Produktbeschreibung
PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung ist eine bauaufsichtlich anerkannte Bauwerksabdichtung aus dem PCI-Systemsortiment und schützt erdberührte Bauteile, Nassräume sowie Balkon- und Terrassenflächen dauerhaft vor eindringender Feuchtigkeit, Sickerwasser und drückendem Wasser. Je nach Ausführung handelt es sich um eine mineralische Dichtschlämme, eine reaktive PU- oder Reaktionsharz-Flüssigfolie, eine kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung (KMB) oder eine Injektionscreme zur nachträglichen Horizontalsperre – alle Varianten sind Bestandteil eines geprüften, aufeinander abgestimmten Abdichtungssystems aus Grundierung, Flächenabdichtung, Dichtbändern beziehungsweise -manschetten und Hohlkehlenmörtel. Anders als eine Wandfarbe erfüllt PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung keine dekorative, sondern eine rein bauphysikalische Schutzfunktion: Entscheidend ist nicht der optische Deckgrad, sondern das zuverlässige Erreichen einer geprüften Mindest-Trockenschichtdicke über die gesamte abzudichtende Fläche. Nach vollständiger Aushärtung bildet PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung eine wasserundurchlässige, in vielen Ausführungen zusätzlich rissüberbrückende Schicht, die als Verbundabdichtung mit nachfolgenden Belägen wie Fliesen, Putz oder Estrich kombiniert werden kann. PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung ist im Gebinde 1 Stück erhältlich und richtet sich an Fachbetriebe sowie versierte Heimwerker, die Bauteile normgerecht nach DIN 18533 beziehungsweise DIN 18534 abdichten möchten.
Als Systemprodukt ist PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung bewusst nicht als isoliertes Einzelmittel gedacht, sondern als ein Baustein innerhalb einer geprüften Systemkette aus Untergrundvorbereitung, Grundierung, Flächenabdichtung, Anschlussdetails und gegebenenfalls Schutz- oder Drainageschicht. Eine mangelhaft ausgeführte Bauwerksabdichtung zählt zu den kostenintensivsten Bauschäden überhaupt, da Feuchtigkeitseintritt oft erst Jahre später als Schimmelbildung, Putzabplatzung oder Korrosion der Bewehrung sichtbar wird und dann nur durch aufwendige Freilegung des Bauteils behoben werden kann. Aus diesem Grund lohnt sich bei PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung eine sorgfältige Planung der Wassereinwirkungsklasse, eine korrekte Untergrundvorbereitung und die konsequente Einhaltung der im technischen Merkblatt genannten Schichtdicken und Trocknungszeiten von Beginn an.
Einsatzbereiche & geeignete Untergründe
PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung kommt überall dort zum Einsatz, wo Bauteile dauerhaft vor Feuchtigkeit geschützt werden müssen – von der erdberührten Kellerwand bis zur gefliesten Dusche. Maßgeblich für die Wahl des richtigen Systems und der Schichtdicke sind dabei immer die Art der Wassereinwirkung sowie die spätere Nutzung des Bauteils.
Typische Einsatzbereiche
- Erdberührte Kellerwände und Fundamente — Abdichtung nach DIN 18533 gegen Bodenfeuchte, nichtstauendes und stauendes Sickerwasser sowie drückendes Grundwasser.
- Bodenplatten und Kellerböden — flächige Horizontalabdichtung unterhalb von Estrich oder direkt auf tragfähigem Beton.
- Nassräume (Bad, Dusche, WC) — Verbundabdichtung (AIV) unter Fliesenbelägen nach DIN 18534, insbesondere im Bereich von Ablauf, Dusche und wandhängender Sanitärkeramik.
- Balkone und Terrassen — Abdichtung unter Fliesenbelägen mit Gefälle, dauerhaft bewitterungsbeständig ausgeführt, inklusive Anschlüssen an Türschwellen und Attika.
- Lichtschächte und Sockelbereiche — Schutz gegen Spritzwasser und aufsteigende Feuchtigkeit im Übergang zwischen Sockel und Erdreich.
- Nachträgliche Horizontalabdichtung — bei Injektionscremes: kapillarbrechende Sperrschicht gegen aufsteigende Feuchte im Bestandsmauerwerk.
