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Jahre Schutz mit richtiger Behandlung
Weniger Verbrauch bei Lasur vs. Lack
Arbeitstage für 40m² Verkleidung
Natürliches Material geschützt
Holzverkleidungen an Wänden und Fassaden verleihen Räumen und Gebäuden natürlichen Charme – doch ohne den richtigen Schutz vergrauen sie schnell, werden porös oder von Schädlingen befallen. Seit über 30 Jahren beraten wir bei Proma Farben in Hamburg Kunden beim Streichen von Holzverkleidungen. In diesem umfassenden Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie Holzverkleidung streichen – innen wie außen – für jahrelangen Schutz und ansprechende Optik.
Ob Sie klassische Nut-und-Feder-Paneele modernisieren, eine verwitterte Holzfassade auffrischen oder neue Profilhölzer behandeln möchten: Mit der richtigen Vorbereitung, passenden Produkten und bewährten Techniken erzielen Sie dauerhaft schöne Ergebnisse.
Holzverkleidungen sind vielseitig: Im Innenbereich schaffen sie gemütliche Atmosphäre in Wohnräumen, Dachgeschossen oder als Akzentwand. Im Außenbereich schützen sie die Fassade vor Witterung und verleihen dem Gebäude Charakter. Doch unbehandeltes oder verwittertes Holz benötigt regelmäßige Pflege.
Bei der Planung unbedingt zwischen Innen- und Außenanwendung unterscheiden! Außenholz benötigt deutlich intensiveren Schutz gegen UV-Strahlung und Feuchtigkeit. Innenpaneele hingegen profitieren von diffusionsoffenen, wohngesunden Produkten ohne starke Filmbildung.
Die Grundsatzfrage beim Holzverkleidung streichen: Soll die natürliche Holzmaserung sichtbar bleiben oder komplett überdeckt werden? Diese Entscheidung bestimmt die Wahl zwischen Lasur und Lack.
Vorteile: Lasuren dringen tief ins Holz ein, lassen die Maserung sichtbar, sind atmungsaktiv und einfach zu renovieren. Sie betonen die natürliche Holzoptik und sind ideal für hochwertiges Holz mit schöner Struktur.
Nachteile: Geringerer Oberflächenschutz als Lack, regelmäßigere Nachbehandlung nötig (außen alle 3-5 Jahre), weniger abriebfest.
Einsatzbereiche: Holzfassaden, Profilholz innen, rustikale Wand- und Deckenverkleidungen, Gartenhäuser, wenn Holzcharakter gewünscht ist.
Vorteile: Höchster Oberflächenschutz, sehr abriebfest, leicht zu reinigen, überdeckt Maserung komplett (ideal zum Modernisieren), große Farbauswahl, längere Haltbarkeit.
Nachteile: Holzmaserung nicht mehr sichtbar, Renovierung aufwendiger (Anschleifen nötig), weniger atmungsaktiv, kann bei falscher Anwendung abplatzen.
Einsatzbereiche: Modernisierung dunkler Holzpaneele (z.B. in Weiß), stark beanspruchte Bereiche, wenn glatte, pflegeleichte Oberfläche gewünscht ist.
| Eigenschaft | Holzlasur | Holzlack |
|---|---|---|
| Maserung sichtbar | ✓ Ja, betont | ✗ Nein, überdeckt |
| Atmungsaktivität | ✓✓ Sehr gut | ○ Eingeschränkt |
| Oberflächenschutz | ○ Mittel | ✓✓ Sehr hoch |
| Haltbarkeit außen | 3-5 Jahre | 8-12 Jahre |
| Renovierung | ✓✓ Einfach überstreichen | ○ Anschleifen nötig |
| Farbauswahl | Holztöne, transparent | Alle RAL-Farben |
Die Vorbereitung entscheidet über das Endergebnis. Hier die bewährte Vorgehensweise aus unserem Fachhandel für perfekte Resultate.
Neue Holzverkleidung: Oberfläche leicht anschleifen (Körnung 180-220), Schleifstaub entfernen, auf Harzausblutungen prüfen und ggf. mit Spiritus reinigen.
Alte Verkleidung: Alte Farbe auf Haftung prüfen (Gittertest), lose Teile abschleifen, gründlich reinigen mit Schwamm und ggf. Holzreiniger. Bei Außenholz: Grünbelag und Algen entfernen.
Holzfeuchte messen: Mit Feuchtigkeitsmessgerät prüfen – max. 15-18% Holzfeuchte für Anstrich, ideal 10-12%.
Wann grundieren? Bei neuem, unbehandeltem Holz, stark saugendem Untergrund, harzreichem Holz (Kiefer, Fichte) oder beim Wechsel von Lasur auf Lack.
Produktwahl: Für Lasuren: dünnflüssige Holzschutz-Grundierung. Für Lacke: Haftgrundierung oder isolierende Sperrgrundierung bei Verfärbungsgefahr.
