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Holzfenster gehören zu den schönsten und nachhaltigsten Fensterlösungen, benötigen aber regelmäßige Pflege. Wer seine Holzfenster streichen möchte, steht vor vielen Fragen: Welche Farbe ist die richtige? Wie bereitet man den Untergrund vor? Und wie oft muss nachgestrichen werden? Als Farbenfachhandel mit über 30 Jahren Erfahrung zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre Holzfenster professionell renovieren und dauerhaft schützen.
Die richtige Renovierung von Holzfenstern verlängert deren Lebensdauer um Jahrzehnte und spart langfristig Kosten. Unbehandelte oder schlecht gepflegte Holzfenster können durch UV-Strahlung, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen erheblichen Schaden nehmen. Mit der richtigen Technik und hochwertigen Produkten erzielen Sie professionelle Ergebnisse, die Jahre halten.
Holzfenster sind ständig extremen Bedingungen ausgesetzt. Von außen wirken UV-Strahlung, Regen, Frost und Temperaturschwankungen auf das Material ein. Von innen kann Kondenswasser durch Luftfeuchtigkeit entstehen. All diese Faktoren machen eine regelmäßige Schutzschicht unerlässlich.
Die Hauptgründe für regelmäßiges Streichen:
Nach Angaben der Verbraucherzentrale sollten Holzfenster je nach Witterungsexposition alle 3-7 Jahre gestrichen werden. Süd- und Westseiten sind dabei besonders beansprucht und benötigen häufigere Pflege als Nord- und Ostseiten.
Eine gründliche Vorbereitung ist entscheidend für das Endergebnis. Bis zu 70% des Arbeitserfolgs hängen von der richtigen Vorbehandlung ab. Wer hier sorgfältig arbeitet, wird mit einer langlebigen, schönen Oberfläche belohnt.
Bevor Sie mit dem Streichen beginnen, prüfen Sie den Zustand Ihrer Holzfenster genau:
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten:
Fenster ausgebaut streichen:
Fenster eingebaut streichen:
Für Heimwerker empfiehlt sich meist das Streichen im eingebauten Zustand, sofern die Fenster noch in gutem Zustand sind. Bei starken Beschädigungen oder bei Renovierung mehrerer Fenster lohnt sich der Ausbau.
Reinigen Sie die Fensterrahmen mit warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel. Besonders wichtig: Entfernen Sie alle Fett-, Öl- und Silikonreste, da diese die Haftung beeinträchtigen. Lassen Sie die Fenster nach der Reinigung vollständig trocknen (mindestens 24 Stunden).
Schleifen Sie alte Farbschichten mit Körnung 120-180 an, um eine griffige Oberfläche zu schaffen. Bei stark verwitterten Fenstern müssen Sie bis aufs Holz abschleifen. Arbeiten Sie immer in Faserrichtung und tragen Sie eine Atemschutzmaske, besonders bei Altanstrichen.
Füllen Sie Risse, Löcher und Unebenheiten mit Holzspachtelmasse. Nach dem Trocknen (meist 2-4 Stunden) nochmals fein nachschleifen. Bei größeren Schäden sollten Holzstücke eingeleimt werden. Verwenden Sie hochwertige Spachtelmasse von Ardex für dauerhafte Ergebnisse.
Entfernen Sie Schleifstaub gründlich mit einem Staubsauger und einem feuchten Tuch. Anschließend mit Silikonentferner oder Spiritus alle fettigen Rückstände beseitigen. Diese Vorbereitung ist entscheidend für optimale Haftung.
Kleben Sie Glasflächen, Beschläge, Dichtungen und angrenzende Fassadenflächen sorgfältig ab. Verwenden Sie hochwertiges Malerkrepp und drücken Sie die Kanten fest an. Bei Glas etwa 1-2 mm Abstand zum Rahmen lassen, damit die Farbe eine Versiegelungskante bildet.
Tragen Sie bei blankem Holz oder stark saugenden Flächen eine Holzgrundierung auf. Diese verbessert die Haftung und reduziert den Farbverbrauch. Lassen Sie die Grundierung nach Herstellerangaben trocknen (meist 12-24 Stunden).
Tragen Sie den ersten Anstrich dünn und gleichmäßig auf. Beginnen Sie mit den Profilen und Ecken (mit Pinsel), dann die Flächen (mit Rolle oder Pinsel). Wichtig: Immer in Faserrichtung streichen und Farbe nicht zu dick auftragen, um Läufer zu vermeiden.
Nach dem Trocknen des ersten Anstrichs (24-48 Stunden) mit feinem Schleifpapier (220er Körnung) leicht anschleifen. Dadurch wird die Oberfläche glatter und der zweite Anstrich haftet besser. Schleifstaub gründlich entfernen.
Tragen Sie mindestens zwei weitere Deckschichten auf. Bei stark beanspruchten Fenstern (Süd-/Westseite) empfehlen sich drei Schichten. Zwischen den Anstrichen jeweils 24 Stunden Trockenzeit einhalten. Der letzte Anstrich sollte besonders sorgfältig erfolgen.
Die Wahl der richtigen Farbe ist entscheidend für die Langlebigkeit Ihrer Holzfenster. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Lacken und Lasuren, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften haben.
| Eigenschaft | Lack (deckend) | Lasur (transparent) |
|---|---|---|
| Holzstruktur | Nicht sichtbar | Bleibt sichtbar |
| UV-Schutz | Sehr hoch (besonders bei hellen Farben) | Mittel bis gut |
| Feuchtigkeitsschutz | Sehr hoch (geschlossene Schicht) | Gut (offenporiger) |
| Renovierungsaufwand | Höher (Abschleifen nötig) | Geringer (Überstreichen möglich) |
| Haltbarkeit | 5-8 Jahre | 3-5 Jahre |
| Optik | Modern, gleichmäßig | Natürlich, rustikal |
Für Außenfenster empfehlen wir Lacke, da sie den besseren Schutz gegen Witterungseinflüsse bieten. Lasuren eignen sich besonders für Innenfenster oder geschützte Außenbereiche wie überdachte Balkone.
