Garagenboden streichen: Die professionelle Anleitung

So beschichten Sie Ihren Garagenboden dauerhaft, belastbar und professionell – Schritt für Schritt erklärt

3-5
Tage Trockenzeit einplanen
15+
Jahre Haltbarkeit möglich
5-8
m² pro Liter Beschichtung
100%
Chemikalienbeständigkeit

Ein gepflegter Garagenboden ist mehr als nur Optik: Er schützt den Beton vor Feuchtigkeit, Öl, Salz und mechanischer Belastung. Wer seinen Garagenboden streichen möchte, steht vor der Frage: Welche Beschichtung ist die richtige, wie bereitet man den Untergrund vor und wie gelingt ein dauerhaftes Ergebnis? Als Farbenfachhandel mit über 30 Jahren Erfahrung zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren Garagenboden professionell beschichten – mit den richtigen Produkten und bewährten Techniken.

Die richtige Bodenbeschichtung macht Ihre Garage nicht nur pflegeleichter und attraktiver, sondern verhindert auch das Eindringen von Feuchtigkeit, die Betonschäden verursachen kann. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles über Untergrundvorbereitung, Produktauswahl, Verarbeitungstechniken und typische Fehlerquellen.

Warum sollte man den Garagenboden streichen?

Unbehandelter Beton ist porös und nimmt Flüssigkeiten auf – ein Problem, das in Garagen besonders relevant ist. Garagenböden sind besonderen Belastungen ausgesetzt: Reifenabrieb, Streusalz im Winter, auslaufende Betriebsflüssigkeiten und häufige Temperaturschwankungen setzen dem Material zu.

Eine professionelle Bodenbeschichtung bietet zahlreiche Vorteile:

  • Versiegelung gegen Feuchtigkeit: Verhindert das Eindringen von Wasser und Tausalz, die den Beton von innen zerstören können
  • Chemikalienbeständigkeit: Schützt vor Öl, Benzin, Bremsflüssigkeit und anderen aggressiven Substanzen
  • Einfache Reinigung: Verschmutzungen lassen sich von versiegelten Flächen deutlich leichter entfernen
  • Staubfreiheit: Bindet die Betonoberfläche und verhindert Staubbildung
  • Mechanischer Schutz: Erhöht die Abriebfestigkeit und Belastbarkeit des Bodens
  • Optische Aufwertung: Einheitliche, saubere Optik steigert den Wert der Immobilie
  • Rutschsicherheit: Spezielle Beschichtungen können die Trittsicherheit erhöhen
Expertentipp: Laut Umweltbundesamt können unbehandelte Betonböden in Garagen durch eindringende Schadstoffe das Grundwasser belasten. Eine fachgerechte Versiegelung ist daher nicht nur praktisch, sondern auch ökologisch sinnvoll.

Welche Produkte eignen sich zum Garagenboden streichen?

Die Wahl der richtigen Bodenbeschichtung ist entscheidend für das Endergebnis. Je nach Anforderung, Budget und handwerklichem Geschick kommen verschiedene Systeme infrage:

Epoxidharz-Beschichtungen

Zweikomponenten-Epoxidharze gelten als Königsklasse der Garagenbodenbeschichtungen. Sie bestehen aus Harz und Härter, die vor der Verarbeitung gemischt werden. Nach dem Aushärten entsteht eine extrem belastbare, chemikalienresistente Oberfläche.

Vorteile: Höchste Beständigkeit gegen Chemikalien, Abrieb und mechanische Belastung, sehr langlebig (15+ Jahre), fugenlose Oberfläche, hoher Glanzgrad möglich

Nachteile: Höherer Preis, anspruchsvollere Verarbeitung, längere Trockenzeiten, nicht UV-beständig (vergilbt bei Sonneneinstrahlung)

Polyurethan-Beschichtungen

PU-Beschichtungen sind ebenfalls zweikomponentig und bieten eine gute Alternative zu Epoxidharzen. Sie sind elastischer und UV-beständiger, eignen sich also auch für Carports oder teilweise offene Garagen.

