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weniger Farbverbrauch mit richtiger Grundierung
längere Haltbarkeit der Endbeschichtung
Trocknungszeit für optimale Ergebnisse
bessere Farbhaftung bei saugenden Untergründen
Die Frage, ob man eine Wand grundieren muss, gehört zu den häufigsten beim Renovieren. Viele Heimwerker sind unsicher: Ist Grundierung wirklich nötig oder nur eine teure Empfehlung von Fachleuten? Die Antwort ist differenziert: In manchen Situationen ist das Grundieren unverzichtbar für ein professionelles Ergebnis, in anderen können Sie darauf verzichten.
Bei proma farben Hamburg beraten wir seit über 30 Jahren Kunden zur optimalen Wandvorbereitung. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie, wann Sie die Wand grundieren müssen, welche Grundierungsarten es gibt und wie Sie die richtige Auswahl treffen. Mit der richtigen Vorbereitung sparen Sie langfristig Zeit, Geld und erreichen professionelle Ergebnisse.
Eine Grundierung ist eine spezielle Beschichtung, die vor dem eigentlichen Anstrich aufgetragen wird. Sie dringt tief in den Untergrund ein und erfüllt mehrere wichtige Funktionen gleichzeitig. Im Gegensatz zur Wandfarbe ist Grundierung dünnflüssiger und speziell für die Untergrundvorbereitung entwickelt.
Die Hauptfunktionen einer Grundierung sind:
Laut Umweltbundesamt verbessert eine fachgerechte Grundierung nicht nur die technischen Eigenschaften, sondern kann auch dazu beitragen, den Einsatz von lösemittelhaltigen Produkten zu reduzieren, da weniger Anstriche notwendig sind.
Nicht jede Wand benötigt zwingend eine Grundierung. Die Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hier sind die wichtigsten Situationen, in denen Sie die Wand grundieren sollten:
Frische Putzoberflächen und neue Gipskartonplatten sind extrem saugfähig. Ohne Grundierung würde die erste Farbschicht sofort eingezogen, das Ergebnis wäre fleckig und ungleichmäßig. Eine Tiefengrundierung ist hier zwingend erforderlich.
Alte Kalkputze, verwitterte Innenwände oder bereits mehrfach gestrichene, aber poröse Flächen benötigen ebenfalls eine Grundierung. Ein einfacher Test zeigt, ob Ihr Untergrund saugt: Befeuchten Sie die Wand mit einem nassen Schwamm. Zieht das Wasser schnell ein, ist Grundierung notwendig.
Beim Überstreichen dunkler Wandfarben mit hellen Tönen hilft eine pigmentierte Grundierung, die Anzahl der Deckanstriche zu reduzieren. Spezielle Isoliergrundierungen verhindern das Durchschlagen alter Farbpigmente.
Wenn beim Darüberstreichen mit der Hand Partikel abgelöst werden, ist der Untergrund nicht tragfähig. Eine Tiefengrundierung verfestigt solche Flächen und schafft die notwendige Haftung.
Verfärbungen durch Feuchtigkeit, Nikotin oder andere Substanzen schlagen durch normale Wandfarbe durch. Hier sind spezielle Isolier- oder Sperrgrundierungen unverzichtbar.
| Untergrund | Grundierung notwendig? | Empfohlener Typ |
|---|---|---|
| Neuer Gipsputz | ✅ Ja, zwingend | Tiefengrund |
| Neue Gipskartonplatten | ✅ Ja, zwingend | Tiefengrund |
| Gestrichene, intakte Wände | ❌ Meist nicht nötig | – |
| Kreidende Altanstriche | ✅ Ja, wichtig | Tiefengrund verfestigend |
| Rauhfaser auf Raufaser | ❌ Nicht nötig | – |
| Wasserflecken/Nikotin | ✅ Ja, unverzichtbar | Isoliergrund/Sperrgrund |
| Beton innen | ✅ Ja, empfohlen | Haftgrund |
| Holzpaneelen | ✅ Ja, wichtig | Isoliergrund + Haftgrund |
Es gibt verschiedene Arten von Grundierungen für unterschiedliche Anforderungen. Die richtige Auswahl ist entscheidend für das Endergebnis.
Der Klassiker für saugende Untergründe. Tiefengrund dringt tief in den Untergrund ein, verfestigt ihn und reguliert die Saugfähigkeit. Ideal für neuen Putz, Gipskarton, Beton und sandende Altanstriche.
Hochwertige lösemittelfreie Tiefengrundierung für alle mineralischen Untergründe. Verfestigt stark und reguliert die Saugfähigkeit optimal.
Vielseitige Grundierung mit ausgezeichneter Penetration. Perfekt für Neubauten und Renovierungen im Innenbereich.
Haftgrund wird auf glatten, wenig saugfähigen Oberflächen eingesetzt. Er sorgt für bessere Haftung auf Flächen wie alten Lacken, Fliesen oder Kunststoffen. Oft enthält Haftgrund feine Sandkörner, die eine raue Oberfläche schaffen.
