel verbindet und wie gleichmäßig die spätere Oberfläche ausfällt.
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Material | Mineralischer Quarzsand (überwiegend Siliziumdioxid, SiO₂) |
| Körnung | Fein, mittel oder grob – genaue Kornbandbreite laut Produktbezeichnung bzw. technischem Merkblatt |
| Kornform | Gerundet bis kantig, abhängig von Herkunft und Aufbereitung |
| Farbe | Naturfarben (weißlich bis gelblich-beige), keine künstliche Einfärbung |
| Reinheit | Hoher SiO₂-Gehalt, gewaschen und getrocknet, Details laut technischem Merkblatt |
| Härte | Quarz zählt mit einer Mohshärte von 7 zu den härteren gesteinsbildenden Mineralien |
| Feuchtigkeit | Trocken und rieselfähig aufbereitet |
| Chemische Beständigkeit | Weitgehend inert gegenüber Bindemitteln, Ölen und den meisten gängigen Baustoffchemikalien |
- Konstante Körnung — sorgt für ein gleichmäßiges, reproduzierbares Ergebnis in Mörtel, Vergussmasse und Einstreuung.
- Hohe Reinheit — gewaschener, getrockneter Quarzsand ohne störende Fein- oder Fremdanteile.
- Gute Rieselfähigkeit — lässt sich einfach dosieren, einstreuen und gleichmäßig verteilen.
- Hohe mechanische Härte — Quarz ist witterungsbeständig und widerstandsfähig gegen Abrieb.
- Erhöhte Rutschhemmung — in Verbindung mit Beschichtungssystemen entsteht eine griffige, trittsichere Oberfläche.
- Vielseitig kombinierbar — chemisch weitgehend neutral gegenüber gängigen Bindemitteln und Mörtelsystemen.
Diese Eigenschaften machen PCI Quarzsand DM 1-4 zu einem verlässlichen Baustoff für Anwendungen, bei denen es auf ein gleichbleibendes Ergebnis über die gesamte Projektfläche ankommt – von der kleinen Ausbesserung bis zur großflächigen gewerblichen Bodenbeschichtung.
Verarbeitung & Anwendung
PCI Quarzsand DM 1-4 wird je nach Einsatzzweck entweder in ein Bindemittel eingearbeitet oder auf eine frische Beschichtung eingestreut. Beide Verfahren folgen einem klaren Ablauf, der die Verarbeitungszeit (Topfzeit) des jeweils verwendeten Bindemittels berücksichtigen muss. Grundsätzlich gilt: Je sorgfältiger die Vorarbeiten – von der Untergrundvorbereitung bis zur Materialaufbereitung – ausgeführt werden, desto gleichmäßiger und dauerhafter fällt das spätere Ergebnis aus.
Einstreuen in eine frische Beschichtung
Für die rutschhemmende Einstreuung wird zunächst die Grundbeschichtung (z. B. eine Epoxidharz- oder Polyurethanbeschichtung) gemäß den Vorgaben des Beschichtungsherstellers vollflächig aufgetragen. Solange die Schicht noch frisch und klebrig ist – nass-in-nass, innerhalb des im technischen Merkblatt des Beschichtungssystems angegebenen Zeitfensters –, wird PCI Quarzsand DM 1-4 von Hand oder mit geeigneten Streugeräten gleichmäßig eingestreut. Für eine rein dekorative Wirkung genügt eine leichte, lockere Einstreuung; für eine spürbare Rutschhemmung wird bis zur optischen Sättigung eingestreut, sodass die Beschichtung vollständig mit Sand bedeckt ist. Nach dem vollständigen Aushärten der Grundschicht wird die Fläche mit einer transparenten Versiegelung überzogen, die den eingebundenen Sand dauerhaft fixiert.