Drückendes vs. nicht drückendes Wasser
Fachlich wird streng zwischen drückendem und nicht drückendem Wasser unterschieden, weil davon abhängt, welches Abdichtungssystem und welche Schichtdicke zulässig sind. Nicht drückendes Wasser umfasst Bodenfeuchte und nichtstauendes Sickerwasser, wie es bei ausreichend wasserdurchlässigem Baugrund und funktionierender Dränage auftritt. Drückendes Wasser liegt vor, wenn Grundwasser, aufstauendes Sickerwasser oder drückendes Wasser aus anderer Quelle dauerhaft oder zeitweise gegen das Bauteil ansteht – hier gelten deutlich höhere Anforderungen an Schichtdicke, Rissüberbrückung und Anschlussdetails. Die konkrete Wassereinwirkungsklasse, zum Beispiel W1.1-E bis W4-E nach DIN 18533 für erdberührte Bauteile beziehungsweise die Beanspruchungsklassen W0-I bis W3-I nach DIN 18534 für Innenräume, ist projektbezogen durch den Planer festzulegen. Die konkrete Systemfreigabe von PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung für die jeweilige Wassereinwirkungsklasse entnehmen Sie bitte dem technischen Merkblatt des Herstellers.
Geeignete Untergründe
- Mauerwerk aus Beton, Kalksandstein oder Ziegel, tragfähig und ohne lose Bestandteile.
- Beton und Stahlbeton, auch mit üblichen Schalungsstrukturen, sauber und griffig.
- Zementäre Putze und Estriche mit ausreichender Zug- und Druckfestigkeit.
- Der Untergrund muss frei von Trennmitteln, losen Anstrichen, Staub und Ölen sein.
- Nicht geeignet sind nicht tragfähige oder gipshaltige Untergründe im feuchtebeanspruchten Bereich — hier vorab fachgerecht sanieren oder mit einer systemzugehörigen Grundierung vorbehandeln.
Wo PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung nicht oder nur eingeschränkt eingesetzt werden sollte
Auf beweglichen, arbeitenden Rissen ohne vorherige Sanierung sowie auf ungeeigneten, nicht tragfähigen oder stark kreidenden Untergründen ist PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung nicht direkt einsetzbar, da die Abdichtungsschicht sonst mitreißen oder sich ablösen kann. Ebenso ist eine Verarbeitung bei Frost, auf gefrorenem Untergrund oder bei unmittelbar bevorstehendem Regen ohne ausreichenden Witterungsschutz zu vermeiden, da die frische Schicht sonst nicht sachgerecht abbinden oder aushärten kann. Bei stark drückendem Wasser oder besonderen bauphysikalischen Randbedingungen, etwa hohem Grundwasserstand, ist grundsätzlich vorab die Systemfreigabe für die entsprechende Wassereinwirkungsklasse laut technischem Merkblatt zu prüfen beziehungsweise ein Fachplaner hinzuzuziehen.
Eigenschaften & Vorteile
Die folgenden Merkmale fassen zusammen, warum PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung sich für die dauerhafte Bauwerksabdichtung eignet:
| Eigenschaft | Vorteil für Sie |
|---|---|
| Rissüberbrückend | Überbrückt feine, unter Last entstehende Untergrundrisse, ohne selbst zu reißen |
| Systemgeprüfte Wirksamkeit | Konzipiert für die Anforderungen nach DIN 18533 (erdberührte Bauteile) bzw. DIN 18534 (Innenräume/Nassräume) |
| Nahtlose, fugenlose Fläche | Als Flüssigabdichtung ohne Schweißnähte oder Überlappungen wie bei Bahnenware |
| Verträglich mit Folgebelägen | Nach Aushärtung direkt mit Fliesenkleber, Putz oder Dämmung überarbeitbar |
| Diffusionsverhalten systemabhängig | Je nach Produkttyp diffusionsoffen (mineralisch) oder diffusionsdicht (PU/Bitumen) einsetzbar |
| Kombinierbar mit Systemzubehör | Dichtbänder, -manschetten und Hohlkehlenmörtel aus derselben Systemfamilie sichern kritische Anschlüsse |
| Für innen und außen geeignet | Je nach Ausführung sowohl im erdberührten Außenbereich als auch im Nassraum einsetzbar |
Verarbeitung & Anwendung
PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung wird in einem klar definierten Arbeitsablauf verarbeitet. Wichtigstes Qualitätsmerkmal ist dabei nicht die optische Deckung wie bei einer Farbe, sondern das zuverlässige Erreichen der geforderten Mindest-Trockenschichtdicke über die gesamte Fläche.
