🌳 Zaun streichen: Holzzaun richtig schützen & langlebig machen

Profi-Anleitung für dauerhaften Wetterschutz – So bleibt Ihr Gartenzaun über Jahre hinweg schön

5-7
Jahre Haltbarkeit bei guter Pflege
2-3
Anstriche für optimalen Schutz
15-20°C
Ideale Verarbeitungstemperatur
24-48h
Trocknungszeit zwischen Anstrichen

Ein Holzzaun prägt maßgeblich das Erscheinungsbild Ihres Grundstücks und bietet Sichtschutz sowie Privatsphäre. Doch Wind, Regen, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen setzen dem natürlichen Material erheblich zu. Ohne angemessenen Schutz vergraut das Holz, wird rissig und verliert seine Stabilität. Ein fachgerecht gestrichener Zaun hingegen trotzt den Witterungseinflüssen und bleibt über viele Jahre hinweg schön und funktional.

In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie von den Experten von proma-farben.de alles Wichtige zum Thema Zaun streichen: von der richtigen Vorbereitung über die Auswahl der passenden Holzschutzfarben bis hin zur perfekten Verarbeitungstechnik. Mit über 30 Jahren Erfahrung als Farbenfachhandel in Hamburg wissen wir genau, worauf es beim Schutz von Holz im Außenbereich ankommt.

Warum Sie Ihren Holzzaun regelmäßig streichen sollten

Die regelmäßige Pflege und der Schutzanstrich eines Holzzauns sind keine reine Schönheitsmaßnahme, sondern eine notwendige Investition in die Langlebigkeit Ihrer Garteneinfriedung. Unbehandeltes Holz im Außenbereich unterliegt zahlreichen schädigenden Einflüssen:

  • UV-Strahlung: Zersetzt das Lignin im Holz und führt zur typischen Vergrauung
  • Feuchtigkeit: Lässt das Holz quellen und schrumpfen, was zu Rissen und Verformungen führt
  • Pilze und Algen: Befallen feuchtes Holz und zersetzen die Struktur von innen
  • Insekten: Holzwürmer und andere Schädlinge nisten sich in ungeschütztem Holz ein
  • Temperaturschwankungen: Beschleunigen die mechanische Belastung des Materials
💡 Expertentipp: Ein rechtzeitig gestrichener Zaun kostet nur einen Bruchteil einer kompletten Erneuerung. Warten Sie nicht, bis sich das Holz bereits dunkel verfärbt hat oder Risse zeigt – präventiver Schutz ist deutlich effektiver und günstiger als nachträgliche Reparaturen.

Laut Umweltbundesamt sollten Holzbauteile im Außenbereich je nach Beanspruchung und verwendetem Produkt alle 3-5 Jahre nachbehandelt werden. Bei stark witterungsexponierten Zäunen kann eine Auffrischung auch häufiger notwendig sein.

Der richtige Zeitpunkt zum Zaun streichen

Die Wahl des optimalen Zeitpunkts hat erheblichen Einfluss auf das Endergebnis und die Haltbarkeit des Anstrichs. Folgende Bedingungen sollten erfüllt sein:

Ideale Witterungsbedingungen

  • Temperatur: 15-20°C sind optimal, mindestens aber 10°C und maximal 25°C
  • Luftfeuchtigkeit: Unter 80%, ideal sind 50-65%
  • Wetter: Trocken und niederschlagsfrei für mindestens 24-48 Stunden nach dem Anstrich
  • Sonneneinstrahlung: Vermeiden Sie direkte, intensive Sonneneinstrahlung während der Verarbeitung
  • Wind: Leichter Wind ist vorteilhaft für die Trocknung, Sturm sollte vermieden werden

Beste Jahreszeiten

In unseren Breitengraden eignen sich besonders Frühling (April-Mai) und Frühherbst (September-Oktober) für Zaunstreicharbeiten. Die Temperaturen sind moderat, die Luftfeuchtigkeit meist optimal und längere Trockenperioden wahrscheinlicher als im Hochsommer oder Winter.

⚠️ Achtung: Streichen Sie niemals bei direkter Sonneneinstrahlung auf die Holzoberfläche! Die Farbe trocknet zu schnell und ungleichmäßig, was zu Bläschenbildung, Rissen und mangelnder Haftung führt. Bearbeiten Sie sonnenbeschienene Zaunseiten am besten vormittags oder abends, wenn sie im Schatten liegen.