Auftrag: Mit Pinsel oder Rolle gleichmäßig auftragen, Hirnholz (Schnittkanten) besonders gründlich behandeln. Trockenzeit beachten: meist 12-24 Stunden.
Nach der Grundierung mit feinem Schleifpapier (Körnung 220-240) die Oberfläche leicht anschleifen. Dies entfernt aufgestellte Holzfasern und schafft optimale Haftung für den Hauptanstrich.
Wichtig: Nicht durchschleifen! Nur die Spitzen der Fasern kappen. Anschließend Schleifstaub gründlich absaugen oder mit leicht feuchtem Tuch abwischen.
Werkzeugwahl: Für Nut-und-Feder und profilierte Oberflächen: Lasurpinsel mit langen, weichen Borsten. Für glatte Paneele: Farbroller mit kurzem Flor oder Sprühsystem.
Technik: Immer in Holzrichtung streichen! Bei Lasuren: dünn auftragen und gut verteilen. Bei Lacken: gleichmäßige Schichtstärke ohne Nasen und Läufer.
Nut-und-Feder-Tipp: Pinsel schräg in die Nuten führen, dann längs verstreichen. So wird auch der verdeckte Bereich erreicht.
Nach vollständiger Trocknung (bei Lasuren 12-24h, bei Lacken 24-48h) folgt der zweite Anstrich. Dieser ist essentiell für ausreichenden Schutz – besonders im Außenbereich!
Bei Lacken: Vor dem zweiten Anstrich erneut leicht anschleifen (Körnung 280-320) für perfekte Oberfläche.
Deckungsgrad prüfen: Bei heller Farbe auf dunklem Holz kann ein dritter Anstrich nötig sein.
Nach dem letzten Anstrich mindestens 3-5 Tage aushärten lassen, bevor die Oberfläche voll belastet wird. Bei Lack kann es bis zu 14 Tage dauern, bis die volle Härte erreicht ist.
Kontrolle: Auf gleichmäßige Deckung achten, Nuten und Kanten prüfen, eventuelle Nasen vorsichtig abschleifen.
Pflege: Außenholz jährlich auf Schäden prüfen, bei Bedarf Pflegeanstrich (ohne Schliff) nach 2-3 Jahren.
Zu dickes Auftragen: Besonders bei Lack führt dies zu Läufern und langer Trockenzeit. Lieber drei dünne als zwei dicke Schichten!
Falsche Temperatur: Nicht unter 10°C und über 25°C streichen. Ideal: 15-20°C bei niedriger Luftfeuchtigkeit.
Direkte Sonne: Bei Außenarbeiten: nicht in praller Sonne streichen – Farbe trocknet zu schnell und kann Blasen bilden.
Hirnholz vergessen: Schnittkanten (Hirnholz) saugen besonders stark – diese Bereiche benötigen extra Aufmerksamkeit und oft einen zusätzlichen Anstrich.
Im Innenbereich liegt der Fokus auf Wohngesundheit, Optik und leichter Pflege. Holzpaneele in Wohnräumen, an der Decke oder als Akzentwand benötigen weniger intensiven Schutz als Außenholz, dafür aber schadstoffarme Produkte.
Produktempfehlungen innen:
Besonderheiten: Bei beheizten Räumen ist die Holzfeuchtigkeit konstant niedrig – ideal für alle Beschichtungen. In Feuchträumen wie Bad oder Sauna spezielle feuchtigkeitsbeständige Holzschutzmittel verwenden. Laut Umweltbundesamt sollten Innenbeschichtungen das Umweltzeichen „Blauer Engel“ tragen.
Außenholz ist extremen Belastungen ausgesetzt: UV-Strahlung, Regen, Frost, Temperaturwechsel. Hier ist intensiver Schutz durch hochwertige Holzschutzmittel unverzichtbar.
Produktempfehlungen außen:
Wartungsintervalle: Lasuren benötigen je nach Exposition alle 3-5 Jahre einen Pflegeanstrich, Lacke halten 8-12 Jahre. Wetterseitige Fassaden (West/Südwest) erfordern häufigere Pflege als geschützte Nordseiten.
Innen: Ganzjährig möglich bei normaler Raumtemperatur (18-22°C).
Außen: Ideal sind Frühjahr (April/Mai) oder Herbst (September/Oktober). Moderate Temperaturen, niedrigere Luftfeuchtigkeit und kein direkter Sonnenschein schaffen perfekte Bedingungen. Sommer: nur morgens/abends arbeiten. Im Winter nur bei Temperaturen deutlich über 10°C.
Premium-Holzschutzlasur für außen mit erhöhtem UV-Schutz. Perfekt für Holzfassaden und Verkleidungen. Deckend, aber maserungsbetont. Besonders wetterfest und langlebig.
Hochwertige Dickschicht-Lasur mit ausgezeichnetem UV-Schutz. Betont die natürliche Holzstruktur und bietet dennoch guten Oberflächenschutz. Verschiedene Holztöne verfügbar.