Untergrundvorbereitung & Hohlkehle
Der Untergrund muss tragfähig, sauber, eben und frei von Trennmitteln, losen Bestandteilen und Staub sein. Fehlstellen, Kiesnester und scharfe Kanten werden vorab mit einem geeigneten Reparaturmörtel verschlossen und ausreichend ausgehärtet, bevor die Abdichtung aufgetragen wird. Stark saugende Untergründe werden je nach Systemvorgabe grundiert, damit die Abdichtung gleichmäßig haftet und nicht zu schnell antrocknet. An allen Wand-Boden-Übergängen sowie an Innenecken ist zwingend eine Hohlkehle aus mineralischem Hohlkehlenmörtel oder spachtelbarer Dichtschlämme auszubilden. Sie verhindert scharfkantige 90-Grad-Übergänge, an denen sich sonst Spannungsspitzen konzentrieren und Risse in der Abdichtung entstehen könnten.
Auftrag in 2 Lagen
PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung wird grundsätzlich mehrlagig aufgetragen, in der Regel in mindestens zwei vollflächigen Arbeitsgängen. Die erste Lage wird gleichmäßig mit Glättkelle, Zahnspachtel, Bürste oder Rolle — je nach Produktausführung — aufgetragen und darf keine Fehlstellen, Nadelstiche oder dünnen Stellen aufweisen. Nach ausreichender Antrocknung folgt der zweite Arbeitsgang idealerweise kreuzweise zum ersten, um eine gleichmäßige, geschlossene Schicht ohne Schwachstellen zu erzielen. Bei 2-Komponenten-Produkten werden die Komponenten unmittelbar vor der Verarbeitung im vorgegebenen Mischungsverhältnis klumpenfrei angerührt; die angegebene Topfzeit ist unbedingt einzuhalten, da das Material danach nicht mehr verarbeitbar ist. 1-Komponenten-Produkte werden lediglich gründlich aufgerührt beziehungsweise homogenisiert. Bei stark beanspruchten Flächen oder höheren Wassereinwirkungsklassen kann laut technischem Merkblatt ein dritter Arbeitsgang erforderlich sein.
Anschlüsse & Dichtband
An Bewegungsfugen, Arbeitsfugen, Rohrdurchführungen, Rinnen und Innen- beziehungsweise Außenecken werden systemzugehörige Dichtbänder oder Dichtmanschetten satt in die frisch aufgetragene erste Lage eingebettet und anschließend vollflächig mit demselben Material überarbeitet. Nur so entsteht eine durchgehende, homogene Abdichtungsebene ohne Schwachstellen an den konstruktiv kritischen Details. Rohrdurchführungen erhalten passgenaue Manschetten, Fensterbänke und Türanschlüsse werden mit Anschlussprofilen oder Dichtbandecken ausgeführt.
Trocknung
Die Wartezeit zwischen den einzelnen Arbeitsgängen sowie die vollständige Aushärtezeit vor Belastung, Hinterfüllung des Erdreichs oder Beschichtung mit Fliesenkleber richten sich nach Temperatur, Luftfeuchtigkeit und aufgetragener Schichtdicke und sind dem technischen Merkblatt von PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung zu entnehmen. Grundsätzlich gilt: Zu frühes Belasten, Hinterfüllen oder Bewässern der frischen Abdichtung kann zu bleibenden Schäden führen, die im eingebauten Zustand nicht mehr sichtbar, aber funktional wirksam sind. Verarbeitung bei Frost oder direkter Sonneneinstrahlung auf die frische Schicht ist zu vermeiden.
Arbeitsbedingungen
Für eine sichere Verarbeitung von PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung sind die im technischen Merkblatt genannten Mindest- und Höchsttemperaturen für Luft, Untergrund und Material einzuhalten; grundsätzlich sollte weder bei Frost noch bei praller Sonne oder starkem Wind auf ungeschützten Flächen gearbeitet werden, da beides zu unkontrolliertem Antrocknen, Rissbildung oder unzureichender Aushärtung führen kann. Auf Außenflächen empfiehlt sich, die frisch aufgetragene Abdichtung bis zur ausreichenden Anfangsfestigkeit vor Regen, direkter Bewitterung und mechanischer Beschädigung zu schützen, beispielsweise durch Abdeckung oder zeitliche Planung der Arbeiten außerhalb von Niederschlagsperioden.