Diese spezialisierten Grundierungen verhindern das Durchschlagen von Flecken, Nikotin, Ruß, Wasserrändern oder Holzinhaltsstoffen. Sie bilden eine abdichtende Schicht zwischen Untergrund und Farbe.
Enthält Quarzsand und wird eingesetzt, wenn die Wand besonders glatt ist und für nachfolgende Spachtelmassen oder strukturierte Beschichtungen vorbereitet werden soll. Häufig bei Gipskartonplatten vor dem Verspachteln.
Grundierung ist keine verdünnte Wandfarbe! Die chemische Zusammensetzung unterscheidet sich grundlegend. Mit Wasser verdünnte Farbe erfüllt nicht die Funktion einer echten Grundierung und kann zu Haftungsproblemen führen.
Entfernen Sie lose Farbreste, Staub und Schmutz gründlich. Bei kreidenden Flächen mit einer Bürste mechanisch reinigen. Risse und Löcher vorab mit Spachtelmasse ausbessern. Die Wand sollte trocken, frostfrei und fettfrei sein.
Basierend auf Ihrem Untergrund wählen Sie die passende Grundierung: Tiefengrund für saugende Flächen, Haftgrund für glatte Oberflächen, Isoliergrund bei Flecken. Im Zweifelsfall fragen Sie in unserem Fachhandel nach.
Rühren Sie die Grundierung gründlich auf. Manche Produkte können mit Wasser verdünnt werden – beachten Sie die Herstellerangaben. Gießen Sie die Grundierung in eine Farbwanne.
Tragen Sie die Grundierung mit einer Malerrolle oder einem breiten Pinsel gleichmäßig auf. Arbeiten Sie in Bahnen von oben nach unten. Achten Sie darauf, keine Pfützen zu bilden, aber die Fläche vollständig zu benetzen. Ecken und Kanten mit einem Pinsel vorarbeiten.
Die meisten Grundierungen benötigen 12-24 Stunden Trocknungszeit. Erst wenn die Grundierung vollständig durchgetrocknet ist, dürfen Sie mit dem Farbauftrag beginnen. Bei stark saugenden Untergründen kann ein zweiter Grundierungsanstrich notwendig sein.
Nach dem Trocknen überprüfen Sie die Oberfläche: Sie sollte gleichmäßig matt erscheinen und beim Darüberstreichen mit der Hand nicht mehr sanden. Nun können Sie mit dem Streichen beginnen.
Bei stark saugenden Untergründen verwenden Sie die Grundierung im ersten Durchgang verdünnt (ca. 1:1 mit Wasser). Nach dem Trocknen folgt eine zweite Schicht unverdünnt. So erreichen Sie optimale Penetration und Verfestigung.
Es gibt durchaus Situationen, in denen das Wand grundieren nicht zwingend erforderlich ist. Geld sparen ohne Qualitätsverlust ist an folgenden Stellen möglich:
Dennoch gilt: Im Zweifelsfall lieber grundieren! Die Kosten für eine Grundierung sind gering im Vergleich zu den möglichen Problemen bei mangelhafter Vorbereitung.
Auch beim scheinbar einfachen Grundieren können Fehler passieren, die das Endergebnis beeinträchtigen:
Viele Heimwerker sind ungeduldig und streichen zu früh. Die Grundierung muss vollständig durchtrocknen, sonst vermischen sich die Produkte und die Funktion geht verloren. Planen Sie mindestens 24 Stunden ein.
Nicht jede Grundierung passt zu jedem Untergrund. Haftgrund auf saugendem Putz oder Tiefengrund auf glatten Fliesen bringen nicht die gewünschte Wirkung. Informieren Sie sich beim Farbenkauf genau.
Grundierung ist kein Wundermittel für schlecht vorbereitete Wände. Lose Farbreste, Staub und Verschmutzungen müssen vorher gründlich entfernt werden.
Mehr hilft nicht mehr! Eine zu dicke Grundierungsschicht trocknet schlecht durch und kann sogar abblättern. Dünn und gleichmäßig ist die Devise.
Wie bereits erwähnt: Verdünnte Farbe ersetzt keine echte Grundierung. Die chemische Zusammensetzung ist völlig anders. Sparen Sie nicht an der falschen Stelle.
Laut Verbraucherzentrale lassen sich durch fachgerechte Grundierung bis zu 30% Wandfarbe einsparen, da weniger Deckanstriche notwendig sind. Die Investition in Grundierung rechnet sich also bereits beim ersten Anstrich.
Für besondere Herausforderungen gibt es spezialisierte Grundierungen, die Sie kennen sollten:
In Feuchträumen oder nach Schimmelbefall sollten Sie eine fungizide Grundierung einsetzen. Diese enthält Wirkstoffe, die das Pilzwachstum langfristig hemmen.
Professionelle Untergrundbehandlung gegen Schimmel, Algen und Bakterien. Optimal für die Sanierung befallener Flächen vor dem Grundieren und Streichen.