Vorteile: UV-beständig, elastisch, gute Chemikalienbeständigkeit, kratzfest

Nachteile: Teurer als Epoxidharz, kürzere Verarbeitungszeit, empfindlicher in der Anwendung

Bodenfarben auf Acrylbasis

Einkomponenten-Acrylfarben sind die einfachste und günstigste Variante für Garagenböden. Sie eignen sich für Heimwerker, die eine grundlegende Versiegelung ohne hohe Belastung wünschen.

Vorteile: Einfache Verarbeitung, schnelle Trocknung, geruchsarm, günstig, umweltfreundlicher

Nachteile: Geringere Beständigkeit gegen Chemikalien und Abrieb, kürzere Lebensdauer (5-8 Jahre), nicht für stark beanspruchte Bereiche

Wichtig: Für Garagenböden mit Fußbodenheizung oder starker Feuchtigkeitsbelastung (z.B. Tiefgaragen) müssen spezielle diffusionsoffene Systeme verwendet werden. Lassen Sie sich hierzu fachlich beraten!

Die richtige Untergrundvorbereitung beim Garagenboden streichen

Die Untergrundvorbereitung ist der wichtigste Schritt beim Garagenboden streichen – etwa 70% des Arbeitserfolgs hängen davon ab. Ein schlecht vorbereiteter Untergrund führt zu Haftungsproblemen, Blasenbildung und vorzeitigem Versagen der Beschichtung.

Schritt 1: Zustandsprüfung des Betons

Prüfen Sie zunächst den Zustand Ihres Garagenbodens:

  • Festigkeit: Kratzen Sie mit einem Schraubenzieher über die Oberfläche – der Beton sollte nicht absanden oder bröckeln
  • Risse: Überprüfen Sie den Boden auf Risse breiter als 0,3 mm – diese müssen vor der Beschichtung repariert werden
  • Feuchtigkeit: Kleben Sie eine Plastikfolie (ca. 50×50 cm) mit Klebeband vollständig auf den Boden und warten Sie 24 Stunden. Bildet sich darunter Kondenswasser, ist der Boden zu feucht für eine Beschichtung
  • Altbeschichtungen: Prüfen Sie, ob bereits alte Farbe oder Versiegelungen vorhanden sind

Schritt 2: Gründliche Reinigung

Der Boden muss absolut sauber, trocken und fettfrei sein:

  • Grobreinigung: Entfernen Sie zunächst groben Schmutz, Staub und lose Partikel mit Besen oder Industriestaubsauger
  • Fettentfernung: Ölflecken und Fettverunreinigungen müssen mit alkalischen Reinigern behandelt werden. Geeignet sind spezielle Betonreiniger oder stark verdünnte Natronlauge
  • Altbeschichtungen entfernen: Lose oder schlecht haftende Altanstriche müssen mechanisch (Schleifen, Fräsen, Strahlen) oder chemisch entfernt werden
  • Neutralisierung: Nach alkalischer Reinigung muss der Boden neutralisiert und gründlich mit klarem Wasser nachgespült werden
  • Trocknung: Der Boden muss vollständig durchgetrocknet sein (mindestens 48 Stunden nach der Reinigung)

Schritt 3: Mechanische Vorbehandlung

Für optimale Haftung benötigt die Beschichtung eine aufgeraute Oberfläche:

  • Anschleifen: Schleifen Sie die gesamte Fläche mit grobem Schleifpapier (Körnung 40-60) oder einer Schleifmaschine an
  • Betonzementschlämme entfernen: Bei Neubauten muss die glatte Zementschlämme durch Schleifen, Fräsen oder Kugelstrahlen entfernt werden
  • Entstauben: Nach dem Schleifen muss der Staub vollständig mit Industriestaubsauger und feuchtem Wischen entfernt werden

Schritt 4: Risse und Unebenheiten reparieren

Beschädigungen müssen vor der Beschichtung fachgerecht ausgebessert werden:

  • Risse erweitern: Schmale Risse sollten mit einem Winkelschleifer V-förmig erweitert werden (sog. Rissaufweitung)
  • Spachteln: Füllen Sie Risse und Löcher mit Epoxid-Spachtelmasse oder speziellen Betonreparaturmörteln
  • Schleifen: Nach dem Aushärten müssen gespachtelte Bereiche plan geschliffen werden
  • Unebenheiten ausgleichen: Bei größeren Höhenunterschieden kann eine selbstnivellierende Ausgleichsmasse erforderlich sein
Profi-Tipp: Bei stark saugenden Untergründen empfiehlt sich eine Grundierung, die den Beton verfestigt und die Saugfähigkeit reduziert. Dies sorgt für gleichmäßigen Farbauftrag und bessere Haftung der Beschichtung.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Garagenboden streichen

Nach der gründlichen Vorbereitung folgt die eigentliche Beschichtung. Arbeiten Sie dabei systematisch und beachten Sie die Verarbeitungshinweise des Herstellers:

Schritt 1: Grundierung auftragen (falls erforderlich)

Rühren Sie die Grundierung gründlich auf und tragen Sie diese mit einer Rolle oder Flächenstreicher gleichmäßig auf. Achten Sie besonders auf Ecken und Kanten – hier empfiehlt sich die Vorarbeit mit einem Pinsel. Die Grundierung muss vollständig durchtrocknen (Herstellerangaben beachten, meist 12-24 Stunden).

Schritt 2: Beschichtung vorbereiten

Bei zweikomponentigen Systemen (Epoxidharz, PU): Mischen Sie Komponente A (Harz) und Komponente B (Härter) im exakten Mischungsverhältnis. Rühren Sie mit einem Rührquirl mindestens 3 Minuten gründlich durch. Beachten Sie die Topfzeit – die Verarbeitung muss innerhalb der angegebenen Zeit erfolgen (meist 30-60 Minuten).

Schritt 3: Erste Beschichtungsschicht auftragen

Beginnen Sie in der Ecke, die am weitesten vom Ausgang entfernt ist. Gießen Sie die Beschichtung in Bahnen auf den Boden und verteilen Sie sie mit einer Lammfellrolle oder Gummirakel gleichmäßig. Arbeiten Sie zügig und vermeiden Sie Überlappungen. Achten Sie auf gleichmäßige Schichtdicke (meist 0,3-0,5 mm). Lassen Sie die erste Schicht gemäß Herstellerangaben trocknen (meist 12-24 Stunden).

Schritt 4: Zwischenschliff (optional, aber empfohlen)

Für optimale Haftung der zweiten Schicht sollten Sie die erste Schicht leicht anschleifen (Körnung 120-180). Dies entfernt Unebenheiten und schafft mechanischen Halt. Entstauben Sie danach gründlich.

Schritt 5: Zweite Beschichtungsschicht auftragen

Tragen Sie die zweite Schicht analog zur ersten auf. Die zweite Schicht sorgt für vollständige Deckung, höhere Beständigkeit und gleichmäßige Optik. Bei stark beanspruchten Flächen kann eine dritte Schicht sinnvoll sein.

Schritt 6: Versiegelung (optional)

Für maximale Beständigkeit und erhöhten Glanz können Sie eine zusätzliche Versiegelungsschicht auftragen. Diese ist besonders bei starker Belastung oder wenn besondere Chemikalienbeständigkeit gefordert ist empfehlenswert.

Schritt 7: Aushärtung und Belastbarkeit

Beachten Sie die Trocknungs- und Aushärtungszeiten:

  • Begehbar: nach ca. 24 Stunden (temperaturabhängig)
  • Leicht belastbar: nach ca. 3 Tagen
  • Voll belastbar/befahrbar: nach 7-10 Tagen
  • Chemikalienbeständigkeit: erreicht nach 14-21 Tagen
Achtung: Während der Aushärtung darf der Boden keiner Feuchtigkeit ausgesetzt werden! Halten Sie Garagentore geschlossen, wenn Regen droht. Die optimale Verarbeitungstemperatur liegt zwischen 15°C und 25°C – bei Temperaturen unter 10°C verlängern sich die Trocknungszeiten erheblich oder die Beschichtung härtet nicht richtig aus.