Nachbehandlung & Schutz
Nach dem letzten Arbeitsgang ist die Abdichtung bis zur vollständigen Durchtrocknung vor mechanischer Beschädigung, Betreten und direkter Wasserbelastung zu schützen. Im erdberührten Bereich wird die ausgehärtete Flächenabdichtung häufig zusätzlich mit einer Schutz- und gegebenenfalls Drainageschicht (zum Beispiel Noppenbahn oder Dämmplatte) vor Beschädigung beim Verfüllen der Baugrube geschützt; die konkreten Vorgaben hierzu ergeben sich aus dem jeweiligen Abdichtungssystem und der Planung.
Verbrauch & Mengenberechnung
Der Materialbedarf einer Bauwerksabdichtung wird — anders als bei Farben — nicht in „Quadratmeter pro Liter“, sondern über die geforderte Trockenschichtdicke berechnet, denn diese Schichtdicke ist die eigentliche Schutzfunktion des Produkts.
Materialbedarf (kg/m²) = Soll-Trockenschichtdicke (mm) × Rohdichte (kg/l)
Gesamtbedarf (kg) = Materialbedarf (kg/m²) × Anzahl Arbeitsgänge (i. d. R. mindestens 2) × Fläche (m²)
Beispiel zur Anwendung der Formel: Bei einer geforderten Trockenschichtdicke von 2 mm und einer angenommenen Rohdichte von 1,5 kg/l ergibt sich ein Materialbedarf von 3 kg/m² je Arbeitsgang; bei zwei Arbeitsgängen sind das 6 kg/m² Gesamtbedarf für die Fläche. Die tatsächliche Rohdichte und die für PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung vorgeschriebene Mindest-Trockenschichtdicke je Wassereinwirkungsklasse entnehmen Sie bitte dem technischen Merkblatt, da diese Werte je nach Produktausführung und Beanspruchung variieren.
Zu beachten ist außerdem, dass die nasse Auftragsstärke bei mineralischen Dichtschlämmen über der späteren Trockenschichtdicke liegt, da beim Abbinden Wasser aus dem Material entweicht. Für unebene Untergründe, Kellen- und Bürstenverluste sowie den Mehrverbrauch an Ecken, Kanten, Hohlkehlen und Dichtbandeinbettungen sollte grundsätzlich ein Sicherheitszuschlag von etwa 10 bis 15 Prozent auf die errechnete Menge eingeplant werden, damit die komplette Fläche in einem Zug fertiggestellt werden kann und keine chargenbedingten Übergänge bei Nacharbeiten entstehen.
Für die Praxis empfiehlt es sich, den Gesamtbedarf für ein Projekt in drei Schritten zu ermitteln: Zunächst wird die abzudichtende Fläche inklusive Hohlkehlen und Leibungen exakt aufgemessen, anschließend wird die für die vorliegende Wassereinwirkungsklasse vorgeschriebene Mindest-Trockenschichtdicke aus dem technischen Merkblatt von PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung entnommen, und zuletzt wird die oben genannte Formel je Arbeitsgang angewendet und mit dem Sicherheitszuschlag versehen. So lässt sich vor dem Kauf verlässlich abschätzen, wie viele Gebinde 1 Stück für das jeweilige Vorhaben benötigt werden, ohne während der Verarbeitung Material nachbestellen zu müssen.
Varianten / Gebinde
PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung ist im Gebinde 1 Stück erhältlich. Je nach Produktausführung werden Bauwerksabdichtungen in unterschiedlichen Gebindeformen angeboten: pastöse 1-Komponenten-Dichtschlämmen und Flüssigfolien meist im Eimer oder Hobbock, Pulverkomponenten mineralischer Systeme im Sack, 2-Komponenten-Produkte als aufeinander abgestimmtes Set aus Pulver- und Flüssigkomponente, und Injektionscremes in handlichen Kartuschen für die Verarbeitung mit der Kartuschenpistole. Für größere Bauvorhaben oder Fachbetriebe stehen häufig zusätzlich größere Gebindegrößen zur Verfügung; die konkret verfügbaren Gebindegrößen für PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung entnehmen Sie bitte der Produktauswahl. Angebrochene Gebinde sollten stets fest verschlossen und gemäß den Herstellerangaben zur Lagerfähigkeit innerhalb der angegebenen Frist verarbeitet werden, da sich die Verarbeitungseigenschaften von Bauwerksabdichtungen mit zunehmender Standzeit verändern können.