Einarbeiten in Mörtel, Vergussmasse oder Estrich
Beim Einsatz als Zuschlagstoff wird das jeweilige Bindemittel – Zementmörtel, Reaktionsharzmörtel oder Vergussmasse – zunächst gemäß Herstellervorgabe angemischt. PCI Quarzsand DM 1-4 wird anschließend portionsweise und unter kontinuierlichem Mischen zugegeben, bis eine homogene, klumpenfreie Masse ohne trockene Sandnester entsteht. Das fertige Mischgut muss innerhalb der angegebenen Topfzeit verarbeitet werden, da vor allem reaktionsharzgebundene Systeme nach Ablauf dieser Zeit nicht mehr fehlerfrei verarbeitbar sind. Wie bei den meisten mineralischen und reaktionsharzgebundenen Baustoffen beeinflussen Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit die Verarbeitungszeit sowie das Aushärteverhalten des jeweiligen Bindemittels. Die vom Hersteller des Bindemittels angegebenen Temperatur- und Feuchtigkeitsgrenzen für Untergrund, Material und Raumklima sind daher unbedingt zu beachten, damit PCI Quarzsand DM 1-4 zuverlässig einbindet und die gewünschte Oberflächenstruktur entsteht.
Überschuss entfernen
Nach dem vollständigen Aushärten wird loser, nicht gebundener Sandüberschuss vor dem Auftrag der Versiegelung oder vor der weiteren Nutzung der Fläche gründlich entfernt – üblicherweise durch Kehren, Bürsten oder Absaugen mit einem Industriesauger. Nur so haftet die Versiegelung vollflächig und gleichmäßig auf der eingestreuten Schicht.
Reinigung
Werkzeuge, Mischbehälter und Streugeräte sollten unmittelbar nach der Verarbeitung gereinigt werden, solange anhaftende Bindemittelreste noch nicht ausgehärtet sind. Reiner, nicht mit Bindemittel vermischter Quarzsand lässt sich trocken abkehren oder absaugen; bereits ausgehärtete Reaktionsharzreste sind in der Regel nur noch mechanisch zu entfernen.
Verbrauch & Mengenberechnung
Der tatsächliche Materialbedarf von PCI Quarzsand DM 1-4 hängt stark davon ab, ob der Sand eingestreut oder in ein Bindemittel eingemischt wird, sowie von der gewünschten Rutschhemmstufe und dem verwendeten System.
Für die Einstreuung gilt als Grundformel: Benötigte Menge (kg) = Fläche (m²) × Verbrauch (kg/m²). Der konkrete Verbrauch pro Quadratmeter ist abhängig vom gewählten Beschichtungssystem und der angestrebten Rutschhemmstufe und ist dem technischen Merkblatt des jeweiligen Beschichtungssystems zu entnehmen. Als grobe Orientierung gilt: Eine leichte, dekorative Einstreuung benötigt spürbar weniger Material als eine Einstreuung bis zur vollständigen Sättigung der Oberfläche, wie sie für hohe Rutschhemmstufen üblich ist.
Für den Einsatz als Zuschlagstoff gilt: Benötigte Menge (kg) = Gesamtmenge des Mischguts × Zuschlagsanteil (%). Der Zuschlagsanteil richtet sich nach dem Mischungsverhältnis, das der Hersteller des jeweiligen Mörtel- oder Vergussmassesystems vorgibt und im technischen Merkblatt dokumentiert.
Zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf den tatsächlichen Verbrauch zählen neben der Körnung von PCI Quarzsand DM 1-4 auch die Saugfähigkeit des Untergrunds, die Schichtdicke der Grundbeschichtung sowie die gewählte Auftragsmethode. Aus diesem Grund kann derselbe Sand je nach Projekt unterschiedliche Verbrauchswerte ergeben, auch wenn die Körnung identisch ist. Für beide Anwendungsfälle empfiehlt sich vor der Ausführung auf großer Fläche eine Musterfläche von etwa 1 m², um den tatsächlichen Verbrauch, das optische Ergebnis und die gewünschte Rutschhemmung zu verifizieren, bevor das gesamte Gebinde 25 Kg verarbeitet wird. So lässt sich der Materialbedarf für die Gesamtfläche anschließend zuverlässig hochrechnen. Es empfiehlt sich, den tatsächlichen Verbrauch auf der Musterfläche zu dokumentieren, um bei größeren Projekten die benötigte Menge des Gebindes 25 Kg realistisch zu kalkulieren und Nachbestellungen zu vermeiden.