Empfohlene Produkte zum Garagenboden streichen

Bei proma-farben.de finden Sie hochwertige Produkte für jede Art von Bodenbeschichtung. Besonders bewährt haben sich folgende Systeme:

Sika Bodenbeschichtungen

Professionelle Zweikomponenten-Systeme für höchste Ansprüche. Sika bietet sowohl Epoxidharz- als auch Polyurethan-Beschichtungen, die sich durch extreme Belastbarkeit und lange Lebensdauer auszeichnen.

Ideal für: Stark beanspruchte Garagen, Werkstätten, gewerbliche Nutzung

Sika Produkte ansehen

Schönox Bodensysteme

Hochwertige Bodenbeschichtungen und Spachtelmassen für professionelle Ergebnisse. Schönox-Produkte überzeugen durch einfache Verarbeitung bei gleichzeitig hervorragenden technischen Eigenschaften.

Ideal für: Anspruchsvolle Heimwerker, Sanierungen, Ausgleichsarbeiten

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Wilckens Garagenfarbe

Bewährte einkomponentige Bodenfarben für den preisbewussten Heimwerker. Wilckens Garagenfarben bieten soliden Schutz bei einfacher Verarbeitung.

Ideal für: Privatgaragen mit normaler Belastung, Budget-Projekte

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Profitec Bodenbeschichtungen

Qualitätsprodukte aus deutscher Herstellung mit ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Profitec-Bodensysteme kombinieren Langlebigkeit mit wirtschaftlicher Verarbeitung.

Ideal für: Mittelgroße Projekte, Mehrfachgaragen, Semi-professionelle Anwendung

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Neben der Beschichtung selbst benötigen Sie auch passendes Werkzeug und Hilfsmittel. In unserem Sortiment für Innenfarben und der Kategorie Fassadenfarben finden Sie auch Grundierungen, Reiniger und Werkzeuge für Ihr Projekt.

Häufige Fehler beim Garagenboden streichen vermeiden

Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir, welche Fehler beim Garagenboden streichen besonders häufig auftreten. Vermeiden Sie diese Stolpersteine:

Unzureichende Untergrundvorbereitung

Der häufigste und folgenschwerste Fehler: Ein nicht optimal vorbereiteter Untergrund führt fast immer zu Haftungsproblemen. Beschichtungen lösen sich ab, Blasen bilden sich, oder die Farbe blättert. Investieren Sie die Zeit in gründliche Reinigung, Entfettung und Anschleifen – es lohnt sich!

Falsche Produktwahl

Verwenden Sie keine gewöhnliche Wandfarbe oder ungeeignete Lacke für Garagenböden. Diese sind weder für mechanische Belastung noch für Chemikalien ausgelegt. Investieren Sie in speziell entwickelte Bodenbeschichtungen.

Zu dünner Auftrag

Versuchen Sie nicht, Material zu sparen, indem Sie die Beschichtung zu dünn auftragen. Die Herstellerangaben zur Schichtdicke und Ergiebigkeit sind nicht willkürlich – sie basieren auf technischen Tests für optimale Leistung.

Nichtbeachtung der Trocknungszeiten

Zu frühes Betreten oder Befahren führt zu dauerhaften Schäden. Auch zwischen den Schichten müssen die Trocknungszeiten eingehalten werden, sonst kann die Beschichtung nicht richtig aushärten.

Verarbeitung bei ungünstigen Bedingungen

Zu niedrige Temperaturen (unter 10°C), hohe Luftfeuchtigkeit oder direkte Sonneneinstrahlung können das Ergebnis negativ beeinflussen. Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt für Ihr Projekt.

Fehlende Grundierung

Besonders bei saugenden Untergründen ist eine Grundierung unverzichtbar. Sie gewährleistet gleichmäßigen Auftrag, bessere Haftung und optimiert den Materialverbrauch der Deckschichten.

