🪑 Holzmöbel streichen: Anleitung für langlebige Oberflächen 2026

Professionelle Techniken zum Lackieren, Lasieren und Aufarbeiten Ihrer Holzmöbel – für dauerhaft schöne Ergebnisse

48h

Durchschnittliche Trockenzeit komplett

80%

Kosteneinsparung vs. Neukauf

5-10

Jahre Haltbarkeit bei richtiger Technik

4

Hauptschritte für perfekte Ergebnisse

Alte Holzmöbel streichen ist eine der lohnendsten Renovierungsmaßnahmen überhaupt: Mit relativ geringem Aufwand und überschaubaren Kosten verleihen Sie ausgetretenen Kommoden, Tischen oder Schränken neuen Glanz. Als erfahrener Farbenfachhandel in Hamburg zeigen wir Ihnen seit über 30 Jahren, wie Sie Holzmöbel streichen und dabei professionelle Ergebnisse erzielen, die jahrelang halten.

Die richtige Technik beim Möbel streichen macht den Unterschied zwischen einer glatten, widerstandsfähigen Oberfläche und einem enttäuschenden Ergebnis mit Pinselspuren oder abblätterndem Lack. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles über Vorbereitung, Materialwahl, Anwendungstechniken und häufige Fehler – damit Ihre renovierten Möbelstücke aussehen wie vom Profi gemacht.

Warum lohnt sich das Streichen von Holzmöbeln?

Das Holzmöbel streichen bietet zahlreiche Vorteile, die über die reine Kostenersparnis hinausgehen. Laut Umweltbundesamt landen jährlich Millionen funktionsfähiger Möbel auf dem Müll – dabei könnten viele durch einfaches Streichen wieder attraktiv werden.

Hauptvorteile beim Möbel streichen:

  • Enorme Kostenersparnis: Hochwertige Holzmöbel neu zu kaufen kostet oft das 5-10fache gegenüber einer professionellen Aufarbeitung
  • Nachhaltigkeit: Sie vermeiden Ressourcenverschwendung und reduzieren Ihren ökologischen Fußabdruck erheblich
  • Individuelle Gestaltung: Möbel nach Ihrem persönlichen Geschmack gestalten, die es so nicht zu kaufen gibt
  • Werterhalt: Besonders bei antiken oder massiven Holzmöbeln lohnt sich die Restaurierung finanziell
  • Qualitätsbeständigkeit: Ältere Möbel sind oft aus Massivholz gefertigt – deutlich robuster als moderne Pressspanmöbel
  • Kreative Freiheit: Shabby Chic, Vintage-Look oder moderne Hochglanzoptik – alles ist möglich

💡 Tipp vom Profi

Besonders lohnenswert ist das Streichen bei Massivholzmöbeln, hochwertigen Vintage-Stücken und Erbstücken mit sentimentalem Wert. Bei günstigen Pressspanmöbeln sollten Sie abwägen, ob sich der Arbeitsaufwand lohnt – hier kann ein Neukauf wirtschaftlicher sein.

Welche Farben eignen sich zum Holzmöbel streichen?

Die Wahl der richtigen Farbe ist entscheidend für das Endergebnis und die Haltbarkeit. Je nach gewünschtem Look, Möbeltyp und Nutzungsintensität kommen unterschiedliche Produkte in Frage.

Acryllack für Holzmöbel

Acryllacke auf Wasserbasis sind die beliebteste Wahl für das Holzmöbel streichen im Innenbereich. Sie trocknen schnell, riechen kaum und lassen sich einfach mit Wasser verdünnen und reinigen. Moderne Acryllacke bieten hervorragende Deckkraft und Strapazierfähigkeit – ideal für Möbel, die täglich genutzt werden.

Vorteile: Geruchsarm, schnell trocknend, umweltfreundlich, leichte Verarbeitung, gute Haftung auf grundiertem Holz

Nachteile: Bei sehr stark beanspruchten Flächen manchmal weniger widerstandsfähig als Alkydharzlacke

Kreidefarbe (Chalk Paint)

Kreidefarben haben in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt. Sie erzeugen eine matte, samtartige Oberfläche im beliebten Shabby Chic– oder Vintage-Look. Der große Vorteil: Kreidefarbe haftet oft auch ohne Grundierung auf verschiedensten Untergründen.