Zaun streichen oder lasieren – Was ist besser?

Vor dem Kauf von Material stellt sich die grundsätzliche Frage: Deckende Holzschutzfarbe oder transparente Lasur? Beide Varianten haben ihre Berechtigung:

Eigenschaft Deckende Farbe Lasur/Holzschutzöl
Optik Einheitliche Farbe, Holzstruktur nicht sichtbar Natürliche Holzmaserung bleibt sichtbar
UV-Schutz Sehr hoch durch Pigmente Mittel bis hoch, abhängig von Pigmentierung
Witterungsschutz Ausgezeichnet, bildet geschlossene Schicht Gut, dringt ins Holz ein
Haltbarkeit 5-7 Jahre 2-4 Jahre
Renovierung Abschleifen oft notwendig Einfaches Überstreichen möglich
Für alte Zäune Sehr gut, deckt Unregelmäßigkeiten Nur bei gutem Holzzustand geeignet

Unsere Empfehlung: Für Gartenzäune, die starker Witterung ausgesetzt sind und langfristig geschützt werden sollen, empfehlen wir deckende Holzschutzfarben. Sie bieten den besten Schutz und müssen seltener erneuert werden. Lasuren eignen sich besonders für neuere Zäune aus hochwertigem Holz, bei denen die natürliche Optik erhalten bleiben soll.

Vorbereitung: Der wichtigste Schritt beim Zaun streichen

Eine gründliche Vorbereitung entscheidet maßgeblich über Qualität und Haltbarkeit des Anstrichs. Nehmen Sie sich für diesen Schritt ausreichend Zeit – er macht etwa 50% der gesamten Arbeit aus.

1

Reinigung der Holzoberfläche

Entfernen Sie zunächst groben Schmutz, Spinnweben, Moos und losen Bewuchs mit einer Bürste oder einem Besen. Hartnäckige Verschmutzungen können Sie mit einem Hochdruckreiniger entfernen – halten Sie dabei jedoch mindestens 30 cm Abstand und verwenden Sie nicht mehr als 80 bar Druck, um das Holz nicht zu beschädigen.

Wichtig: Nach der Nassreinigung muss das Holz mindestens 2-3 Tage (besser eine Woche) durchtrocknen, bevor Sie mit dem Anstrich beginnen.

2

Abschleifen und Altanstriche entfernen

Bei bereits gestrichenen Zäunen prüfen Sie den Zustand des Altanstrichs:

  • Lose, abblätternde Farbe vollständig mit einem Spachtel und Schleifpapier (Körnung 80-120) entfernen
  • Intakte Altanstriche anschleifen für bessere Haftung (Körnung 120-180)
  • Bei neuem, rohem Holz: Leicht anschleifen mit Körnung 180-240, um die Oberfläche aufzurauen
  • Schleifstaub gründlich mit einem trockenen Tuch oder Staubsauger entfernen
3

Schäden ausbessern

Risse, Löcher und beschädigte Stellen sollten vor dem Anstrich repariert werden:

  • Kleine Risse und Löcher mit Holzkitt oder Holzspachtelmasse füllen
  • Nach dem Trocknen (siehe Herstellerangaben) glatt schleifen
  • Morsche oder stark beschädigte Zaunelemente austauschen
  • Lose Schrauben nachziehen, rostige Beschläge ersetzen
4

Grundierung auftragen (bei Bedarf)

Bei neuem, unbehandeltem Holz oder stark saugenden Untergründen empfiehlt sich eine Grundierung:

  • Verhindert übermäßiges Eindringen der Deckfarbe
  • Sorgt für gleichmäßige Saugfähigkeit
  • Verbessert die Haftung des Deckanstrichs
  • Bietet zusätzlichen Schutz vor Bläuepilzen

Die Grundierung sollte 24 Stunden durchtrocknen, bevor Sie den ersten Deckanstrich auftragen.

