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Eine Holzterrasse ist eine wertvolle Investition, die Ihrem Außenbereich natürliche Schönheit verleiht. Doch ohne den richtigen Schutz verliert selbst das hochwertigste Terrassenholz durch UV-Strahlung, Feuchtigkeit und Witterungseinflüsse schnell seine ursprüngliche Farbe und Struktur. Nach über 30 Jahren Erfahrung im Farbenfachhandel zeigen wir Ihnen bei proma farben Hamburg, wie Sie Ihre Terrasse fachgerecht streichen und langfristig schützen.
Das Streichen von Terrassenholz ist mehr als nur ein ästhetischer Aspekt – es ist essentieller Holzschutz. Ungeschütztes Holz vergraut innerhalb weniger Monate, wird rissig und bietet Feuchtigkeit Angriffsfläche. Die richtige Behandlung verlängert die Lebensdauer Ihrer Terrasse um Jahrzehnte und bewahrt den natürlichen Charakter des Holzes.
Holz ist ein natürlicher Werkstoff, der permanent mit seiner Umgebung interagiert. Ohne Schutz sind verschiedene Holzarten unterschiedlich anfällig für Schäden:
Laut Umweltbundesamt sollte beim Holzschutz im Außenbereich auf filmbildende Beschichtungen gesetzt werden, die das Holz atmen lassen und gleichzeitig vor Feuchtigkeit schützen. Dies erreichen Sie durch das fachgerechte Streichen von Terrassenholz mit geeigneten Lasuren oder Ölen.
Nicht jedes Terrassenholz benötigt die gleiche Behandlung. Die Wahl des richtigen Produkts hängt wesentlich von der Holzart ab:
| Holzart | Eigenschaften | Empfohlene Behandlung |
|---|---|---|
| Douglasie | Heimisches Nadelholz, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, mäßige Dauerhaftigkeit | Lasur oder Öl mit UV-Schutz, 2-3 Anstriche |
| Lärche | Witterungsbeständig, hoher Harzanteil, neigt zu Rissbildung | Dünnschichtige Lasur, regelmäßige Nachbehandlung |
| Bangkirai | Tropisches Hartholz, sehr dauerhaft, hoher Ölgehalt | Spezialöl für Tropenhölzer, Entfettung vor Erstbehandlung |
| Cumaru | Sehr hartes Tropenholz, extrem dauerhaft, dichte Struktur | Hartwachsöl, dünn auftragen |
| Thermoholz | Thermisch behandelt, dimensionsstabil, vergraut schnell | Pigmentierte Lasur für Farberhalt |
| WPC | Holz-Kunststoff-Verbund, pflegeleicht | Spezielle WPC-Pflegeöle |
Die Wahl zwischen Öl, Lasur oder Lack ist entscheidend für das Ergebnis und die Pflegeleichtigkeit:
Terrassenöle dringen tief in die Holzfasern ein und schützen von innen heraus. Sie betonen die natürliche Maserung, bilden keine Schicht auf der Oberfläche und lassen das Holz atmen. Ideal für Harthölzer und alle, die die ursprüngliche Optik bewahren möchten.
Vorteile: Einfache Verarbeitung, kein Abblättern, partielle Ausbesserung möglich, natürliche Haptik
Nachteile: Muss häufiger erneuert werden (jährlich bis alle 2 Jahre), bietet weniger UV-Schutz als pigmentierte Produkte
Lasuren bilden eine dünne, halbtransparente Schicht auf dem Holz. Sie sind in verschiedenen Farbtönen erhältlich und bieten durch Farbpigmente besseren UV-Schutz als klare Öle. Die Holzstruktur bleibt sichtbar.
Vorteile: Längere Schutzdauer (2-4 Jahre), guter UV-Schutz, große Farbauswahl, besserer Feuchteschutz
Nachteile: Aufwendigere Renovierung, kann abblättern bei minderwertiger Qualität
Deckende Lacke bilden eine geschlossene Schicht und bieten maximalen Schutz, verdecken aber die Holzstruktur komplett. Werden hauptsächlich für Konstruktionsteile verwendet, seltener für Belagsflächen.
Vorteile: Höchste Schutzwirkung, sehr dauerhaft
Nachteile: Verdeckt Holzoptik, aufwendige Renovierung, rutschiger bei Nässe
Die richtige Vorbereitung macht 70% des Erfolgs aus. Folgen Sie dieser bewährten Anleitung aus über drei Jahrzehnten Fachhandels-Erfahrung:
Entfernen Sie zunächst alle Möbel, Pflanzen und Gegenstände von der Terrasse. Kehren Sie groben Schmutz ab und reinigen Sie die gesamte Fläche gründlich:
Lassen Sie das Holz nach der Nassreinigung mindestens 2-3 sonnige Tage vollständig durchtrocknen. Die Holzfeuchte sollte unter 20% liegen.