Vorteile: Oft keine Grundierung nötig, einfache Anwendung, vintage Optik, gut für Anfänger geeignet

Nachteile: Muss mit Wachs oder Versiegelung geschützt werden, eher empfindliche Oberfläche, nicht für stark beanspruchte Flächen

Alkydharzlack (Kunstharzlack)

Die klassischen Kunstharzlacke auf Lösemittelbasis bieten die härteste und widerstandsfähigste Oberfläche. Sie eignen sich besonders für stark beanspruchte Möbel wie Esstische, Küchenschränke oder Schreibtische.

Vorteile: Extrem robust und kratzfest, hohe Widerstandsfähigkeit gegen Chemikalien und Feuchtigkeit, besonders glatte Oberfläche

Nachteile: Starker Geruch, längere Trockenzeit, aufwendigere Verarbeitung, höherer VOC-Gehalt

Holzlasuren und -beizen

Wenn Sie die natürliche Holzmaserung erhalten möchten, sind Lasuren und Beizen die richtige Wahl. Sie dringen ins Holz ein und betonen die Struktur, statt sie zu überdecken.

Vorteile: Natürlicher Look, Maserung bleibt sichtbar, atmungsaktiv

Nachteile: Schützt weniger vor Kratzern als Lack, Farbauswahl eingeschränkter, mehrere Schichten nötig

Farbtyp Trockenzeit Strapazierfähigkeit Geruch Beste Anwendung
Acryllack 2-4 Stunden ⭐⭐⭐⭐ Gering Kommoden, Regale, Schränke
Kreidefarbe 1-2 Stunden ⭐⭐⭐ Kaum vorhanden Deko-Möbel, Vintage-Look
Alkydharzlack 8-12 Stunden ⭐⭐⭐⭐⭐ Stark Tische, Küchenmöbel
Lasur/Beize 2-6 Stunden ⭐⭐ Mittel Natürlicher Look, wenig Beanspruchung

Holzmöbel streichen: Schritt-für-Schritt Anleitung

Mit der richtigen Vorgehensweise gelingt das Holzmöbel streichen auch ohne Vorkenntnisse. Entscheidend ist die gründliche Vorbereitung – sie macht 70% des Erfolgs aus.

Schritt 1: Vorbereitung und Demontage

Beginnen Sie mit einer gründlichen Vorbereitung Ihres Arbeitsbereichs und der Möbel:

  • Arbeitsplatz vorbereiten: Wählen Sie einen gut belüfteten Raum oder arbeiten Sie im Freien bei trockenem Wetter. Legen Sie den Boden mit Malervlies oder alten Zeitungen aus.
  • Möbel demontieren: Entfernen Sie alle abnehmbaren Teile wie Griffe, Scharniere, Schubladen und Türen. Arbeiten Sie systematisch und beschriften Sie die Teile bei komplexen Möbeln.
  • Reinigung: Säubern Sie alle Oberflächen gründlich mit einem milden Reiniger, um Staub, Fett und Schmutz zu entfernen. Lassen Sie alles vollständig trocknen.
  • Beschädigungen reparieren: Füllen Sie Risse, Löcher oder Dellen mit Holzspachtelmasse und lassen Sie diese durchtrocknen.

Schritt 2: Abschleifen – der wichtigste Arbeitsschritt

Das Schleifen ist beim Möbel streichen absolut entscheidend für die spätere Haftung und Optik:

  • Erste Schleifung (bei lackierten Möbeln): Beginnen Sie mit grobem Schleifpapier (Körnung 80-120), um alte Lackschichten anzurauen oder zu entfernen. Bei dicken Lackschichten können Sie einen chemischen Abbeizer verwenden – folgen Sie dabei den Herstellerangaben.
  • Zwischenschleifung: Wechseln Sie zu mittlerem Schleifpapier (Körnung 150-180), um die Oberfläche weiter zu glätten.
  • Feinschliff: Verwenden Sie feines Schleifpapier (Körnung 220-240) für die finale Glättung. Die Oberfläche sollte sich seidig glatt anfühlen.
  • Richtung beachten: Schleifen Sie immer in Richtung der Holzmaserung, niemals quer dazu.
  • Staubentfernung: Nach jedem Schleifgang den Schleifstaub gründlich mit einem leicht feuchten Tuch oder Staubsauger entfernen.