Varianten / Gebinde
Quarzsand für den Bodenbau wird in unterschiedlichen Körnungsklassen angeboten, die jeweils für unterschiedliche Anwendungen optimiert sind. Eine gängige, an DIN 4022 / DIN EN ISO 14688 angelehnte Orientierung unterscheidet Feinsand (bis ca. 0,2 mm), Mittelsand (ca. 0,2 bis 0,63 mm) und Grobsand (ca. 0,63 bis 2 mm); die exakte Körnung von PCI Quarzsand DM 1-4 ist der Produktbezeichnung bzw. dem technischen Merkblatt zu entnehmen.
- Feine Körnung — für dünnschichtige Einstreuungen, feine Fugenmörtel und Anwendungen mit hohem Anspruch an eine glatte, gleichmäßige Optik.
- Mittlere Körnung — der klassische Allrounder für rutschhemmende Einstreuungen und gängige Fugen- und Vergussmörtel.
- Grobe Körnung — für Drainmörtel, wasserdurchlässige Pflasterfugen und Anwendungen mit besonders hoher Rutschhemmung im Außenbereich.
Bei der Wahl der passenden Körnung empfiehlt es sich, zunächst den Zweck der Anwendung zu klären: Steht die Optik im Vordergrund, eignet sich meist eine feinere Körnung; steht die Rutschhemmung oder Wasserdurchlässigkeit im Vordergrund, ist in der Regel eine mittlere bis grobe Körnung die bessere Wahl. Im Zweifel gibt das technische Merkblatt des jeweiligen Bindemittel- oder Beschichtungssystems eine verbindliche Empfehlung. PCI Quarzsand DM 1-4 wird im Gebinde 25 Kg geliefert. Je nach Bedarf – vom kleinen Ausbesserungsprojekt bis zur großflächigen Bodenbeschichtung im gewerblichen Umfeld – stehen unterschiedliche Sackgrößen zur Verfügung, sodass sich sowohl Kleinmengen für Musterflächen als auch größere Mengen für durchgehende Flächen wirtschaftlich beschaffen lassen. Angaben zu Sackgröße und Gewicht des konkreten Gebindes entnehmen Sie bitte der Produktbezeichnung bzw. der Verpackung. Wer unsicher ist, welche Körnung für das eigene Projekt am besten geeignet ist, kann sich im Proma-Fachhandel in Hamburg persönlich beraten lassen oder die Empfehlung des jeweiligen Bindemittelherstellers heranziehen.
Vergleich zu verwandten Produkten
Nicht jede Körnung und nicht jedes Einstreumaterial eignet sich gleichermaßen für jede Anwendung. Die folgende Übersicht ordnet die gängigen Varianten nach Einsatzzweck und Wirkung ein und hilft bei der Auswahl des passenden Produkts.