Ein leichter Schliff öffnet die Holzporen und verbessert die Aufnahme von Öl oder Lasur erheblich:
Nach dem Schliff sollte die Oberfläche gleichmäßig matt und aufgeraut sein – glänzende Stellen nehmen weniger Produkt auf.
Stark saugende oder besonders beanspruchte Hölzer profitieren von einer Grundierung:
Jetzt beginnt das eigentliche Streichen des Terrassenholzes:
Arbeiten Sie zügig Diele für Diele, um Ansätze zu vermeiden. Beginnen Sie in einer Ecke und arbeiten Sie sich systematisch vor.
Nach vollständiger Trocknung (mindestens 24h) erfolgt der zweite Anstrich:
Nach dem finalen Anstrich benötigt die Beschichtung Zeit zur vollständigen Aushärtung:
Hochwertige Dünnschichtlasur mit exzellentem UV-Schutz und wasserabweisender Wirkung. Ideal für alle Nadelhölzer und Laubhölzer. Betont die natürliche Maserung und schützt bis zu 4 Jahre.
Speziell für Tropenhölzer entwickeltes Pflegeöl. Dringt tief ein, schützt vor Austrocknung und Vergrauung. Wasserabweisend und strapazierfähig. Perfekt für Bangkirai, Teak und Cumaru.
Preiswerte Alternative für die jährliche Auffrischung. Frischt vergrautes Holz auf, schützt vor Feuchtigkeit und ist einfach zu verarbeiten. Für alle gängigen Terrassenhölzer geeignet.
Entfernt Vergrauungen und bereitet alte Holzterrassen optimal auf die Neubehandlung vor. Biologisch abbaubar und einfach anzuwenden. Unverzichtbar bei der Renovierung.
In unserem Farbenfachhandel in Hamburg beraten wir Sie persönlich zur optimalen Produktauswahl für Ihr spezifisches Terrassenholz. Bringen Sie gerne ein Foto oder ein kleines Holzstück mit – so können wir die perfekte Lösung finden.
Aus unserer langjährigen Erfahrung kennen wir die typischen Stolpersteine, die Sie unbedingt vermeiden sollten:
Viel hilft nicht viel – im Gegenteil. Zu dick aufgetragene Lasuren oder Öle trocknen ungleichmäßig, bleiben klebrig oder bilden Tropfnasen. Mehrere dünne Schichten sind immer besser als eine dicke.
Streichen Sie niemals bei direkter Sonneneinstrahlung, bei Regen oder wenn Regen angekündigt ist. Die ideale Verarbeitungstemperatur liegt zwischen 15-25°C bei niedriger Luftfeuchtigkeit. Die Wettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes sollte mindestens 48h trockenes Wetter zeigen.
Ohne gründliche Reinigung und Entgrauung hält kein Anstrich dauerhaft. Alte, verwitterte Schichten müssen entfernt werden – sonst blättert die neue Behandlung mit der alten Schicht ab.
Die Hirnholzflächen an den Dielenenden sind besonders saugfähig und anfällig. Sie benötigen extra viel Produkt und mehrfache Behandlung – sonst dringt hier Feuchtigkeit ins Holz ein.
Auch wenn die Oberfläche nach einigen Stunden trocken erscheint – die vollständige Aushärtung dauert mehrere Tage. Frühzeitige Belastung führt zu Druckstellen und beschädigten Oberflächen.
Mit der richtigen Pflege verlängern Sie die Intervalle zwischen den aufwendigen Komplett-Renovierungen erheblich:
Bei regelmäßiger Pflege reicht meist eine Auffrischung mit einer dünnen Schicht Öl oder Lasur alle 1-2 Jahre. Eine Komplettrenovierung mit Entgrauung wird dann nur alle 4-6 Jahre notwendig.