⚠️ Wichtig beim Abschleifen

Tragen Sie beim Schleifen immer eine Atemschutzmaske (FFP2), besonders bei älteren Möbeln. Alte Lacke können gesundheitsschädliche Substanzen enthalten. Arbeiten Sie in gut belüfteten Räumen.

Schritt 3: Grundieren für optimale Haftung

Eine gute Grundierung ist das Fundament für dauerhaft haltende Farbe:

  • Grundierung auswählen: Verwenden Sie eine spezielle Holzgrundierung oder einen Haftgrund, der auf Ihr Farbsystem abgestimmt ist (wasserbasis für Acryllack, lösemittelbasiert für Kunstharzlack).
  • Auftragen: Tragen Sie die Grundierung dünn und gleichmäßig mit Pinsel oder Rolle auf. Achten Sie darauf, keine „Nasen“ (Tropfen) zu hinterlassen.
  • Trocknen lassen: Halten Sie die vom Hersteller angegebene Trockenzeit ein (meist 4-6 Stunden).
  • Zwischenschliff: Nach dem Trocknen die Grundierung leicht mit 240er Schleifpapier anschleifen, Staub entfernen. Dies sorgt für perfekte Haftung der Deckschicht.

Ausnahme: Bei Kreidefarben können Sie die Grundierung oft weglassen, prüfen Sie die Herstellerangaben.

Schritt 4: Lackieren – die finale Beschichtung

Jetzt kommt der spannende Teil – das eigentliche Holzmöbel streichen:

  • Farbe vorbereiten: Rühren Sie die Farbe gründlich um, aber schütteln Sie nicht – das erzeugt Luftblasen. Bei Bedarf minimal verdünnen (max. 5%).
  • Werkzeugwahl: Für glatte Oberflächen eignen sich Schaumstoffrollen oder hochwertige Flächenstreicher. Für Details und Ecken verwenden Sie kleine Pinsel.
  • Erste Schicht: Tragen Sie die Farbe dünn und gleichmäßig auf. Mehrere dünne Schichten sind besser als eine dicke. Arbeiten Sie zügig, um sichtbare Ansätze zu vermeiden.
  • Trocknungszeit: Lassen Sie die erste Schicht vollständig durchtrocknen (mindestens die Herstellerangabe abwarten).
  • Zwischenschliff: Schleifen Sie zwischen den Schichten leicht mit 320er Schleifpapier für eine besonders glatte Oberfläche.
  • Weitere Schichten: Tragen Sie mindestens 2-3 dünne Schichten auf für optimale Deckkraft und Haltbarkeit.
  • Finale Trocknung: Lassen Sie das Möbelstück mindestens 24-48 Stunden komplett durchhärten, bevor Sie es wieder belasten.

✓ Material-Checkliste zum Holzmöbel streichen

  • Schleifpapier in verschiedenen Körnungen (80, 150, 220, 320)
  • Exzenterschleifer oder Schleifblock (für große Flächen)
  • Holzgrundierung passend zum Farbsystem
  • Möbellack, Kreidefarbe oder Lasur Ihrer Wahl
  • Hochwertige Pinsel (verschiedene Größen)
  • Schaumstoffrolle oder Mikrofaserrolle
  • Malervlies oder Abdeckfolie
  • Malerkrepp zum Abkleben
  • Holzspachtelmasse für Reparaturen
  • Reinigungstücher und mildes Reinigungsmittel
  • Schraubendreher zum Demontieren
  • Atemschutzmaske FFP2
  • Handschuhe
  • Rührholz

Empfohlene Produkte zum Holzmöbel streichen

Als Farbenfachhandel mit über 30 Jahren Erfahrung empfehlen wir hochwertige Produkte, die professionelle Ergebnisse garantieren:

einzA Acryllack

Premium-Acryllack auf Wasserbasis für glatte, strapazierfähige Oberflächen. Ideal für das Holzmöbel streichen im Innenbereich.