Abschließende Anti-Schimmel-Beschichtung für Innenbereiche mit dauerhafter Schutzwirkung. Ideal nach Grundierung in kritischen Bereichen.
Kombiniert Grundierung und Farbe in einem System. Speziell entwickelt für hochbeanspruchte Feuchträume mit Schimmelrisiko.
Bei starker Nikotinverfärbung oder Wasserflecken reicht normale Grundierung nicht aus. Spezielle Isoliergrundierungen enthalten Harze und Pigmente, die selbst hartnäckige Verfärbungen zuverlässig absperren.
Holzoberflächen, die gestrichen werden sollen, benötigen meist eine Kombination aus Isoliergrund (gegen durchschlagende Holzinhaltsstoffe) und Haftgrund für die Farbe. Ohne diese Vorbereitung können gelbliche Verfärbungen durch Harze und Gerbsäuren entstehen.
Moderne Grundierungen sind längst nicht mehr die lösemittelhaltigen Produkte von früher. Heute stehen umweltfreundliche Alternativen zur Verfügung:
In unserem Sortiment allergiefreier Farben finden Sie auch passende Grundierungen für sensible Personen und gesundheitsbewusstes Renovieren.
Mineralische Premium-Innenwandfarbe mit grundierenden Eigenschaften. Diffusionsoffen, alkalibeständig und frei von Konservierungsstoffen – ideal für Allergiker.
Zertifizierte Bio-Innenfarbe mit ausgezeichneten grundierenden Eigenschaften. Perfekt für das gesunde Zuhause und allergikerfreundliches Wohnen.
Die Kosten für das Grundieren sind überschaubar und sollten nicht zum Sparfaktor werden. Hier eine realistische Kostenübersicht für einen 20 m² großen Raum:
Für einen durchschnittlichen Raum investieren Sie also zwischen 10 und 40 Euro in die Grundierung – eine minimale Investition für deutlich bessere und langlebigere Ergebnisse. Verglichen mit den Kosten für mehrfache Überstriche oder Reklamationen ist dies ein Bruchteil.
Nein, das ist keine gute Idee. Verdünnte Wandfarbe hat eine völlig andere chemische Zusammensetzung als echte Grundierung. Sie dringt nicht tief genug ein, verfestigt den Untergrund nicht und reguliert die Saugfähigkeit nur unzureichend. Das Ergebnis sind oft Haftungsprobleme und fleckige Anstriche. Echte Grundierung kostet nur wenige Euro mehr, liefert aber professionelle Ergebnisse.
Die meisten Grundierungen benötigen 12-24 Stunden Trocknungszeit bei normalen Raumbedingungen (ca. 20°C, 60% Luftfeuchtigkeit). Bei niedrigeren Temperaturen oder hoher Luftfeuchtigkeit kann es länger dauern. Wichtig: Die Grundierung muss komplett durchgetrocknet sein, nicht nur oberflächlich. Im Zweifelsfall lieber einen Tag länger warten. Schnelles Trocknen mit Heizlüftern ist nicht empfehlenswert, da die Grundierung dann nicht optimal in den Untergrund einziehen kann.
Das kommt auf den Zustand der vorhandenen Farbe an. Wenn die alte Farbe gut haftet, nicht kreidet und Sie einen ähnlichen oder dunkleren Farbton auftragen, ist meist keine Grundierung nötig. Machen Sie den Wischtest: Fahren Sie mit der Hand über die Wand. Bleiben Partikel haften oder kreidet die Fläche, sollten Sie grundieren. Auch bei starkem Farbwechsel (dunkel zu hell) oder sichtbaren Flecken ist Grundierung ratsam. Im Zweifel lieber grundieren – es kostet wenig und bringt deutlich bessere Ergebnisse.
Für neue, unbehandelte Gipskartonplatten benötigen Sie zwingend eine Tiefengrundierung. Gipskarton ist extrem saugfähig und würde ohne Grundierung die Farbe ungleichmäßig aufnehmen. Tragen Sie die Tiefengrundierung gleichmäßig auf und lassen Sie sie vollständig trocknen. Bei verspachtelten Gipskartonwänden kann zusätzlich eine leichte Quarzgrundierung sinnvoll sein, um eine gleichmäßige Oberflächenstruktur zu schaffen. Verzichten Sie niemals auf die Grundierung bei Gipskarton!
Ja, die Farbrolle ist sogar das ideale Werkzeug für große Flächen. Verwenden Sie eine mittelhohe Rolle (10-14 mm Florhöhe) für glatte bis leicht strukturierte Untergründe. Arbeiten Sie in gleichmäßigen Bahnen von oben nach unten und achten Sie darauf, die Grundierung nicht zu dick aufzutragen. Ecken, Kanten und schwer erreichbare Stellen arbeiten Sie mit einem Pinsel vor. Bei stark strukturierten oder sehr porösen Flächen kann ein Quast oder eine langflorige Rolle (18-20 mm) besser sein, um alle Vertiefungen zu erreichen.

Holzfenster streichen: Profi-Anleitung für langanhaltenden SchutzNur bei PROMA-FARBEN
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