5

Abdeckarbeiten

Schützen Sie angrenzende Bereiche vor Farbspritzern:

  • Pflanzenbereiche mit Folie abdecken
  • Rasenkanten mit Malerkrepp und Folie schützen
  • Zaunpfosten-Enden und Metallbeschläge abkleben
  • Terrassenplatten oder Pflaster entlang des Zauns mit Abdeckfolie schützen

Materialien und Werkzeuge zum Zaun streichen

Mit dem richtigen Werkzeug wird die Arbeit nicht nur leichter, sondern auch das Ergebnis deutlich besser. Hier ist unsere Checkliste für ein professionelles Ergebnis:

Werkzeuge

  • Flachpinsel: 50-70 mm breit für Zaunlatten und schwer zugängliche Stellen
  • Fassadenroller: 18-25 cm für große, glatte Flächen (deutlich schneller als Pinsel)
  • Kleinroller: 10 cm für schmale Zaunelemente
  • Farbwanne: Für gleichmäßige Rollerbeladung
  • Rührstab: Zum gründlichen Aufrühren der Farbe
  • Schleifpapier: Verschiedene Körnungen (80, 120, 180)
  • Spachtel: Zum Entfernen loser Farbreste
  • Abdeckfolie und Malerkrepp: Zum Schutz angrenzender Bereiche
  • Leiter: Für hohe Zaunabschnitte
💡 Profi-Tipp: Für große Zaunflächen ab 30 Laufmetern lohnt sich der Einsatz eines Farbsprühgeräts. Sie sparen damit bis zu 60% Zeit gegenüber dem Streichen mit Pinsel und Roller. Beachten Sie jedoch, dass Sprühgeräte einen höheren Materialverbrauch haben und präzises Abdecken erfordern.

Persönliche Schutzausrüstung

  • Arbeitshandschuhe (bei lösemittelhaltigen Produkten Nitrilhandschuhe)
  • Schutzbrille (besonders beim Schleifen und Sprühen)
  • Atemschutzmaske (bei stark staubenden Arbeiten oder lösemittelhaltigen Produkten)
  • Alte, lange Arbeitskleidung

Die besten Holzschutzfarben für Ihren Zaun

Die Auswahl der richtigen Farbe ist entscheidend für Langlebigkeit und Optik. Bei proma-farben.de führen wir hochwertige Produkte namhafter Hersteller, die sich über Jahre in der Praxis bewährt haben:

Wilckens Wetterschutzfarbe

Hochdeckende Acrylat-Holzfarbe mit ausgezeichnetem Wetterschutz. Wasserverdünnbar, geruchsarm und umweltfreundlich. Ideal für Zäune, Pergolas und Gartenhäuser. Erhältlich in vielen Farbtönen.

Zu Wilckens Produkten

Caparol Amphisilan

Professionelle Fassaden- und Holzschutzfarbe mit Siloxan-Technologie. Extrem wasserabweisend und gleichzeitig dampfdurchlässig. Perfekt für stark beanspruchte Holzbauteile im Außenbereich.

Zu Caparol Amphisilan

einzA Siliconharz-Fassadenfarbe

Hervorragende Witterungsbeständigkeit durch Siliconharz-Basis. Schmutzabweisend, UV-stabil und langlebig. Besonders geeignet für exponierte Standorte mit starker Wetterbelastung.

Zur einzA Siliconharz-Farbe

Profitec Holzschutzlasur

Transparente bis halbtransparente Lasur für natürliche Holzoptik. Bietet UV-Schutz und lässt die Holzmaserung sichtbar. Ideal für hochwertige Zäune aus Lärche oder Douglasie, bei denen die Holzstruktur betont werden soll.

Zu Profitec Produkten

✓ Qualität zahlt sich aus: Hochwertige Holzschutzfarben kosten zwar in der Anschaffung mehr, halten aber deutlich länger und bieten besseren Schutz. Über einen Zeitraum von 10 Jahren gerechnet sind sie sogar günstiger als häufiges Nachstreichen mit Billigprodukten. Unsere Markenprodukte bieten zudem bessere Deckkraft, sodass Sie mit weniger Material auskommen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Zaun richtig streichen

Nun geht es an die eigentliche Streicharbeit. Mit der richtigen Technik erzielen Sie ein gleichmäßiges, professionelles Ergebnis:

1

Farbe vorbereiten

Rühren Sie die Farbe vor Verwendung gründlich mit einem Rührstab auf, um abgesetzte Pigmente gleichmäßig zu verteilen. Bei Bedarf können Sie wasserbasierte Farben gemäß Herstellerangabe leicht verdünnen (maximal 5-10% Wasser), besonders für den ersten Anstrich auf saugenden Untergründen.