  • Seidenmatt oder hochglänzend
  • Sehr gute Deckkraft
  • Schnell trocknend (2-4h)
  • Geruchsarm und umweltfreundlich

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Caparol Capacryl PU-Siegel

Hochwertige PU-verstärkte Versiegelung für besonders beanspruchte Möbeloberflächen wie Tischplatten.

  • Extrem widerstandsfähig
  • Kratzfest und chemikalienbeständig
  • Transparent oder weiß
  • Ideal für Esstische

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Wilckens Kreidefarbe

Hochdeckende Kreidefarbe für den beliebten Vintage- und Shabby-Chic-Look. Einfach zu verarbeiten, auch für Anfänger.

  • Oft ohne Grundierung verwendbar
  • Matte, samtige Oberfläche
  • Große Farbauswahl
  • Wasserbasiert und geruchsarm

Zum Produkt

Pufas Holzgrundierung

Universalgrundierung für alle Holzarten. Optimale Vorbereitung für dauerhaft haftende Farbanstriche.

  • Verhindert Durchschlagen von Holzinhaltsstoffen
  • Reduziert Farbverbrauch
  • Schnell trocknend
  • Für innen und außen

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Sie finden bei uns eine große Auswahl an Innenfarben und Lacken für jeden Anwendungsbereich. Unsere Fachberater helfen Ihnen gerne bei der Produktauswahl.

Häufige Fehler beim Holzmöbel streichen vermeiden

Selbst erfahrene Heimwerker machen beim Möbel streichen manchmal Fehler, die das Ergebnis beeinträchtigen. So vermeiden Sie die häufigsten Probleme:

Fehler 1: Unzureichende Vorbereitung

Der häufigste Fehler ist mangelnde Vorbereitung. Wird nicht gründlich geschliffen oder die Oberfläche nicht richtig gereinigt, haftet die Farbe schlecht und blättert später ab. Investieren Sie Zeit in die Vorbereitung – sie macht 70% des Erfolgs aus!

Fehler 2: Zu dicke Farbschichten

Viele denken, eine dicke Farbschicht deckt besser und spart Zeit. Das Gegenteil ist der Fall: Dicke Schichten trocknen ungleichmäßig, neigen zu Nasenbildung und bleiben innen weich. Mehrere dünne Schichten sind immer besser!

Fehler 3: Falsche Trockenzeiten

Ungeduld ist ein schlechter Ratgeber. Wird die nächste Schicht zu früh aufgetragen, vermischen sich die Lagen, es entstehen Streifen und die Oberfläche wird nie richtig hart. Halten Sie die Herstellerangaben penibel ein – lieber länger warten als das Ergebnis ruinieren.

Fehler 4: Billiges Werkzeug verwenden

Günstige Pinsel verlieren Borsten, billige Rollen hinterlassen Strukturen und Luftblasen. Investieren Sie in hochwertiges Werkzeug – es macht die Arbeit leichter und das Ergebnis deutlich besser. Ein guter Pinsel kostet 15-20 Euro, hält aber Jahre und liefert perfekte Oberflächen.

Fehler 5: Grundierung weglassen

Um Zeit zu sparen, verzichten viele auf die Grundierung. Das rächt sich: Die Farbe haftet schlechter, Holzinhaltsstoffe können durchschlagen (Gelbstiche bei hellem Lack), und Sie benötigen mehr Farbe für deckende Ergebnisse.

Fehler 6: Bei falschen Bedingungen arbeiten

Zu hohe oder niedrige Temperaturen, zu hohe Luftfeuchtigkeit – all das beeinflusst das Trocknungsverhalten negativ. Optimal sind 18-22°C bei 50-65% Luftfeuchtigkeit. Arbeiten Sie nicht in praller Sonne oder bei Zugluft.

💡 Profi-Tipp: Der Zwischenschliff

Profis schleifen zwischen jeder Farbschicht leicht mit 320er Schleifpapier an. Das entfernt kleine Unebenheiten, Staubeinschlüsse und Luftbläschen und sorgt für eine spiegelglatte Oberfläche. Der Mehraufwand von 10 Minuten pro Schicht macht einen enormen Unterschied im Endergebnis!