Seidenmatter Weißlack für Holzpaneele innen. Wasserbasiert, geruchsarm und VOC-reduziert. Perfekt zum Modernisieren dunkler Holzverkleidungen. Leicht zu verarbeiten.
Deckende Holzfarbe für maximalen Außenschutz. Besonders geeignet für stark exponierte Holzverkleidungen. Hohe Deckkraft und Farbtonvielfalt.
Natürliches Holzöl für Innenpaneele. Betont die Holzmaserung maximal, zieht tief ein und ist diffusionsoffen. Ideal für hochwertige Hölzer in Wohnräumen.
Isoliergrundierung für problematische Hölzer mit Verfärbungsgefahr. Verhindert Durchschlagen von Inhaltsstoffen und schafft perfekte Basis für Deck-Anstriche.
Benötigen Sie Beratung zur Produktwahl für Ihr spezifisches Projekt? In unserem Sortiment für Innenfarben und im Fachhandel vor Ort in Hamburg helfen wir Ihnen gerne weiter.
Viele ältere Gebäude verfügen über dunkle Holzpaneele aus den 70er-90er Jahren – oft in Eiche rustikal, Kiefer natur oder Nussbaum. Diese lassen Räume dunkel und klein wirken. Die Lösung: Aufhellen durch Streichen!
Vorbereitung ist entscheidend:
Der eigentliche Anstrich:
Wer die Holzstruktur sichtbar lassen möchte, kann dunkles Holz auch aufhellen: Mit Holzentfärber vorbehandeln, dann mit heller Beize (Weiß, Grau, Nordic) nachbehandeln und mit Klarlack versiegeln. So bleibt die Maserung sichtbar, während die Farbe heller wird.
Die richtige Ausrüstung spart Zeit und verbessert das Ergebnis deutlich:
Die Investition in hochwertige Produkte lohnt sich: Premium-Lasuren und -Lacke halten doppelt so lang wie Billigprodukte und sind oft leichter zu verarbeiten, was Zeit spart und bessere Ergebnisse liefert.
Bei bereits gestrichenen, intakten Oberflächen ist ein leichtes Anschleifen (Anrauen) ausreichend – ein vollständiges Abschleifen ist nicht nötig. Bei unbehandeltem Holz oder stark verwitterten Flächen ist Schleifen jedoch essentiell für gute Haftung. Spezielle Haftgrundierungen können den Schleifaufwand reduzieren, ersetzen ihn aber nicht vollständig. Mindestens ein Mattschleifen mit Körnung 180-220 ist immer empfehlenswert.
Für klassische Nut-und-Feder-Paneele innen eignen sich am besten dünnflüssige Holzlasuren oder -öle, die gut in die Vertiefungen eindringen. Für deckende Anstriche empfehlen sich wasserbasierte Holzlacke mit niedriger bis mittlerer Viskosität. Diese lassen sich mit speziellen Lasurpinseln auch in die Nuten verarbeiten. Dickflüssige Wandfarben sind ungeeignet, da sie die Profile zusetzen und keine ausreichende Haftung bieten.
Die Wartungsintervalle hängen von Produkt, Holzart und Exposition ab: Dünnschicht-Lasuren benötigen nach 2-3 Jahren einen Pflegeanstrich, Dickschicht-Lasuren nach 3-5 Jahren. Deckende Lacke halten 8-12 Jahre. Wetterseitige Fassaden (West/Südwest mit hoher Beregnung und UV-Belastung) erfordern häufigere Pflege als geschützte Bereiche. Jährliche Kontrolle und frühzeitiger Pflegeanstrich verlängern die Gesamthaltbarkeit erheblich.
Ja, das ist problemlos möglich und eine beliebte Modernisierungsmaßnahme. Wichtig: Oberfläche gründlich reinigen, anschleifen und mit Haftgrundierung vorbehandeln. Bei sehr dunklen oder verfärbenden Hölzern (Eiche, Nussbaum) zusätzlich eine Sperrgrundierung verwenden, die das Durchschlagen von Holzinhaltsstoffen verhindert. Rechnen Sie mit 2-3 Deckanstrichen für vollständige Deckung. Verwenden Sie hochwertigen Holzlack – keine Wandfarbe!
Die ideale Verarbeitungstemperatur liegt bei 15-20°C bei relativer Luftfeuchtigkeit von 40-60%. Minimum: 10°C (bei wasserbasierten Produkten), bei niedrigeren Temperaturen verlangsamt sich die Trocknung extrem und die Filmbildung wird gestört. Maximum: 25°C, darüber trocknet die Farbe zu schnell und kann Blasen bilden oder nicht richtig verlaufen. Im Außenbereich zusätzlich direkte Sonneneinstrahlung während der Verarbeitung vermeiden. Laut Verbraucherzentrale sind diese Rahmenbedingungen für optimale Ergebnisse essentiell.

Welche Farben eignen sich für Allergiker?Nur bei PROMA-FARBEN
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