Das Umweltbundesamt empfiehlt wasserbasierte Lacke mit dem Blauen Engel-Siegel, da diese deutlich weniger Schadstoffe enthalten als lösemittelbasierte Produkte.
Hochdeckender Acryllack auf Wasserbasis für Fenster, Türen und Holzmöbel. Geruchsarm, schnelltrocknend und ideal für innen und außen. Besonders geeignet für Heimwerker durch einfache Verarbeitung.
Premium-Holzlack mit hervorragender Deckkraft und Wetterbeständigkeit. Hoher UV-Schutz für langanhaltende Farbbrillanz. Elastisch und rissbeständig – perfekt für stark beanspruchte Holzfenster.
Speziallack für höchste Beanspruchung. Besonders hart und abriebfest, ideal für Fenster mit häufiger Nutzung. Wasserbasiert, geruchsarm und mit ausgezeichneter Verlaufseigenschaft für professionelles Finish.
Hochwertige Spachtelmasse zur Reparatur von Rissen, Löchern und Beschädigungen. Schleifbar, überstreichbar und dauerhaft elastisch. Perfekt für die Vorbereitung vor dem Holzfenster streichen.
In unserem Farbenfachhandel in Hamburg beraten wir Sie gerne persönlich zur optimalen Produktwahl für Ihr Projekt. Mit über 30 Jahren Erfahrung finden wir für jeden Untergrund und jede Anforderung die passende Lösung.
Auch erfahrene Heimwerker machen beim Fensterstreichen oft vermeidbare Fehler, die das Ergebnis beeinträchtigen oder die Haltbarkeit reduzieren:
Historische Holzfenster erfordern besondere Aufmerksamkeit. Oft wurden früher bleihaltige Farben verwendet, die bei der Renovierung besondere Vorsichtsmaßnahmen erfordern. In solchen Fällen empfiehlt sich die Beratung durch einen Fachbetrieb, besonders in denkmalgeschützten Gebäuden.
Bei Fenstern mit mehreren alten Farbschichten kann ein vollständiges Abbeizen sinnvoll sein, um eine glatte, dauerhafte Basis zu schaffen. Dies ist zwar aufwendiger, führt aber zu deutlich besseren und langlebigeren Ergebnissen.
Nach dem erfolgreichen Streichen ist die richtige Pflege entscheidend für lange Freude an Ihren Holzfenstern:
Gut gepflegte und fachgerecht gestrichene Holzfenster halten problemlos 20-30 Jahre und länger. Der regelmäßige Neuanstrich alle 5-7 Jahre ist dabei deutlich günstiger als ein kompletter Fensteraustausch.
Die Entscheidung zwischen Eigenleistung und Fachbetrieb hängt von mehreren Faktoren ab:
Bei mehreren Fenstern und handwerklichem Geschick lohnt sich das Holzfenster streichen in Eigenregie deutlich. Bei komplizierten Schäden, denkmalgeschützten Gebäuden oder wenn Zeit fehlt, ist der Fachmann die bessere Wahl.
Die Häufigkeit hängt von der Witterungsexposition ab. Fenster an Süd- und Westseiten sollten alle 3-5 Jahre gestrichen werden, während Nord- und Ostseiten oft 5-7 Jahre halten. Entscheidend sind Zustand der Farbschicht, UV-Belastung und Qualität der verwendeten Farbe. Eine regelmäßige Inspektion hilft, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen.
Ja, moderne Acryllacke auf Wasserbasis eignen sich hervorragend für Holzfenster. Sie sind umweltfreundlich, geruchsarm, schnelltrocknend und bieten guten UV- und Witterungsschutz. Wichtig ist die Wahl eines hochwertigen Produkts, das speziell für Außenanwendungen geeignet ist. Achten Sie auf Kennzeichnungen wie „wetterbeständig“ oder „für Fenster und Türen“.
Nicht zwingend. Gut haftende Altanstriche können nach gründlichem Anschleifen überstrichen werden. Nur bei abblätternder, rissiger oder sehr dicker Farbe ist komplettes Entfernen nötig. Prüfen Sie die Haftung mit einem Klebebandtest: Wenn beim Abziehen Farbe mitkommt, muss diese Schicht entfernt werden.
Helle Farben (Weiß, Beige, Hellgrau) halten länger als dunkle, da sie weniger UV-Strahlung absorbieren und sich weniger erwärmen. Hochwertige Acryllacke oder 2K-Lacke bieten die beste Haltbarkeit (5-8 Jahre). Zusätzlich spielen Untergrundvorbereitung und Anzahl der Schichten eine wichtige Rolle für die Langlebigkeit.
Nein, die Witterung ist entscheidend für das Ergebnis. Ideal sind trockene Tage mit 15-25°C ohne direkte Sonneneinstrahlung. Vermeiden Sie: Regen (auch 24 Stunden vorher und nachher), Frost, Temperaturen über 30°C, hohe Luftfeuchtigkeit über 80% und starken Wind (Staubablagerungen). Frühling und Frühherbst sind die besten Jahreszeiten.

Welche Farben eignen sich für Allergiker?Nur bei PROMA-FARBEN
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