2

Erster Anstrich

Beginnen Sie mit den schwer zugänglichen Bereichen und Kanten:

  • Zaunpfosten-Köpfe und -Füße mit Pinsel streichen
  • Querlatten und Rahmen vorstreichen
  • Dann die großen Flächen mit Rolle oder breitem Pinsel bearbeiten
  • Immer in Richtung der Holzmaserung streichen
  • Farbe gleichmäßig und nicht zu dick auftragen

Trocknungszeit: 24-48 Stunden, je nach Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Produkt (Herstellerangaben beachten)

3

Zwischenschliff (optional, aber empfohlen)

Nach dem Trocknen des ersten Anstrichs haben sich die Holzfasern leicht aufgestellt. Ein leichter Zwischenschliff mit feinem Schleifpapier (Körnung 180-240) sorgt für eine glattere Oberfläche beim Endanstrich. Schleifstaub gründlich entfernen.

4

Zweiter Anstrich

Der zweite Anstrich sorgt für optimale Deckung und maximalen Wetterschutz:

  • Wieder mit schwer zugänglichen Stellen beginnen
  • Diesmal können Sie die Farbe unverdünnt und etwas deckender auftragen
  • Achten Sie auf Nasenbildung und Läufer – sofort verstreichen
  • Beim Arbeiten mit Rolle: Kreuzweise Technik für gleichmäßige Verteilung
5

Dritter Anstrich (bei Bedarf)

Bei stark beanspruchten Zäunen, dunklen Farbtönen oder wenn der zweite Anstrich noch nicht perfekt deckt, empfiehlt sich ein dritter Anstrich. Dies gilt besonders für die Wetterseite (meist West- oder Südseite), die stärkerer Witterung ausgesetzt ist.

6

Nacharbeiten und Kontrolle

Nach vollständiger Trocknung (mindestens 48 Stunden):

  • Malerkrepp und Abdeckungen entfernen
  • Zaun auf Fehlstellen kontrollieren und nachbessern
  • Farbspritzer auf Steinen oder Pflanzen entfernen (bei wasserbasierten Farben mit Wasser und Schwamm)
  • Werkzeuge gründlich reinigen
⚠️ Häufiger Fehler: Zu dickes Auftragen der Farbe führt zu langen Trocknungszeiten, Rissbildung und Tropfenbildung. Besser zwei bis drei dünnere Anstriche als ein dicker! Jede Schicht muss vollständig durchtrocknen, bevor die nächste aufgetragen wird.

Besonderheiten bei verschiedenen Holzarten

Nicht jedes Holz verhält sich beim Streichen gleich. Die Holzart beeinflusst Saugverhalten, Haltbarkeit und erforderliche Vorbehandlung:

Weichhölzer (Fichte, Kiefer, Tanne)

  • Stark saugend – Grundierung empfohlen
  • Neigen zu Harzaustritt – Harzgallen vor dem Streichen entfernen und mit Sperrgrund behandeln
  • Benötigen intensiveren UV-Schutz
  • Günstiger, aber weniger langlebig als Harthölzer

Harthölzer (Eiche, Lärche, Douglasie)

  • Dichter und witterungsbeständiger
  • Weniger saugend – Grundierung meist nicht nötig
  • Gerbsäurehaltig (Eiche) – spezielle Grundierung verwenden, um Verfärbungen zu verhindern
  • Längere Haltbarkeit des Anstrichs

Exotenhölzer (Bangkirai, Teak, Cumaru)

  • Sehr dicht und ölhaltig – Oberfläche muss angeschliffen und entfettet werden
  • Spezielle Haftvermittler-Grundierung erforderlich
  • Oft wird Lasur statt Farbe bevorzugt, um die natürliche Schönheit zu erhalten
  • Sehr langlebig, aber anspruchsvoller in der Behandlung

Zaun streichen: Kosten und Zeitaufwand

Die Kosten für einen gestrichenen Zaun setzen sich aus Material und Arbeitszeit zusammen. Hier ein realistischer Überblick:

Materialkosten (pro Quadratmeter)

  • Einsteigerprodukte: 2-4 € pro m²
  • Markenprodukte (empfohlen): 5-9 € pro m²
  • Premium-Produkte: 10-15 € pro m²
  • Zusatzmaterial (Grundierung, Werkzeug, Schleifpapier): 1-2 € pro m²

Beispielrechnung: Ein 25 m langer, 1,80 m hoher Zaun (beidseitig zu streichen) hat eine Streichfläche von ca. 90 m². Bei Verwendung einer Markenfarbe liegen die Materialkosten bei etwa 450-800 €.