Spezielle Techniken und Looks

Beim Holzmöbel streichen sind Sie nicht auf einfarbige Lackierungen beschränkt. Mit speziellen Techniken erreichen Sie einzigartige Effekte:

Shabby Chic und Vintage-Look

Der bewusst „abgenutzte“ Look ist seit Jahren beliebt. So gelingt er: Tragen Sie eine Basisfarbe (oft dunkel) auf, darüber eine hellere Farbe. Nach dem Trocknen schleifen Sie gezielt an Kanten und stark beanspruchten Stellen die obere Farbschicht ab, sodass die untere Farbe durchscheint. Versiegeln Sie mit mattem Wachs.

Zweifarbige Möbel (Two-Tone)

Streichen Sie Korpus und Fronten in verschiedenen Farben – beispielsweise den Schrank in dezenten Grautönen und die Schubladenfronten in kräftigem Petrol. Kleben Sie sauber ab und versiegeln Sie die erste Farbe, bevor Sie die zweite auftragen.

Holzmaserung betonen mit Lasur

Wenn Sie die natürliche Schönheit des Holzes bewahren möchten, verwenden Sie farbige Holzlasuren statt deckender Farbe. Die Maserung bleibt sichtbar, erhält aber einen neuen Farbton. Mehrere dünne Schichten ergeben intensivere Farben.

Hochglanz-Optik

Für eine spiegelglatte Hochglanzoberfläche benötigen Sie besonders sorgfältige Vorbereitung: Perfekt geschliffene Oberfläche, mehrere sehr dünne Schichten Hochglanzlack mit Zwischenschliff (400-600er Körnung) und zum Abschluss optional polieren mit Polierpaste.

Besondere Materialien und Herausforderungen

IKEA-Möbel und furnierte Oberflächen streichen

IKEA-Möbel bestehen oft aus Spanplatten mit Kunststoff- oder Melaminfurnier – diese glatten Oberflächen sind berüchtigt dafür, dass Farbe schlecht haftet. Die Lösung: Verwenden Sie speziellen Haftgrund für glatte Oberflächen oder rauen Sie die Oberfläche gründlich mit 180er Schleifpapier an. Acryllacke mit guter Haftung funktionieren oft besser als Kreidefarbe.

Antike Möbel restaurieren

Bei wertvollen Antiquitäten sollten Sie vorsichtig sein – eine unsachgemäße Behandlung kann den Wert mindern. Prüfen Sie, ob eine Restaurierung durch Fachleute sinnvoller ist. Wenn Sie selbst Hand anlegen: Arbeiten Sie reversibel (mit Produkten, die wieder entfernt werden können) und dokumentieren Sie den Originalzustand fotografisch.

Outdoor-Möbel streichen

Gartenmöbel aus Holz benötigen UV-beständige und wetterf este Lacke oder Lasuren. Verwenden Sie spezielle Holzschutzlasuren für außen mit Pilz- und Algenschutz. Die Vorbereitung ist hier besonders wichtig: Entfernen Sie alle verwitterten Holzschichten, behandeln Sie bei Bedarf mit Holzentgrauer.

⚠️ Achtung bei Kindermöbeln

Wenn Sie Möbel für Kinder- oder Babyzimmer streichen, achten Sie unbedingt auf schadstofffreie Farben nach DIN EN 71-3 (Spielzeugnorm). Die Farbe muss speichelfest und frei von Schwermetallen sein. Wählen Sie Produkte mit dem „Blauen Engel“ oder ähnlichen Umweltsiegeln. Mehr Informationen finden Sie bei der Verbraucherzentrale.

Nachbehandlung und Pflege gestrichener Möbel

Damit Ihre frisch gestrichenen Möbel lange schön bleiben, beachten Sie diese Pflege- und Nutzungstipps:

  • Aushärtungszeit beachten: Auch wenn die Farbe nach 24 Stunden trocken scheint, härtet sie oft erst nach 7-14 Tagen vollständig aus. Behandeln Sie Ihre Möbel in dieser Zeit besonders schonend.
  • Keine aggressiven Reiniger: Verwenden Sie nur milde Seifenlösungen und weiche Tücher zur Reinigung. Scheuermittel, Alkohol oder Lösungsmittel können die Oberfläche angreifen.
  • Untersetzer verwenden: Schützen Sie lackierte Tischplatten mit Untersetzer gegen heiße Gefäße und Getränkeringe.
  • Regelmäßige Pflege: Bei Möbeln mit Wachsversiegelung (Shabby Chic) sollten Sie 1-2x jährlich neues Wachs auftragen.
  • Kratzer ausbessern: Kleine Beschädigungen können Sie mit einem Pinsel und derselben Farbe nachbessern – schleifen Sie die Stelle vorher leicht an.