Gut zu wissen: Laut Stiftung Warentest halten fachgerecht aufgetragene Epoxidharz-Beschichtungen auf optimal vorbereitetem Untergrund 15-20 Jahre. Mangelhaft vorbereitete Böden zeigen dagegen oft schon nach 1-2 Jahren erste Schäden.

Spezialfälle: Besondere Anforderungen beim Garagenboden streichen

Feuchte Kellergaragen und Tiefgaragen

In Bereichen mit hoher Feuchtigkeitsbelastung oder drückendem Wasser gelten besondere Anforderungen. Hier müssen spezielle, diffusionsoffene Systeme verwendet werden, die Wasserdampf von unten entweichen lassen. Standard-Epoxidharz-Beschichtungen sind hier ungeeignet, da sie die Feuchtigkeit einschließen.

Für feuchtebelastete Bereiche empfehlen sich:

  • Mineralische Beschichtungen auf Zementbasis
  • Spezielle diffusionsoffene Kunstharzdispersionen
  • Kapillaraktive Systeme mit Feuchtigkeitsregulierung
  • Vorherige Abdichtung mit Dichtschlämmen

Fußbodenheizung in der Garage

Bei vorhandener Fußbodenheizung müssen elastische Beschichtungen verwendet werden, die Temperaturschwankungen und die damit verbundene Ausdehnung des Betons mitmachen. Polyurethan-Systeme sind hier oft besser geeignet als starre Epoxidharze.

Stark ölverschmutzte Böden

Alte Werkstattböden mit jahrelangen Ölverschmutzungen benötigen besonders intensive Vorbehandlung. Oft ist mechanisches Abschleifen oder Strahlen die einzige Lösung, um alle Verunreinigungen zu entfernen. Alternativ können Spezialgrundierer für ölkontaminierte Untergründe eingesetzt werden.

Rutschfestigkeit erhöhen

Für erhöhte Rutschsicherheit, besonders bei Nässe, können Sie die frische Beschichtung mit Quarzsand oder speziellen Rutschhemmpulvern abstreuen. Diese werden in die noch nasse Beschichtung eingestreut und mit einer abschließenden Versiegelungsschicht überarbeitet.

Pflege und Reinigung des beschichteten Garagenbodens

Ein fachgerecht beschichteter Garagenboden ist pflegeleicht, aber nicht wartungsfrei. Mit der richtigen Pflege verlängern Sie die Lebensdauer erheblich:

Regelmäßige Reinigung

  • Kehren oder saugen: Entfernen Sie regelmäßig losen Schmutz und Sand, der die Oberfläche abschleifen könnte
  • Feuchtes Wischen: Reinigen Sie den Boden bei Bedarf mit klarem Wasser oder milden pH-neutralen Reinigern
  • Fleckenentfernung: Öl- und Fettflecken sollten zeitnah mit geeigneten Reinigern entfernt werden
  • Keine aggressiven Mittel: Verzichten Sie auf Lösemittel, starke Säuren oder Laugen, die die Beschichtung angreifen könnten

Schutzmaßnahmen

  • Abtropfmatten: Gummiwannen oder Matten im Eingangsbereich verhindern, dass Streusalz und Schmutz auf die gesamte Fläche getragen werden
  • Vorsicht beim Rangieren: Vermeiden Sie extreme Lenkbewegungen mit stehendem Fahrzeug (Standlenkung), die die Beschichtung belasten
  • Schneeschieben: Verwenden Sie keine Metallschaufeln oder -schneeschieber direkt auf der Beschichtung
  • Chemikalien: Auch wenn die Beschichtung beständig ist – längeren Kontakt mit aggressiven Substanzen sollten Sie vermeiden

Nachbehandlung und Renovierung

Nach 5-10 Jahren (je nach Belastung und System) kann eine Auffrischung sinnvoll sein:

  • Reinigung und Anschliff: Reinigen Sie die Fläche gründlich und schleifen Sie sie leicht an
  • Neue Deckschicht: Tragen Sie eine weitere Schicht der Beschichtung auf
  • Kleine Reparaturen: Lokale Beschädigungen können oft mit dem gleichen Produkt ausgebessert werden

Häufig gestellte Fragen zum Garagenboden streichen

Wie lange muss ein neuer Betonboden trocknen, bevor ich ihn streichen kann?