Zeitaufwand

  • Vorbereitung und Reinigung: 1-2 Stunden pro 10 m² Zaunfläche
  • Erster Anstrich: 1 Stunde pro 10 m²
  • Zweiter Anstrich: 45 Minuten pro 10 m²
  • Trocknungszeiten: Jeweils 24-48 Stunden zwischen Anstrichen

Gesamtdauer: Für unser Beispiel mit 90 m² Zaunfläche sollten Sie mit 3-4 Arbeitstagen rechnen (verteilt über 5-7 Tage wegen der Trocknungszeiten).

💰 Handwerker oder selbst machen? Malerbetriebe berechnen für Zaunstreicharbeiten etwa 15-25 € pro Laufmeter (bei durchschnittlicher Zaunhöhe, inklusive Material und Vorbereitung). Für einen 25 m-Zaun würden somit 375-625 € anfallen. Wenn Sie handwerklich geschickt sind, sparen Sie durch Eigenleistung erhebliche Kosten – investieren aber Zeit und Arbeit.

Pflege und Wartung nach dem Zaun streichen

Ein gestrichener Zaun ist nicht wartungsfrei. Mit regelmäßiger Pflege verlängern Sie die Haltbarkeit des Anstrichs erheblich:

Regelmäßige Kontrolle

  • Jährliche Sichtprüfung auf Risse, Abblätterungen und Farbveränderungen
  • Besonders die Wetterseite und horizontale Flächen (Zaunköpfe) prüfen
  • Bei ersten Anzeichen von Schäden sofort nachbessern

Reinigung

  • Einmal jährlich (am besten im Frühjahr) mit weicher Bürste und klarem Wasser reinigen
  • Algenbildung, Vogelkot und Laub zeitnah entfernen
  • Keine aggressiven Reinigungsmittel verwenden
  • Keine Hochdruckreiniger auf gestrichenen Oberflächen (beschädigt den Anstrich)

Renovierungsanstrich

  • Nach 3-5 Jahren (je nach Produkt und Beanspruchung) Renovierungsanstrich durchführen
  • Dafür muss nur gereinigt und leicht angeschliffen werden – komplettes Abschleifen meist nicht nötig
  • Ein bis zwei Anstriche reichen für die Auffrischung
✓ Frühe Auffrischung lohnt sich: Wenn Sie den Renovierungsanstrich durchführen, bevor größere Schäden entstehen, sparen Sie Zeit und Material. Ein rechtzeitiger Pflegeanstrich ist mit deutlich weniger Aufwand verbunden als die Komplettsanierung eines vernachlässigten Zauns.

Häufige Fehler beim Zaun streichen vermeiden

Aus unserer jahrzehntelangen Erfahrung kennen wir die typischen Fehler, die zu unbefriedigenden Ergebnissen führen. So vermeiden Sie die häufigsten Probleme:

  • Unzureichende Vorbereitung: Schmutz, loses Material und Feuchtigkeit führen zu schlechter Haftung
  • Zu dickes Auftragen: Verursacht Tropfenbildung, lange Trocknungszeit und Risse
  • Falsche Witterung: Bei Hitze, Frost oder Regen trocknet die Farbe nicht richtig
  • Zu kurze Trocknungszeiten: Die nächste Schicht wird aufgetragen, bevor die vorherige durchgetrocknet ist
  • Billigprodukte verwenden: Halten nicht lange, decken schlecht und benötigen mehr Anstriche
  • Keine Grundierung bei neuem Holz: Führt zu ungleichmäßigem Saugverhalten und Fleckenbildung
  • Gegen die Holzmaserung streichen: Hinterlässt sichtbare Streifen und unebene Oberfläche
  • Herstellerangaben ignorieren: Jedes Produkt hat spezifische Verarbeitungshinweise

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, beim Kauf von Holzschutzprodukten auf Umweltsiegel wie den „Blauen Engel“ zu achten. Diese Produkte enthalten weniger Schadstoffe und sind dennoch effektiv.