| Variante | Typischer Einsatzzweck | Wirkung / Ergebnis |
|---|---|---|
| Quarzsand, feine Körnung | Dünnschichtige Vergussmassen, feine Fugenmörtel, dekorative Sichtestriche | Glatte, homogene Oberflächenoptik |
| Quarzsand, mittlere Körnung | Standard-Einstreuung für Epoxidharz-/PU-Böden, gängige Fugenmörtel | Ausgewogenes Verhältnis aus Optik und Rutschhemmung |
| Quarzsand, grobe Körnung | Drainmörtel, wasserdurchlässige Pflasterfugen, Außenbereiche | Hohe Wasserdurchlässigkeit, starke Rutschhemmung |
| Farbchips / Flakes (verwandtes Produkt) | Dekorative Flake-Böden mit Rutschhemmung | Mehrfarbiges Dekor kombiniert mit griffiger Oberfläche |
| Farbglitter (verwandtes Produkt) | Effektvolle Akzente in transparenten Versiegelungen | Optischer Glanzeffekt, geringe funktionale Rutschhemmung |
Für rein funktionale Rutschhemmung ohne besonderen Dekoranspruch ist naturfarbener Quarzsand in mittlerer bis grober Körnung meist die wirtschaftlichste und unauffälligste Lösung. Wird zusätzlich eine dekorative Optik gewünscht, kommen Farbchips oder eine Kombination aus Quarzsand und Farbglitter infrage. Für den Zuschlag in Mörtel, Vergussmasse und Estrich bleibt naturfarbener Quarzsand in der vom Systemhersteller vorgegebenen Körnung die Standardwahl, da Farbchips und Glitter dafür nicht konzipiert sind. Ein Blick in das technische Merkblatt des jeweils verwendeten Bindemittel- oder Beschichtungssystems gibt zusätzlich Aufschluss darüber, welche Körnungsklasse vom Hersteller für das gewünschte Ergebnis empfohlen wird. So lässt sich bereits vor Projektbeginn abschätzen, welche Variante von PCI Quarzsand DM 1-4 für das gewünschte Ergebnis technisch sinnvoll ist.
Sicherheit & Lagerung
Bei der Verarbeitung von PCI Quarzsand DM 1-4 steht der Schutz vor Staub im Vordergrund. Quarzsand besteht überwiegend aus kristallinem Siliziumdioxid; beim Schütten, Einrühren, Einstreuen sowie beim Abkehren von trockenem Sand kann feiner, lungengängiger (respirabler) Quarzstaub entstehen. Eine dauerhafte, ungeschützte Einatmung solcher Feinstäube gilt als gesundheitsschädlich und wird mit der Berufskrankheit Silikose in Verbindung gebracht. Deshalb sollte grundsätzlich in gut belüfteten Bereichen gearbeitet werden, staubarme Arbeitsweisen (z. B. leichtes Befeuchten, portionsweises Dosieren, geeignete Absaugung) sollten bevorzugt und geeigneter Atemschutz sollte getragen werden.
Beim Umgang mit trockenem Sand, insbesondere beim Kehren, Bürsten oder Absaugen von Überschuss, empfiehlt sich zusätzlich das Tragen einer Schutzbrille, da aufgewirbelter Staub die Augen reizen kann. Bei empfindlicher Haut oder längerem Hautkontakt können Schutzhandschuhe sinnvoll sein. Generell gilt: Je konsequenter Staub vermieden bzw. direkt an der Entstehungsstelle abgesaugt wird, desto geringer ist die Belastung für Verarbeiter und Umgebung. Auch beim Öffnen und Umfüllen größerer Gebinde kann kurzzeitig Staub aufgewirbelt werden; ein vorsichtiges, staubarmes Öffnen sowie das direkte Wiederverschließen nicht sofort benötigter Mengen reduziert die Staubbelastung zusätzlich.
Lagerung: PCI Quarzsand DM 1-4 sollte trocken, kühl und vor Feuchtigkeit geschützt gelagert werden, da feuchter Sand verklumpt und seine Rieselfähigkeit verliert. Angebrochene Gebinde sind nach Gebrauch sorgfältig wieder zu verschließen, um Nachfeuchtigkeit und Verschmutzung zu vermeiden. 25 Kg-Säcke sollten stehend und vor mechanischer Beschädigung geschützt gelagert werden. Weitere, produktspezifische Sicherheitshinweise entnehmen Sie bitte dem Sicherheitsdatenblatt bzw. dem Etikett des jeweiligen Gebindes.
Häufige Fragen
Ist PCI Quarzsand DM 1-4 eine Farbe zum Streichen?
Nein, PCI Quarzsand DM 1-4 ist keine Farbe, sondern ein mineralischer Quarzsand bzw. Zuschlagstoff, der eingestreut oder in ein Bindemittel eingemischt wird und erst im Zusammenspiel mit diesem Bindemittel seine Wirkung entfaltet.