Vergleich zu verwandten Produkten
Für die Bauwerksabdichtung stehen mehrere Technologien zur Auswahl, die sich in Verarbeitung, Elastizität und typischem Einsatzgebiet unterscheiden. Die folgende Übersicht hilft bei der Einordnung von PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung gegenüber anderen gängigen Abdichtungssystemen:
| Technologie | Merkmale | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Mineralische Dichtschlämme | Diffusionsoffen, sehr gute Haftung auf mineralischen Untergründen, starr oder flexibel erhältlich | Kellerwände und -böden, Nassräume, Übergänge zu mineralischen Bauteilen |
| PU-/Reaktionsharz-Flüssigfolie | Hoch elastisch, stark rissüberbrückend, nahtlos und vergleichsweise schnell überarbeitbar | Balkone, Terrassen, Verbundabdichtung unter Fliesen mit Bewegungsfugen |
| Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung (KMB) | Bewährt, wirtschaftlich in der Fläche, geringere Diffusionsoffenheit als mineralische Produkte | Erdberührte Bauteile ohne Wohnnutzung, Kelleraußenwände, Fundamente |
| Injektionscreme | Wird in Bohrlöcher im Mauerwerk injiziert, bildet eine kapillarbrechende Horizontalsperre | Nachträgliche Horizontalabdichtung gegen aufsteigende Feuchte im Bestand |
Welche Technologie im konkreten Projekt die richtige Wahl ist, hängt von der Wassereinwirkungsklasse, der Nutzung des Bauteils, der zu erwartenden Rissbildung im Untergrund sowie dem geplanten Folgebelag ab. Bei Unsicherheit empfiehlt sich vorab die Rücksprache mit dem Hersteller oder eine fachliche Beratung, da eine falsch gewählte Abdichtungstechnologie im Schadensfall nur aufwendig zu sanieren ist. Im direkten Vergleich punktet die mineralische Dichtschlämme durch ihre Diffusionsoffenheit und eignet sich daher besonders für bewohnte Kellerräume, in denen Restfeuchte im Mauerwerk nach außen entweichen soll. PU- und Reaktionsharz-Flüssigfolien überzeugen durch ihre hohe Elastizität und werden deshalb bevorzugt dort eingesetzt, wo mit Temperaturschwankungen und daraus resultierenden Bewegungen im Untergrund zu rechnen ist, etwa auf Balkonen und Terrassen. Bitumenhaltige Dickbeschichtungen sind seit Langem bewährt und wirtschaftlich in der Flächenverarbeitung, kommen jedoch aufgrund ihrer geringeren Diffusionsoffenheit vor allem bei nicht wohngenutzten erdberührten Bauteilen zum Einsatz. Injektionscremes lösen sich von den drei vorgenannten Flächenabdichtungen ab, da sie nicht flächig, sondern punktuell in Bohrlöcher eingebracht werden und speziell der nachträglichen Horizontalsperre gegen kapillar aufsteigende Feuchte im Bestandsmauerwerk dienen.
Sicherheit & Lagerung
PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung ist kühl, trocken und frostfrei zu lagern, da Frosteinwirkung insbesondere pastöse und dispersionsbasierte Produkte irreversibel schädigen kann. Angebrochene Gebinde sollten möglichst zügig verarbeitet beziehungsweise fest verschlossen und kurzfristig aufgebraucht werden, da eingetrocknetes oder angeliertes Material nicht mehr streich- oder spachtelfähig ist. Bei der Verarbeitung sind Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille zu tragen, insbesondere im Umgang mit alkalisch reagierenden mineralischen Komponenten. Beim Anmischen von Pulverkomponenten oder beim Schleifen ausgehärteter Reste ist auf Staubentwicklung zu achten und bei Bedarf Atemschutz zu tragen. In geschlossenen Räumen ist für ausreichende Belüftung zu sorgen, insbesondere bei reaktiven Flüssigfolien auf Polyurethan- oder Reaktionsharzbasis. Reste und Verpackungen sind entsprechend den örtlichen Vorschriften zu entsorgen: Ausgehärtetes Material kann in der Regel als Bauschutt entsorgt werden, flüssige Rest- und Reinigungsmittel gehören zum Sondermüll beziehungsweise zur Schadstoffsammelstelle. Das aktuelle Sicherheitsdatenblatt von PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung ist vor der Verarbeitung unbedingt zu lesen und zu beachten.
Für Transport und Zwischenlagerung auf der Baustelle gilt zusätzlich: Gebinde stehend, gegen Umfallen gesichert und vor direkter Sonneneinstrahlung sowie Frost geschützt lagern. Kennzeichnung, Gefahrenhinweise (H- und P-Sätze) sowie etwaige Piktogramme auf dem Gebinde gemäß GHS/CLP sind zu beachten und dürfen nicht entfernt oder unkenntlich gemacht werden, solange sich Restmaterial im Gebinde befindet. Auf Baustellen mit Kindern oder unbeteiligten Dritten sind angebrochene Gebinde und Werkzeuge stets so zu sichern, dass ein unbeabsichtigter Zugriff ausgeschlossen ist.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung und einer normalen Wandfarbe?
PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung ist eine Bauwerksabdichtung mit bauphysikalischer Schutzfunktion und geprüfter Mindest-Trockenschichtdicke, während eine Wandfarbe primär eine dekorative, deckende Beschichtung ohne Abdichtungsfunktion ist.
Reicht bei PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung ein einziger Arbeitsgang aus?
Nein, PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung wird grundsätzlich in mindestens zwei vollflächigen, idealerweise kreuzweise aufeinander aufgetragenen Arbeitsgängen appliziert, damit die geforderte Trockenschichtdicke sicher erreicht wird.
Kann PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung gegen drückendes Wasser eingesetzt werden?
Ob PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung für drückendes Wasser wie Grundwasser oder stauendes Sickerwasser freigegeben ist, hängt von der jeweiligen Systemvariante und der aufgebrachten Schichtdicke ab; die konkrete Freigabe entnehmen Sie bitte dem technischen Merkblatt.
Ist eine Hohlkehle an Wand-Boden-Übergängen wirklich zwingend notwendig?
Ja, an allen Wand-Boden-Übergängen sowie Innenecken ist eine Hohlkehle aus geeignetem Mörtel oder Dichtschlämme zwingend vorgeschrieben, weil sie scharfkantige Übergänge entschärft und dadurch Rissbildung in der Abdichtung verhindert.
Wie lange muss ich zwischen den einzelnen Arbeitsgängen von PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung warten?
Die Wartezeit zwischen den Arbeitsgängen ist abhängig von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und aufgetragener Schichtdicke und ist im technischen Merkblatt von PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung angegeben.
Kann ich nach der Abdichtung direkt fliesen?
Nach vollständiger Aushärtung von PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung kann mit einem systemkompatiblen Fliesenkleber direkt auf der Abdichtung gefliest werden, ohne dass ein zusätzlicher Voranstrich notwendig ist.
Welches Werkzeug benötige ich für die Verarbeitung von PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung?
Je nach Produktausführung werden Glättkelle, Zahnspachtel, Flächenstreicher oder Rolle für die Flächenabdichtung sowie bei Injektionscremes eine Kartuschenpistole für die Verarbeitung benötigt.
Wie berechne ich den benötigten Gebindebedarf für mein Projekt?
Der Gebindebedarf ergibt sich aus der Formel Trockenschichtdicke (mm) × Rohdichte (kg/l) × Anzahl Arbeitsgänge × Fläche (m²), zuzüglich eines Sicherheitszuschlags von etwa 10 bis 15 Prozent für Verluste an Ecken und Kanten.
Ist PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung für Balkone und Terrassen im Außenbereich geeignet?
Systeme, die als Verbundabdichtung unter Fliesenbelägen im Außenbereich freigegeben sind, eignen sich für Balkone und Terrassen; die konkrete Eignung von PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung für den Außenbereich sowie erforderliche Gefälle- und Anschlussdetails entnehmen Sie dem technischen Merkblatt.
Kann ich PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung auch auf leicht rissigem Altbeton verarbeiten?
Feine, nicht arbeitende Risse können von rissüberbrückenden Ausführungen von PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung überbrückt werden, größere oder arbeitende Risse müssen jedoch vorab fachgerecht saniert werden, bevor die Abdichtung aufgetragen wird.
Wie unterscheidet sich PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung von einer bahnenförmigen Abdichtung (Dichtungsbahn)?
PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung wird als Flüssigabdichtung nahtlos vor Ort appliziert und passt sich dadurch auch komplexen Geometrien, Ecken und Durchdringungen an, während vorgefertigte Dichtungsbahnen verklebt oder verschweißt werden und an den Überlappungen zusätzliche Fügestellen besitzen, die fachgerecht ausgeführt werden müssen.
Muss ich vor dem Auftragen von PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung eine Grundierung verwenden?
Ob eine Grundierung erforderlich ist, hängt vom Saugverhalten des Untergrunds und der Systemvorgabe ab; stark saugende oder mineralische Untergründe werden in der Regel vorgrundiert, die konkrete Empfehlung für PCI Perilastic Ready Flüssigabdichtung entnehmen Sie dem technischen Merkblatt.
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