Häufig gestellte Fragen zum Holzmöbel streichen

Kann man jedes Holzmöbel streichen?

Grundsätzlich ja, aber der Aufwand variiert. Massivholzmöbel lassen sich am besten streichen – sie können beliebig oft abgeschliffen und neu lackiert werden. Furnierte Möbel benötigen besondere Vorsicht beim Schleifen (das dünne Furnier kann durchgeschliffen werden) und speziellen Haftgrund. Kunststoffbeschichtete oder melaminharzbeschichtete Möbel (typisch bei IKEA) sind am anspruchsvollsten – hier ist gründliches Anschleifen und spezieller Haftgrund zwingend erforderlich. Hochglanzlackierte Möbel müssen komplett mattgeschliffen werden.

Muss ich alte Farbe komplett entfernen?

Nicht unbedingt. Wenn die alte Farbe noch gut haftet und keine Risse oder Abblätterungen zeigt, reicht gründliches Anschleifen (Anrauen) aus. Die alte Lackschicht muss matt und griffig werden, damit die neue Farbe haften kann. Bei stark beschädigten oder sehr dicken Altanstrichen ist komplettes Entfernen (chemisch oder durch Abschleifen) jedoch sinnvoller. Bei unbekannten Altanstrichen testen Sie an einer kleinen Stelle, ob die neue Farbe darüber hält – manche Kombinationen vertragen sich nicht.

Wie viele Farbschichten brauche ich?

Für optimale Deckkraft und Haltbarkeit empfehlen wir beim Holzmöbel streichen: 1 Schicht Grundierung + 2-3 Schichten Farblack. Bei sehr dunklem Holz oder beim Überstreichen kräftiger Farben können auch 3-4 Deckschichten nötig sein. Wichtig: Mehrere dünne Schichten sind immer besser als wenige dicke! Dünne Schichten trocknen gleichmäßiger, sind widerstandsfähiger und ergeben eine glattere Oberfläche. Rechnen Sie mit etwa 100-150 ml Lack pro Schicht und Quadratmeter.

Pinsel oder Rolle – was ist besser?

Beides hat Vor- und Nachteile, idealerweise kombinieren Sie: Schaumstoffrollen eignen sich perfekt für große, glatte Flächen (Schranktüren, Tischplatten) – sie erzeugen eine sehr glatte Oberfläche ohne Pinselspuren. Hochwertige Pinsel (Flachpinsel) benötigen Sie für Kanten, Profile, Verzierungen und schwer erreichbare Stellen. Für sehr feine Arbeiten nutzen Sie kleine Künstlerpinsel. Wichtig: Investieren Sie in Qualitätswerkzeug – billige Pinsel verlieren Borsten, billige Rollen hinterlassen Struktur. Für Anfänger eignen sich auch Lacksprühdosen, die jedoch mehr Farbverbrauch und perfekte Maskierung erfordern.

Wie lange dauert das Trocknen?

Die Trockenzeit variiert je nach Produkt und Umgebungsbedingungen erheblich: Acryllacke auf Wasserbasis: Staubtrocken nach 1-2 Stunden, überstreichbar nach 4-6 Stunden, belastbar nach 24 Stunden, vollständig ausgehärtet nach 7-14 Tagen. Alkydharzlacke (Kunstharzlacke): Staubtrocken nach 4-6 Stunden, überstreichbar nach 12-24 Stunden, belastbar nach 2-3 Tagen, ausgehärtet nach 2-3 Wochen. Kreidefarben: Staubtrocken nach 30-60 Minuten, überstreichbar nach 2-4 Stunden. Optimale Bedingungen sind 18-22°C und 50-65% Luftfeuchtigkeit. Niedrigere Temperaturen und hohe Feuchtigkeit verlängern die Trockenzeit erheblich.

PF

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