Neu gegossener Beton muss mindestens 28 Tage aushärten und trocknen, bevor er beschichtet werden kann. In dieser Zeit erreicht der Beton etwa 80% seiner Endfestigkeit. Die Restfeuchte sollte unter 4% (CM-Messung) liegen. Bei Feuchträumen oder Winter-Bedingungen kann die Trocknungszeit länger sein. Führen Sie vor der Beschichtung unbedingt eine Feuchtigkeitsprüfung durch (Folientest oder CM-Messung). Eine zu frühe Beschichtung führt zu Blasenbildung und Ablösung.

Kann ich den Garagenboden auch im Winter streichen?

Das ist nur eingeschränkt möglich. Die meisten Beschichtungssysteme benötigen Verarbeitungstemperaturen von mindestens 10°C, besser 15-25°C. Auch die Bodentemperatur muss über 10°C liegen. Bei niedrigeren Temperaturen verlängern sich die Trocknungszeiten erheblich, oder die chemische Reaktion (bei 2K-Systemen) läuft nicht vollständig ab. Wenn Ihre Garage beheizt werden kann und Sie konstant 15°C halten können, ist eine Beschichtung auch im Winter möglich. Planen Sie aber deutlich längere Trocknungszeiten ein.

Was kostet es, einen Garagenboden professionell beschichten zu lassen?

Die Kosten variieren je nach System, Flächengröße und Zustand des Untergrunds. Für eine DIY-Beschichtung mit hochwertigen Produkten sollten Sie mit 15-30 €/m² für Material rechnen (inkl. Grundierung, Beschichtung, Werkzeug). Professionelle Beschichtungen durch Fachbetriebe kosten je nach System 40-80 €/m². Hochwertige Epoxidharz-Systeme mit mehreren Schichten und Versiegelung können auch 100 €/m² und mehr kosten. Die höheren Kosten amortisieren sich aber durch längere Haltbarkeit und professionelles Ergebnis.

Wie entferne ich Öl- und Fettflecken vor dem Beschichten?

Ölflecken sind eine Herausforderung, da sie tief in den Beton eindringen. Gehen Sie so vor: 1) Bestreuen Sie frische Flecken sofort mit Katzenstreu oder Ölbindemittel und lassen Sie es einwirken. 2) Entfernen Sie das Material und behandeln Sie die Stelle mit alkalischem Reiniger oder Betonentfetter. 3) Schrubben Sie mit einer harten Bürste. 4) Bei hartnäckigen Flecken hilft mechanisches Abschleifen oder Ausfräsen der betroffenen Stelle. 5) Sehr alte, tief eingedrungene Ölflecken können auch mit speziellen Ölsperrgrundern behandelt werden, die verhindern, dass das Öl in die neue Beschichtung migriert.

Muss ich bei einer Garagenbodenbeschichtung die Wände abkleben?

Ja, sauberes Abkleben ist wichtig für ein professionelles Ergebnis. Kleben Sie Wände, Türrahmen und andere angrenzende Bereiche mit Malerkrepp oder Abdeckband ab. Besonders bei Zweikomponenten-Systemen, die sehr beständig sind, ist späteres Entfernen von Spritzern nahezu unmöglich. Verwenden Sie hochwertiges Klebeband, das sich später rückstandsfrei entfernen lässt. Entfernen Sie das Band, solange die Beschichtung noch nicht vollständig durchgehärtet ist – dann bekommen Sie saubere Kanten.

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Als Farbenfachhandel mit über 30 Jahren Erfahrung in Hamburg beraten wir Sie gerne persönlich zu Ihrem Garagenboden-Projekt. Wir helfen bei der Produktauswahl, berechnen Ihren Materialbedarf und geben praktische Tipps aus der Praxis. Besuchen Sie uns vor Ort oder kontaktieren Sie unser Expertenteam – gemeinsam finden wir die optimale Lösung für Ihre Garage.

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