Was ist der Unterschied zwischen Quarzsand und Farbchips als Einstreumaterial?
Quarzsand ist naturfarben und wird vor allem für funktionale Rutschhemmung eingesetzt, während Farbchips zusätzlich ein farbiges, mehrfarbiges Dekor auf der Bodenfläche erzeugen und häufig aus Kunstharz statt aus Mineral bestehen.
Wie viel PCI Quarzsand DM 1-4 benötige ich für meinen Mörtel oder meine Vergussmasse?
Der benötigte Zuschlagsanteil richtet sich nach dem Mischungsverhältnis des jeweiligen Systems und ist im technischen Merkblatt des Bindemittelherstellers angegeben; eine pauschale Zahl lässt sich ohne diese Systemangabe nicht seriös nennen.
Wie streue ich PCI Quarzsand DM 1-4 richtig auf eine Epoxidharzbeschichtung ein?
Der Sand wird nass-in-nass in die noch frische, klebrige Grundbeschichtung eingestreut – leicht für ein dekoratives Ergebnis oder bis zur Sättigung, wenn eine hohe Rutschhemmung erzielt werden soll.
Muss der überschüssige Sand nach dem Aushärten entfernt werden?
Ja, loser Sandüberschuss wird nach dem vollständigen Aushärten der Beschichtung durch Kehren, Bürsten oder Absaugen entfernt, bevor die abschließende Versiegelung aufgetragen wird.
Kann PCI Quarzsand DM 1-4 auch im Außenbereich für rutschhemmende Flächen genutzt werden?
Ja, insbesondere gröbere Körnungen werden häufig für rutschhemmende Terrassen-, Balkon- und Wegebeschichtungen im Außenbereich eingesetzt, wo Nässe und Laub das Rutschrisiko zusätzlich erhöhen.
Warum entsteht beim Verarbeiten Staub, und wie schütze ich mich davor?
Beim Schütten, Einrühren und Einstreuen von trockenem Quarzsand kann feiner, lungengängiger Quarzstaub entstehen; wer gut belüftet arbeitet und geeigneten Atemschutz sowie eine Schutzbrille trägt, minimiert dieses Risiko deutlich.
Wie lagere ich ein angebrochenes Gebinde PCI Quarzsand DM 1-4 richtig?
Angebrochene Gebinde sollten trocken, kühl und fest verschlossen gelagert werden, damit der Sand nicht durch Feuchtigkeit verklumpt und seine Rieselfähigkeit verliert.
Kann ich unterschiedliche Körnungen von PCI Quarzsand DM 1-4 miteinander mischen?
Grundsätzlich ist das möglich, das Ergebnis sollte aber vorab an einer kleinen Musterfläche getestet werden, da sich Optik und Rutschhemmung je nach Mischungsverhältnis der Körnungen verändern.
Wie lange darf die Grundbeschichtung vor dem Einstreuen von PCI Quarzsand DM 1-4 höchstens abgelüftet sein?
Die Einstreuung muss innerhalb des im technischen Merkblatt des jeweiligen Beschichtungssystems angegebenen Nass-in-nass-Zeitfensters erfolgen, damit der Sand ausreichend fest in der Beschichtung einbindet.
Auch vor Ort im Hamburger Farbenfachhandel
Sie möchten PCI Quarzsand DM 1-4 lieber persönlich sehen und sich beraten lassen? Besuchen Sie uns in unserem Ladengeschäft in Hamburg.
Proma Farben & Lacke — Ihr Fachhandel in Hamburg
Adresse: Bahrenfelder Chaussee 80, 22761 Hamburg
Öffnungszeiten: Mo–Fr 8:00–18:00 Uhr · Sa 9:00–13:00 Uhr
Beratung: Persönlich vor Ort oder telefonisch
Persönliche Fachberatung in Hamburg-Bahrenfeld, Altona, Othmarschen, Ottensen, Eimsbüttel und für ganz Hamburg.




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