Umweltfreundlich und gesundheitsbewusst streichen

Moderne Holzschutzfarben sind deutlich umweltfreundlicher als frühere Generationen. Dennoch sollten Sie auf einige Aspekte achten:

Produktauswahl

  • Bevorzugen Sie wasserbasierte Acrylat-Farben statt lösemittelbasierter Produkte
  • Achten Sie auf niedrige VOC-Werte (flüchtige organische Verbindungen)
  • Wählen Sie Produkte mit Umweltzertifikaten (Blauer Engel, Natureplus)
  • Vermeiden Sie Biozid-haltige Produkte, wenn möglich (durch regelmäßige Pflege meist nicht nötig)

Umgang mit Resten und Abfällen

  • Überschüssige Farbe gut verschließen und für Ausbesserungen aufbewahren
  • Eingetrocknete oder alte Farbreste bei Schadstoffsammelstellen entsorgen
  • Pinsel und Roller nach Möglichkeit reinigen und wiederverwenden
  • Abdeckfolie mehrfach verwenden, wenn möglich
🌱 Nachhaltigkeit: Bei proma-farben.de führen wir ein breites Sortiment an umweltfreundlichen Holzschutzprodukten, die hohe Schutzwirkung mit ökologischer Verantwortung verbinden. Unsere Fachberater helfen Ihnen gerne, das passende Produkt für Ihre Anforderungen zu finden.

Häufig gestellte Fragen zum Zaun streichen

Wie oft muss ein Holzzaun gestrichen werden?

Die Häufigkeit hängt von mehreren Faktoren ab: Qualität der verwendeten Farbe, Holzart, Exposition (Wetterseite) und Pflege. Generell sollte ein Holzzaun alle 3-5 Jahre einen Renovierungsanstrich erhalten. Mit hochwertigen Holzschutzfarben und guter Pflege kann dieser Intervall auf 5-7 Jahre ausgedehnt werden. Stark beanspruchte Bereiche (Südseite, freistehende Zäune ohne Dachüberhang) benötigen häufigere Auffrischung als geschützte Bereiche.

Kann ich einen vergrauten Zaun ohne Abschleifen streichen?

Vergrautes, aber ansonsten intaktes Holz kann grundsätzlich ohne vollständiges Abschleifen gestrichen werden. Wichtig ist jedoch eine gründliche Reinigung mit Bürste oder Hochdruckreiniger (niedriger Druck!) sowie das Entfernen loser Fasern mit grobem Schleifpapier. Spezielle Renovierungsfarben sind auf vergrautes Holz abgestimmt. Bei stark verwittertem oder rissigem Holz ist jedoch ein gründlicheres Abschleifen oder sogar der Austausch einzelner Elemente empfehlenswert, um ein langlebiges Ergebnis zu erzielen.

Welche Farbe eignet sich am besten für Gartenzäune?

Für Gartenzäune empfehlen wir hochwertige, witterungsbeständige Acrylat-Holzschutzfarben oder Siliconharz-Farben. Diese sind wasserbasiert, umweltfreundlich und bieten exzellenten UV- und Feuchtigkeitsschutz. Produkte wie Caparol Amphisilan oder einzA Siliconharz-Fassadenfarbe haben sich in der Praxis bewährt. Bei der Farbwahl gilt: Dunkle Farben absorbieren mehr UV-Strahlung und heizen sich stärker auf (höhere Belastung für das Holz), bieten aber meist besseren UV-Schutz. Helle bis mittlere Farbtöne sind oft die beste Wahl für Langlebigkeit.

Kann ich bei kaltem Wetter streichen?

Die meisten Holzschutzfarben sollten bei Temperaturen zwischen 10°C und 25°C verarbeitet werden. Unterhalb von 10°C verlangsamt sich die Trocknung erheblich, und die Filmbildung der Farbe kann beeinträchtigt werden, was zu verminderter Haltbarkeit führt. Bei Temperaturen unter 5°C sollten Sie keinesfalls streichen. Beachten Sie auch, dass die Holzoberfläche selbst die Mindesttemperatur haben muss – nicht nur die Lufttemperatur. Im Frühherbst können Sie oft noch bei milden Temperaturen arbeiten, im Frühling sollten Sie Nachtfrost abwarten.

Muss ich einen neuen, unbehandelten Holzzaun grundieren?

Bei neuem, rohem Holz ist eine Grundierung dringend empfohlen, aber nicht immer zwingend erforderlich. Die Grundierung sorgt für gleichmäßiges Saugverhalten, bessere Haftung der Deckfarbe und zusätzlichen Schutz vor Bläuepilzen. Besonders saugende Weichhölzer (Fichte, Kiefer) profitieren erheblich von einer Grundierung. Bei dichten Harthölzern (Lärche, Douglasie) kann bei Verwendung hochwertiger Deckfarben manchmal darauf verzichtet werden. Für maximale Haltbarkeit und optimales Ergebnis empfehlen wir jedoch grundsätzlich eine Grundierung, besonders bei stark witterungsexponierten Zäunen.

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