Zur realistischen Planung hier eine Übersicht der zu erwartenden Kosten und des Zeitaufwands für eine durchschnittliche Terrasse von 30m²:
| Position | Material/Arbeitszeit | Kosten/Aufwand |
|---|---|---|
| Reiniger/Entgrauer | 2-5 Liter | 30-60 € |
| Grundierung (optional) | 3-4 Liter | 40-80 € |
| Lasur oder Öl (2 Anstriche) | 6-9 Liter | 90-180 € |
| Pinsel, Roller, Schleifmittel | Verbrauchsmaterial | 30-50 € |
| Materialkosten gesamt | 190-370 € | |
| Reinigung & Vorbereitung | 4-6 Stunden | |
| Schleifen | 3-5 Stunden | |
| Erster Anstrich | 3-4 Stunden | |
| Zweiter Anstrich | 2-3 Stunden | |
| Zeitaufwand gesamt | 12-18 Stunden | Verteilbar auf 4-5 Tage |
Im Vergleich dazu kostet die professionelle Durchführung durch einen Maler etwa 30-50 € pro m², also 900-1.500 € für 30m². Die Eigenleistung lohnt sich also finanziell – und mit unserer Anleitung gelingt auch Heimwerkern ein professionelles Ergebnis.
Beim Holzschutz im Außenbereich sollten ökologische Aspekte nicht vernachlässigt werden. Die Produkte kommen schließlich in direkten Kontakt mit Regenwasser, das versickert oder in die Kanalisation gelangt:
In unserem Sortiment führen wir zahlreiche umweltfreundliche Produkte zum Terrassenholz streichen, die höchste Schutzwirkung mit ökologischer Verantwortung verbinden. Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne zu den nachhaltigsten Optionen.
Die Häufigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab: Der verwendeten Holzart, der Beanspruchung, der Witterungsexposition und dem verwendeten Produkt. Als Faustregel gilt: Geölte Terrassen sollten jährlich bis alle 2 Jahre aufgefrischt werden, lasierte Terrassen halten 2-4 Jahre. Stark bewitterte Bereiche (Südseite, ungeschützte Lagen) benötigen häufigere Behandlung als überdachte Bereiche. Ein guter Indikator ist der Wassertest: Perlt Wasser nicht mehr ab, sondern zieht ein, ist eine Neubehandlung fällig.
Nein, das sollten Sie nicht tun. Die graue Schicht besteht aus abgestorbenen, verwitterten Holzfasern und UV-geschädigtem Lignin. Wenn Sie darüber streichen, haftet die Lasur oder das Öl nur an dieser instabilen Schicht, nicht am gesunden Holz darunter. Die Behandlung hält dann nur sehr kurz. Verwenden Sie einen Holzentgrauer, um die graue Schicht zu entfernen und das gesunde, honigfarbene Holz freizulegen. Erst dann kann das neue Produkt optimal eindringen und haften.
Beide haben ihre Berechtigung, je nach Ihren Prioritäten: Terrassenöl ist ideal, wenn Sie die natürliche Holzoptik und Haptik bevorzugen, bereit sind für häufigere Pflege und partielle Ausbesserungen einfach durchführen möchten. Lasuren sind die bessere Wahl für längeren Schutz, besseren UV-Schutz durch Farbpigmente und wenn Sie seltener nacharbeiten möchten. Für Nadelhölzer in exponierten Lagen empfehlen wir Lasuren, für Tropenhölzer eher spezialisierte Öle. In unserer Beratung finden wir gemeinsam das optimale Produkt für Ihre Situation.
Die ideale Zeit ist das Frühjahr (März bis Mai) oder der Frühherbst (September bis Oktober). Wichtige Kriterien: Temperaturen zwischen 15-25°C, niedrige Luftfeuchtigkeit, keine direkte Sonneneinstrahlung während der Verarbeitung, mindestens 48 Stunden trockenes Wetter laut Wettervorhersage. Vermeiden Sie Hochsommer (zu heiß, Produkt trocknet zu schnell) und Winter (zu kalt, schlechte Aushärtung). Der Frühling hat den Vorteil, dass Sie die Terrasse danach die ganze Saison nutzen können. Der Herbst gibt dem Holz optimalen Schutz für die feuchte Winterperiode.
Bei einer neu gebauten Terrasse ist das sehr empfehlenswert, da Sie noch gut an die Unterseiten gelangen. Holz nimmt Feuchtigkeit von allen Seiten auf – eine ungeschützte Unterseite kann von unten durchfeuchten, was zu Schimmel, Fäulnis und Verformungen führt. Bei einer bestehenden Terrasse ist das nachträgliche Streichen der Unterseite meist nicht praktikabel. Konzentrieren Sie sich dann auf die Oberseite und besonders auf die Stirnseiten (Hirnholz), die besonders anfällig sind. Eine gute Unterlüftung der Terrasse (mindestens 5cm Abstand zum Boden) ist dann umso wichtiger.

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